Diani Beach in Kenia: Die besten Ausflugsziele

Rund zweieinhalb Millionen Menschen reisen jedes Jahr nach Kenia, um eine Safari zu machen und die endlosen Sandstrände am Indischen Ozean zu genießen. Der Diani Beach rund eine Stunde südlich von Mombasa gilt dabei als Touristenmagnet. In vielen Listen mit den schönsten Stränden der Welt ist Kenia mit dem Diani Beach vertreten. Wer jedoch nicht ausschließlich All-Inclusive-Strandurlaub machen, sondern auch etwas außerhalb des Hotels erleben möchte, der findet auch einige Ausflugsmöglichkeiten. Ob wilde Tiere auf einer Safari, Bildungsprogramme zu Umwelt und Natur, Entdecken der Unterwasserwelt, Besuche historischer Stätten oder kulinarisch genießen - hier gibt es die besten Tipps.  


Der weltberühmte Diani Beach in Kenia

Rund 25 Kilometer feiner weißer Sand, türkisfarbenes, klares Wasser und grüne Palmen - das ist der weltberühmte Strand Diani Beach in Kenia. Immer wieder wird der Diani Beach nur rund eine Autostunde südlich von Mombasa zu einem der schönsten Strände überhaupt gewählt und er ist der Touristen-Magnet und wichtigster touristischer Ort in Kenia.

 

Meine Begeistertung für den Diani Beach hält sich etwas in Grenzen. In den letzten Jahren gibt es leider vermehrt sehr viel Seegras, außerdem ist der Sextourismus am Diani Beach massiv und die sogenannten Beach Boys quatschen Touristinnen und Touristen permanent an.

 

Dennoch gibt es, vor allem Richtung Galu Beach, noch einige wundervolle Ecken und es lässt sich hier ganz wunderbar Urlaub machen. Kein Wunder also, dass im deutschen Winter viele Menschen gen Mombasa und Diani Beach reisen. Doch zwei Wochen nur am Strand können auch schnell langweilig werden und immer wieder erreichen mich Fragen zu Ausflügen und Ausflugszielen rund um den Diani Beach. Da Kenia groß ist, ist die Auswahl begrenzt - aber natürlich gibt es auch rund um den Diani Beach einiges zu erleben, von Wassersport über Tierwelt, von Erholung bis Action. 


Gerettete Affen im Colobus Conservation

Der Diani Beach ist einer der letzten Habitate der schwarz-weißen Stummelaffen, Colobus genannt. An der Küste findet sich der Tansania-Stummelaffe, eine Unterart des Angola-Stummelaffen. Der Tansania-Stummelaffe wird von IUCN als gefährdet eingestuft. 

 

Colobus leben in der Regel in Wäldern, oft findet man sie hoch oben in den Bäumen. Aber Colobus sind gleich mehreren Bedrohungen ausgesetzt: der Verlust von Lebensraum und vor allem das Dasein des Menschen. Immer wieder werden Affen (Colobus, Paviane und Grüne Meerkatzen) von Autos überfahren. 

 

Deshalb ist die Tierschutz-Einrichtung Colobus Conservation am Diani Beach eine enorm wichtige Einrichtung, die es absolut zu unterstützen gilt! Mit dem Geld, das das Projekt einnimmt (Eintritt: 1000 Schilling), werden beispielsweise Affenleitern gebaut, die über Hauptstraßen führen und von Affen zum Überqueren der Straßen genutzt werden. Außerdem wird Bildungsarbeit in Schulen und Communities gemacht und verletzte und verwaiste Affen (Paviane, Grüne Meerkatzen und Colobus) werden in Obhut genommen und gepflegt, ehe sie wieder ausgewildert werden.

