Strandurlaub in Kenia: Traumhafter Diani Beach

Der Diani Beach an der Küste südlich von Mombasa gilt als einer der schönsten Strände weltweit. Zwölf Kilometer lang zieht sich der schneeweiße feine Sandstrand am leuchtend türkisfarbenen Meer entlang und wird damit immer mal wieder in die Bestenlisten aufgenommen. Der Indische Ozean ist hier in der Tat wundervoll - die Kontraste von blauem Himmel und türkisem Meer zum weißen Sand sind fantastisch. Das Wasser im Indischen Ozean ist sehr warm, es gibt nur wenige Wellen und der Strandbereich ist flach - beste Voraussetzungen also für einen Traumurlaub. Als Ausgangspunkt für deinen Trip an den Diani Beach eignen sich Ukunda oder Mombasa. 


Diani Beach in Kenia: Die Anreise

Ich wählte als Ausgangspunkt Ukunda, wo ich im Haus einer Bekannten unterkommen konnte. Ukunda hat einen eigenen kleinen Flugplatz (rund 100 Dollar Return Nairobi), von dort aus sind es nur wenige Fahrminuten bis zum Dorf und den Hotel-Anlagen. 

 

Aber der Diani Beach ist auch gut von Mombasa aus zu erreichen. Die Fahrzeit mit Taxi beträgt etwa eine Stunde, wobei du bedenken musst, dass sowohl vom Flughafen als auch vom Bahnhof in Mombasa aus eine Fährüberfahrt notwendig ist, da die Routen durch Mombasa Stadt führen - und das ist eine Insel. Wer Richtung Südküste will, wo auch der Diani Beach liegt, sollte also immer ein wenig mehr Zeit einberechnen, weil es völlig unvorhersehbar ist, wie lange man an der Fähre warten muss. 

 

Während Ukunda nur per Auto oder Flugzeug erreichbar ist, kannst du Mombasa auch mit dem Zug ab Nairobi erreichen. Die Fahrt dauert etwa sechs Stunden, kostet keine zehn Euro und bei der Fahrt kannst du mit etwas Glück sogar Elefanten aus dem Zugfenster sehen, denn die Strecke führt zwischen Tsavo East Nationalpark und Tsavo West Nationalpark hindurch. 

 

Diani Beach: Traumstrand mit vielen Hotel-Anlagen

Der Strand ist wirklich großartig und ein wundervoller Anblick - zumindest bei Flut. Bei Ebbe zieht sich das Meer doch sehr weit zurück.

 

Allerdings ist Diani Beach auch bekannt für seine Beachboys. Das sind junge, meist gutaussehende Männer, die Obst, Getränke, Krimskrams, Touren oder sich selbst verkaufen.

 

Diani ist das Mekka für alleinstehende ältere weiße Damen, die ein bisschen Liebe und Sex suchen. Weshalb man auch überall ältere weiße Damen mit jungen, hübschen Kenianern sieht.

 

Außerdem gibt es kleine Hütten und Zelte, in denen junge Kenianerinnen für wenig Geld Massagen anbieten - ohne weitere sexuelle Dienste.

Wer mehr Ruhe haben will, bucht sich ein Zimmer auf der vorgelagerten Insel Chale Island, auch Diani Chale genannt. Dort geht es noch gemächlicher zu - und der private Strand ist wunderhübsch.

 

Das Wasser am Diani Beach ist super warm und völlig klar. Floating ist möglich und es macht wahnsinnig Spaß, sich treiben zu lassen.

 

Bei Ebbe sollte man allerdings aufpassen, im Watt verstecken sich Hunderte von Seeigeln - das kann schmerzhaft werden (kann ich aus eigener Erfahrung mitteilen). 

 

Als ich ausrutschte und in einen Seeigel trat, steckten anschließend 38 Stacheln in meinem Fuß, die von drei netten Beachboys "herausoperiert" wurden. Nachher hat sich alles entzündet und ich konnte zwei Wochen kaum laufen. In den schlimmsten Reiseerfahrungen berichte ich darüber.


Folgst du mir schon...? 

 

Auf Instagram und auf Facebook teile ich auch kleinere Erlebnisse und Momente von meinen Reisen. 

 



Schnorcheln am Diani Beach: Kisite Marine Nationalpark

Wer nicht nur am Strand rumhängen will, kann auch einiges erleben.