 

Da auf dem Gelände, wo auch Primärwald erhalten ist, verschiedene wilde Tiere leben, darunter auch Affen, haben die kranken und verwaisten Tiere Kontakt mit ihren Artgenossen und können durch bestimmte Verhaltensarten lernen, was die Auswilderung einfacher macht. Man kann auch eine Patenschaft übernehmen (muss ich erwähnen, dass ich natürlich eine habe?).


Besuch bei Diani Turtle Watch und im Meeresmuseum

Ein Ort, der seit 2017 auf meiner Bucketlist für Kenia steht, und den ich trotzdem noch immer nicht besucht habe: Das Marine Education Centre und Diani Turtle Watch im Hotel Nomad Beach Resort (früher The Sands at Nomad), das auf Spendenbasis arbeitet. 

 

Das Marine Education Centre ist ein kleines Meeresmuseum, in dem es darum geht, über das maritime Leben aufzuklären. Es geht um Meeresbewohner und wie unser Leben mit etwa Plastikverschmutzung das Leben von Schildkröten, Walen, Fischen, Kraken beeinflusst. Für Touristinnen und Touristen ist vor allem das Museum interessant, aber die Mitarbeitenden machen auch Aufklärungsarbeit in Schulen und Dörfern.

 

Angedockt ist auch Diani Turtle Watch, ein Projekt, das es seit 2012 gibt. Rund 100 Nester von Meeresschildkröten gibt es in der Saison am Diani Beach. Die Mitarbeitenden betreiben Monitoring, schauen, wo Nester sind und dass diese geschützt sind. Mit etwas Glück und wenn man zur Saison (Mai bis Oktober) am Diani Beach ist, kann man mit einem Guide von Diani Turtle Watch auch beim Schlüpfen der Schildkröten-Babys dabei sein.

 

Meistens handelt es sich um Grüne Meeresschildkröten, aber auch Echte Karettschildkröten und Oliv-Bastardschildkröten kommen am Diani Beach vor. Die Tiere kann man auch wunderbar bei Tauchgängen in freier Wildbahn beobachten.


Buschbabys füttern im Stilts Backpackers

Die Unterkunft Stilts Tree Houses, früher Stilts Backpackers am Diani Beach, ist schon eine Attraktion an sich. Nur unweit der Hauptstraße findet sich im Wald die Anlage aus Baumhäusern. Dass täglich so viele Touristinnen und Touristen zu Besuch kommen, hat aber einen anderen Grund: Es gibt wilde Buschbabys zu sehen.

 

Galagos oder im Englischen Bush Baby sind kleine nachtaktive Affen. Weil sie gerne rumschreien und dabei wie Babys klingen, passt der Name sehr gut. 

 

Im Stilts gibt es seit Jahren eine Tradition Jeden Abend um 19 Uhr kommen frei lebende Buschbabys zu Besuch ins Haupthaus (auch ein Baumhaus). Schon seit langem werden die Affen von den Angestellten um 19 Uhr mit Bananen gefüttert, das lockt die Tiere an. Der Eintritt ist frei, allerdings findet das Happening in der Bar statt und natürlich sollte etwas getrunken oder gegessen werden (die Cocktails sind gut). 

 

Ich war oft hin- und hergerissen. Die Tiere leben wild, können also kommen und gehen, wie sie wollen. Außerdem gehören Früchte zur natürlichen Nahrung (die Bananen wachsen auch auf dem Gelände). Aber anfüttern bei wilden Tieren ist eigentlich ein No-Go. 2024 war ich zum ersten und einzigen Mal bei der Buschbaby-Fütterung dabei. Vorab war mir von mehreren tierlieben Bekannten erzählt worden, dass es strenge Regeln gibt und die auch eingehalten werden. Bei meinem Besuch war das aber leider nicht so. Die Buschbabys wurden mit Blitzlicht fotografiert (was ihre Sinne negativ beeinflussen kann), angefasst und es wurde ihnen auch Futter gegeben, das nicht Banane war - allerdings von Touristinnen und Touristen. Die Angestellten schritten nicht ein. Daher bin ich mit einem gemischten, eher negativen Gefühl wieder gegangen. 


Kitesurfer beobachten am Soul Breeze

Einer meiner Lieblingsorte am Diani Beach ist das Soul Breeze Beach Resort. Das Soul Breeze ist nicht nur eine nette und günstige Unterkunft, sondern vor allem eine auch für Gäste außerhalb geöffnete Beachbar am weißen Strand und das Kitesurf-Zentrum am Diani Beach. 

 

Ich habe schon mehrfach im Soul Breeze übernachtet und vor allem die Zeit am Strand genossen - was korrekt übrigens schon Galu Beach ist, nicht mehr Diani Beach (die Strände gehen direkt ineinander über). Es gibt Hängematten, Liegen, Kissenburgen, Sofas, Sessel und alles, was man braucht, um sich wohlzufühlen. Getränke und Essen haben ein super Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

Das Soul Breeze ist auch das sportliche Zentrum, vor allem im Bereich Wassersport. Es gibt eine Tauchschule (Scuba Duka), die ich auch ausprobiert habe und absolut empfehlen kann. Für Kitesurferinnen und Kitesurfer ist das Soul Breeze der Place to Be, hier üben Anfänger neben solchen, die eine richtige Show auf dem Meer zeigen. Mit einem Cocktail in der Hängematte liegen und die Show beobachten ist sehr unterhaltsam. 

 

Ansonsten bietet das Soul Breeze alles, was Hotels so haben: ein Freiluft-Gym, zwei (kleine) Pools, Beach-Soccer, Beachvolleyball und einen Tennisplatz. Auch ein Spa-Bereich ist vorhanden (wobei die Massagen, die von Frauen am Strand angeboten werden, günstiger sind). 

 

Mehr zum Thema "Kitesurfen in Kenia" findest du auf dem Blog "Lust Loszugehen" von der lieben Isa.


Bootsfahrt auf dem Kongo River

Der Kongo ist der zweitlängste und tiefste Fluss Afrikas, der von Sambia über die Demokratische Republik Kongo und die Republik Kongo in den Atlantik fließt. Und wer aufgepasst hat, merkt, dass hier etwas nicht passt: Der große Kongo River fließt nicht durch Kenia. Aber es gibt einen Namensvetter, der nördlich vom Diani Beach in den Indischen Ozean mündet. Und genau um den geht es.

 

Vor einigen Jahren war der Kongo River noch ein Geheimtipp am Diani Beach. Doch inzwischen gibt es zahlreiche Ausflüge dorthin. Es werden Bootstouren im Sonnenuntergang angeboten oder in Kombination mit dem Besuch von Mangroven, die dort am Ufer wachsen. 

 

Reisende haben verschiedene Möglichkeit, den Kongo River zu besuchen. Es gibt zahlreiche Tour-Anbieter, die vom Hotel abholen und alles organisieren. Ansonsten gibt es aber auch die Möglichkeit, mit dem Tuktuk, Taxi, Moped die Diani Beach Road bis ganz zum Ende (noch hinter dem Jacaranda Resort) zu fahren und einen dort ansässigen Touranbieter nur für die Bootsfahrt zu nutzen. Das eine ist bequemer, das andere günstiger.


Besuch von Chale Island mit Schnorcheln

Südlich des Diani Beach liegt die Insel Chale Island. Die kleine Insel ist zu Flut per Boot und zu Ebbe per Traktor erreichbar und besteht zu zwei Dritteln aus Mangroven und zu einem Drittel aus der Hotelanlage. Die sehr naturnah gestaltete Unterkunft The Sands at Chale mit wunderschönem Privatstrand ist nicht gerade günstig, aber man kann auch Tagesausflüge nach Chale Island machen. 

 

Dabei fährt man mit dem Boot von Diani Beach aus nach Chale Island und meistens kann man sich dann etwas auf der Insel umschauen, etwa die Mangroven erkunden, und danach im Restaurant zu Mittag essen. Auf der Insel ist es übrigens auch wahrscheinlich, schwarz-weiße Stummelaffen, auch Colobus genannt, anzutreffen. Sie haben dort ein Paradies gefunden. 

 

Meistens sind die Tagesausflüge verbunden mit einem Schnorcheltrip. Denn etwas abseits von Chale Island gibt es ein schönes Korallenriff. Bei meinem Besuch 2018 gehörte das Riff noch zu keinem Schutzgebiet, inzwischen allerdings schon. Daher ist eine Gebühr von 25 USD pro Person fällig, wenn man dort schnorcheln möchte. Ich mochte das Schnorcheln dort deutlich lieber als im Kisite Nationalpark, weil viel weniger los ist und nur unser Boot angelegt hatte, sodass beim Schnorcheln viel mehr Ruhe war.

 

Viele der gängigen Touranbieter haben Chale Island als Tagesausflug im Programm. Es ist aber sicher auch nicht verkehrt, im The Sands at Chale nachzufragen, ob die Bootsfahrt und die Ausflüge zum Schnorcheln (oder Tauchen, Kajaken, Stand-Up-Paddeln) möglich sind, wenn man beispielsweise eine Mahlzeit zu sich nimmt. Zumindest vom Schwesternhotel Nomad Beach Resort gibt es auch Tagesausflüge.


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Speisen in einer Höhle in Ali Barbours Cave Restaurant

Es ist eines der berühmtesten Restaurants in ganz Kenia, steht seit Jahren auf meiner Bucketlist - und trotzdem war ich noch nicht da. Warum auch immer. Es geht um das Höhlenrestaurant Ali Barbours Cave.

 

Ungefähr auf Höhe des Stilts Backpackers, aber auf der anderen Seite der Diani Beach Road, findet sich das Restaurant, das eine Attraktion an sich ist. Die Höhle hat nach oben eine Öffnung, sodass Tageslicht hineinkommt. Dennoch isst man von Felsen umgeben und hat daher eine besondere Atmosphäre.

 

Ganz günstig ist das Essen nicht, dennoch auch nicht unbedingt Luxus: Vorspeisen kosten zwischen 6,50 und 13 Euro, Hauptspeisen zwischen 13 und 39 Euro, Desserts zwischen 6 und 8 Euro. Pro Person müssen mindestens zwei Gänge bestellt werden und davon muss einer eine Hauptspeise sein. 

 

Ali Barbours Cave Restaurant ist sehr beliebt, daher empfiehlt es sich, vorab online zu reservieren.



Wasini Island, Delfine und Schnorcheln im Kisite Marinepark

Wer nach Diani Beach kommt, wird auf jeden Fall mit einem Ausflugsziel konfrontiert: Wasini Island. Es ist der wahrscheinlich am meisten verkaufte Trip von Diani Beach aus. In der Regel ist der Transport nach Shimoni, Delfin-Beobachtung, Schnorcheln im Kisite Marine Nationalpark und Mittagessen auf Wasini Island inkludiert.

 

Der Trip nach Wasini Island war 2017 meine erste richtige Tour in Kenia (außer Safari) und damals fand ich es nervig, aber okay - vor allem, weil mir keine Alternativen bekannt waren. Mit etwas Abstand sehe ich das doch etwas kritischer. 

 

Die Fahrt nach Shimoni dauert über eine Stunde. Man wird dann mit noch mehr Touristinnen und Touristen auf ein Boot gepackt und fährt raus. Rund zehn Minuten lang haben wir Delfine beobachtet, umgeben von fünf weiteren vollbepackten Booten. Danach fuhren wir in den Kisite Marine Nationalpark, was mein Highlight sein sollte, denn ich liebe das Schnorcheln. Doch nach 20 Minuten im Wasser wurden wir schon wieder zum Boot gerufen. Insgesamt war ich keine 30 Minuten schnorcheln, was echt sehr schade war, vor allem weil der Eintritt in den Nationalpark 25 USD kostet. Dafür habe ich unter anderem zwei Rochen und einen Oktopus gesehen und die Unterwasserwelt hat mir gut gefallen. 

 

Der Rest des Ausflugs war Wasini Island, was eine reine Kaffeefahrt war. Es gab Essen (für Vegetarier nur eine Beilage und Obst) und im Dorf selbst wurde ich von gefühlt jeder zweiten Person angesprochen und nach Geld für irgendwas (Schule, Sportverein, Krankenhaus...) gefragt. Das war mega nervig. Einheimische haben auch ihre Babys an die Touristinnen und Touristen gegeben, damit diese sich mit schwarzen Kindern fotografieren können. Das fand ich doch etwas befremdlich.

 

Wer ohnehin nur kurz schnorcheln will und wen diese Verkaufsgeschichte auf Wasini Island nicht stört, wird Freude haben. Ich würde beim nächsten Mal selbst nach Shimoni fahren und mir dort ein Boot nehmen, das mich nur zum Schnorcheln in den Kisite Marine Nationalpark bringt. Das ist günstiger und ich hätte mehr Zeit zum Schnorcheln.


Wasserfall und Antilopen im Shimba Hills Nationalreservat

Das Shimba Hills Nationalreservat ist das nächstgelegene Wildtierschutzgebiet zum Diani Beach, nur rund 30 Kilometer entfernt. Shimba Hills ist mit rund 200 Quadratkilometern ein kleines Reservat, das dicht bewachsen und hügelig ist, was Tiersichtungen schwierig macht. Bekannt wurde Shimba Hills als "grüne Hügel Afrikas" durch Ernest Hemingway. 

 

Das Shimba Hills Nationalreservat ist Heimat zahlreicher Tiere, darunter Elefanten, Buschböcke, Giraffen, Büffel, Warzenschweine, Affen und die seltenen Pferdeantilopen und die ebenso seltenen Ostafrikanischen Rappenantilopen. Aufgrund der Vegetation ist es aber äußerst schwierig, hier schöne Sichtungen zu haben. Große Raubtiere wie Löwen gibt es nicht.

 

Man kann zwar auf einer Fahrt durch das Reservat ein paar Wildtiere entdecken, mit einer richtigen Safari ist es aber nicht vergleichbar. Ich habe an meinem Tag in Shimba Hills drei Warzenschweine, drei Ducker, eine Kuhantilope, vier Buschböcke und einige Paviane und Colobus-Affen gesehen - also sehr überschaubar. 

 

Ein Highlight im Shimba Hills Nationalreservat ist die Wanderung zu den Sheldrick Falls. Mit einem Ranger geht es bergab durch den Wald, über kleine Holzbrücken zu dem Wasserfall. Am Ufer lassen sich Frösche beobachten, und unter dem Wasserfall kann man baden. Für die Tour empfiehlt es sich, festes Schuhwerk, ausreichend Wasser (bergauf ist anstrengend!) und Badeklamotten mitzunehmen. Die Wanderung mit Badestopp dauert rund zwei Stunden. 

 

Günstig ist der Ausflug nicht. Allein der Eintritt in Shimba Hills kostet 50 USD pro Person - nicht wenig für ein paar Affen, ein bisschen Natur und einen Wasserfall. Hinzu kommt Geld für Transport, Safari, Guide etc - insgesamt solltest du mit rund 150 USD rechnen. Wer wenig Geld zur Verfügung hat, sollte das eher in eine richtige Safari investieren - dazu gleich mehr.


Mangroven-Promenade von Gazi Ecotourism Ventures

Es ist noch gar nicht so lange her, als ich zum ersten Mal auf das Projekt Gazi Ecotourism Ventures gestoßen bin - eher durch Zufall. Dabei gibt es das Projekt schon seit vielen Jahren. Für meinen nächsten Trip an den Diani Beach ist ein Besuch von Gazi ganz fest eingeplant.

 

Das Projekt ist von Frauen initiiert und dreht sich rund um den Schutz der Mangroven und des Ökosystems am Diani Beach. Dafür gibt es viele Informationen für Besucherinnen und Besucher, einen Rundgang zu den Mangroven und einen Holzsteg oberhalb der Mangroven mit einem herrlichen Ausblick. 

 

Zusätzlich wird eine Bootsfahrt zu einer Sandbank angeboten, wenn man möchte. 

 

Viele Touranbieter verbinden Gazi Ecotourism Ventures mit einem Besuch auf Chale Island, da es ganz in der Nähe, etwas südlich von Diani Beach gelegen ist. Es ist aber auch möglich, selbst mit beispielsweise dem Tuktuk anzureisen.



Stadtbummel in der historischen Altstadt von Mombasa

Mombasa ist nicht nur die zweitgrößte Stadt von Kenia, sondern auch eine der bekanntesten und hat eine lange Tradition im Handel - immerhin ist es eine Hafenstadt direkt am Indischen Ozean. Mombasa ist daher auch durch die verschiedensten Kulturen beeinflusst: indigene kenianische und afrikanische Kulturen, arabische, persische und indische Stränge und europäischer Einfluss kommen hier zusammen.  

 

Die meisten internationalen Reisenden kommen in Mombasa an, machen sich dann aber auf den Weg in ihr Strandhotel. Dennoch sollten sie einen Besuch in der Stadt während des Urlaubs in Betracht ziehen.  

 

Die Altstadt von Mombasa lädt zum Schlendern ein, zwischen historischen Gebäuden, Moscheen und Tempeln, Märkten und kleinen Shops gibt es einiges zu entdecken. Die Festung Fort Jesus ist Unesco-Weltkulturerbe und absolut empfehlenswert. Bereits von 1593 bis 1596 hatten die Portugiesen die Festung von Mombasa auf einem Korallenfelsen errichtet, um die Zufahrt in die Lagune zu schützen. Guides sowohl für Fort Jesus als auch die Altstadt findet man direkt am Eingang zur Festung, beides ist aber auch ohne Guide machbar. 

 

Ein weiteres Wahrzeichen von Mombasa darf bei einem Besuch natürlich nicht fehlen: die Mombasa Tusks, auf Kisuaheli Pembe Za Ndovu. Dabei handelt es sich um eine Statue von zweimal zwei Stoßzähnen, die sich über die Moi-Avenue ziehen und dadurch ein M formen. Eher unspektakulär - aber wenn man schonmal da ist... 

 

Mombasa lässt sich alleine besuchen (mit dem Matatu, Tuktuk oder Uber vom Hotel ins Stadtzentrum), es gibt aber auch organisierte Touren mit Abholung am Hotel. 


Pallet Café: Beachbar von Gehörlosen und Blinden

In Nairobi gibt es das Pallet Café schon länger (und daher kenne ich es ehrlicherweise auch), aber nun gibt es auch einen Ableger davon am Diani Beach - und zwar als eine Art Strandcafé. 

 

Das Konzept des Pallet Cafés ist ganz besonders. Hier arbeiten nämlich vor allem gehörlose und blinde Menschen im Service. Schon in Deutschland haben es körperlich beeinträchtigte Menschen oft schwer, in Kenia ist es noch viel schwieriger für sie, im Alltag klarzukommen und vor allem einen Job zu finden. 


Wer im Pallet Café sitzt, kann nicht nur wunderbar essen und trinken und die Füße im Sand entspannen, während man auf den Indischen Ozean blickt, sondern nebenbei auch noch ein wenig Gebärdensprache lernen.

 

Getränke kosten zwischen 1 und 2,50 Euro (Milkshakes, Smoothies und Alkohol etwas teurer), außerdem gibt es Kuchen und süßes Gebäck, Frühstück und auch warme Speisen - mit vielen veganen und vegetarischen Optionen. Hauptspeisen kosten zwischen 7 und 14,50 Euro (Garnelen). 

 



Tauchen in den Korallenriffen vor Diani Beach

Ja, es gibt sicherlich Destinationen, in denen es beim Tauchen mehr zu sehen gibt. Aber Kenia ist definitiv eines meiner Lieblingsländer zum Tauchen. Seesterne in allen Formen und Farben, Schildkröten, Muränen, Tintenfische und verschiedene Rochenarten habe ich bisher entdecken können. Manchmal hat man auch Glück und kann Walhaie oder Delfine sehen - was mir bisher vergönnt bleibt. 

 

Ich war bisher mit zwei Tauchschulen am Diani Beach unterwegs. Einmal Scuba Duka, das seinen Shop am Soul Breeze Beach Resort am Galu Beach hat. Und einmal mit Diani Marine, das seinen Shop bei den Neptune Hotels am Galu Beach hat. Beide waren super, wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich aber Scuba Duka nehmen. Sehr bekannt, vor allem bei deutschen Taucherinnen und Tauchern, ist auch die Tauchschule Diving The Crab.


Safari im Tsavo East Nationalpark

Bei einem Urlaub in Kenia darf natürlich eines nicht fehlen: eine Safari! Löwen, Elefanten und Co in freier Wildbahn zu erleben, ist ein absolutes Highlight. Wer den Urlaub hauptsächlich am Diani Beach verbringt, hat nicht die größte Auswahl an Safari-Zielen, insofern man nicht fliegen möchte (was teuer ist).

 

Für eine Safari sollten Reisende mit Start und Ende Diani Beach mindestens eine Nacht, eher zwei Nächte einplanen. Die Fahrzeit wird gern unterschätzt und die beste Safari-Zeit (abends vor Sonnenuntergang und morgens zum Sonnenuntergang) sollte man auch nicht verpassen.  

 

Am besten erreichen Touristinnen und Touristen vom Diani Beach aus den Tsavo East Nationalpark. Rund drei, dreieinhalb bis vier Stunden dauert die Fahrt bis zum Buchuma-Gate, dem Eingang in den größten Nationalpark Kenias. Erfahrungsgemäß ist rund um Buchuma aber noch nicht so viel Wildlife und man muss nochmal etwa eine Stunde fahren, bis es richtig tolle Sichtungen gibt. 

 

Der Tsavo East Nationalpark ist bekannt für seine rote Erde, die offene Landschaft und die vielen roten Elefanten. Ich habe dort auch schon mehrfach Löwen gesehen, dazu hatte ich einmal das Glück, Wildhunde in freier Wildbahn zu erleben. 

 

Eine Safari im Tsavo East Nationalpark sollten Reisende aber mit einer Nacht im oder am Park verbinden, s gibt zahlreiche Anbieter direkt ab Diani Beach. Wer einen richtig tollen Guide möchte, schreibt mich gerne an und ich vermittle Kontakt zu Brian, der selbstständig ist, in Voi am Tsavo East Nationalpark aufgewachsen, speziell für den Park ausgebildet und einer der besten Guides, die ich je hatte. 


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Kommentare: 6
  • #1

    Lisa (Montag, 02 März 2026 12:59)

    Liebe Miriam,

    vielen Dank, dass du deine Erfahrungen hier mit uns geteilt hast. Mich besonders der Abschnitt über Colobus Conservation berührt.

    Gerade wenn man mit Kindern reist, finde ich es wichtig, nicht nur schöne Orte zu genießen, sondern ihnen auch zu zeigen, wie wertvoll Natur- und Tierschutz ist. Die Arbeit, verletzte und verwaiste Affen aufzupäppeln, Bildungsarbeit in Schulen zu leisten und sogar Affenleitern über Straßen zu bauen, ist so ein starkes Zeichen dafür, dass Tourismus auch Verantwortung übernehmen kann.
    Das wäre also vermutlich einer der ersten Orte, die wir neben einem Strandbesuch und einer Safari in Kenia besuchen würden.

    Liebe Grüße,
    Lisa

  • #2

    Jana (Dienstag, 03 März 2026 11:44)

    Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte ich so eine Affenleiter in einer Reportage gesehen! Ob die in dieser Gegend gedreht wurden und besagte Äffchen Colobus waren, daran kann ich mich aber nicht mehr erinnern! Trotzdem eine sehr gute Erfindung!

    Ich selbst war noch nie in Kenia, weiß auch nicht, ob ich jemals hinkommen werde, aber der Diani Beach sieht auf jeden Fall traumhaft aus und in einer echten Höhle habe ich auch noch nie gespeist! Und auch sonst hast du wieder 1000 Erlebnisse gesammelt, um die ich dich beneide!

    Liebe Grüße
    Jana

  • #3

    Mo (Dienstag, 03 März 2026 12:22)

    Liebe Miriam,

    ich finde es super, dass du nicht nur die Postkartenmomente zeigst, sondern auch die Schattenseiten ansprichst. Gerade beim Thema Sextourismus oder den überlaufenen Ausflügen, das ist wichtig zu wissen.
    Besonders hängen geblieben bin ich bei den Projekten, die Tiere und Natur schützen. Das Schildkrötenprojekt klingt lehrreich und vor allem interessant. Auch die Colobus Conservation hat mich sofort berührt. Zu sehen, wie viel Engagement dort in den Schutz der Affen fließt, macht richtig Eindruck.
    Das Pallet Café hat mich ebenfalls neugierig gemacht. Ich finde es großartig, wenn Inklusion so selbstverständlich gelebt wird und man gleichzeitig noch etwas über Gebärdensprache mitnehmen kann. Und natürlich reizt mich auch die Safari im Tsavo East. Die roten Elefanten und die offene Landschaft stelle ich mir unglaublich eindrucksvoll vor. Das wäre definitiv ein Highlight für mich.

    Danke für die vielen ehrlichen Einblicke und die konkreten Tipps.

    Liebe Grüße
    Mo

  • #4

    Saskia Katharina (Mittwoch, 04 März 2026 11:40)

    Liebe Miriam,

    vielen Dank für diesen unglaublich ausführlichen und ehrlichen Beitrag! Man merkt richtig, wie viel Erfahrung und persönliche Einschätzung in deinen Tipps steckt. Besonders gut finde ich, dass du nicht nur die Highlights rund um den Diani Beach zeigst, sondern auch kritisch hinschaust und unterschiedliche Perspektiven teilst. Genau das macht deinen Reisebericht so wertvoll und hilfreich für alle, die mehr als nur Strandurlaub suchen.

    Ein wirklich inspirierender und gut strukturierter Guide für Diani Beach!

    Ich wünsche dir weiterhin viele schöne Reisen und sende liebe Grüße,
    Saskia Katharina

  • #5

    Nora | Familie Fernweh (Dienstag, 10 März 2026 20:20)

    Kenia steht definitiv noch auf meiner Reise-Liste. Ich finde deine "Info Mischung" total gut und inspirierend...könnte direkt losplanen.
    Herzliche Grüße,
    Nora

  • #6

    Escape Room w Bydgoszczy (Montag, 23 März 2026 10:29)

    Hallo! Deine Fotos sind fantastisch, ich bekomme richtig Lust, dort Urlaub zu machen. Es lohnt sich, deinen Blog zu abonnieren und regelmäßig vorbeizuschauen, um all die interessanten Informationen zu den verschiedensten Themen zu lesen.