 

Zum einen ist Mombasa nur ein paar Kilometer entfernt - allerdings habe ich mir bei meinem Kurzurlaub diese Strecke nicht angetan, immerhin wollte ich dem stickigen und chaotischen Nairobi entfliehen, um Ruhe zu haben.

 

Ich entschied mich für eine Tour zum Kisite Marine Nationalpark, die mit 70 Dollar sehr teuer war. In den Hotels wird die Tour für bis zu 125 Dollar verkauft, in der Off-Season kann man sie auch bei etwas Verhandlungsgeschick für 40 bis 50 Dollar bekommen. Ihr solltet also auf jeden Fall ein wenig handeln, ich kam am Ende auf 50 US-Dollar und der Housekeeper in meiner Unterkunft sagte mir später, dass das eigentlich immer noch um 20 US-Dollar zu teuer war. Allerdings sollte bedacht werden, dass der Eintritt in den Kisite Marine Nationalpark 17 US-Dollar kostet, dazu ist die Anreise nicht gerade kurz und es ist auch ein Mittagessen im Preis inkludiert. 

 

Ich wurde morgens um 7.30 Uhr mit dem Minibus an meiner Unterkunft abgeholt. Ich war eine der ersten und nachdem alle eingesammelt waren, fuhren wir nach Shimoni, was rund anderthalb Stunden gedauert hat. Die Fahrt war auch nicht sonderlich spannend, man sieht ein paar Dörfer, aber nichts spektakuläres. In Shimoni angekommen übergab unser Fahrer uns den Guides des Kenyan Wildlife Service, die den Kisite Marine Nationalpark betreuen.

 

Mit einem Dhow, einem alten Holzboot, ging es raus auf das offene Meer, wobei wir von Delfinen begleitet wurden. Zum Schutz der Tiere darf man nicht in den Indischen Ozean steigen, um dort mit den Delfinen zu schwimmen. Wenn sie allerdings in den Nationalpark kommen, dann darf man dort mit ihnen schwimmen - was allerdings nur selten vorkommt.

Nachdem die Delfine nach einigen Minuten von Dannen zogen, legten wir am Kisite Marine Nationalpark an. Es gab einen extra Schnorchel-Guide (Ausrüstung wurde gestellt) und los ging es ins warme und glasklare Wasser.

 

Da es sich um ein geschütztes Gebiet handelt, durften wir nicht einfach losschnorcheln, sondern mussten alle als Gruppe zusammen bleiben, was ein wenig langweilig war.

 

Wir sahen aber dennoch wahnsinnig viel und es war ein großartiges Erlebnis, über dem Korallenriff zu schwimmen. Rochen, Tintenfische, Seesterne, Krebse, Aale, Moränen und allerlei bunte Fische. Leider haben wir keine Schildkröten gesehen und leider dauerte die Tour nur eine Stunde, ich hätte sicher mehr als doppelt so viel Zeit im Kisite Marine Nationalpark verbringen können.

 

Mit dem Dhow setzten wir dann zu Wasini Island über, einer wahnsinnig touristischen Insel. Es gab dort Lunch (inklusive): Fisch, Krabben, Salat, Reis, Kartoffeln, danach machten wir einen kleinen Rundgang über die Insel. Das fand ich ganz schrecklich, denn es war wirklich nur ein Touristen-Schaulaufen, bei dem man alle zwei Meter angebettelt wurde, irgendwas für "die Kinder" zu geben. Neeeee, muss nicht.

 

Da unser Boot wegen der Ebbe etwas weiter weg angelegt hatte, mussten wir auf dem Weg zur Insel und von der Insel zunächst durchs Watt steppen und wurden dann mit einem Ruderboot abgeholt, um auf dem Meer umzusteigen. 

 

Eigentlich wurde zuvor noch kommuniziert, dass wir statt Wasini Island auch die Slave Caves in Shimoni besuchen können, doch das war dann vor Ort leider kein Thema mehr. Die Höhlen hätten mich durchaus interessiert und gelten auch als eines der Highlights an der Südküste. Alles in allem eine schöne, aber auch deutlich zu teure Tour.


Kitesurfen

Hast du schonmal darüber nachgedacht, in Kenia kitesurfen auszuprobieren? Das ist wahrscheinlich für die meisten nicht die erste Idee, aber es ist möglich. Die liebe Isabella von "Lustloszugehen" hat einen eigenen Blog-Beitrag über Kitesurfen in Kenia geschrieben - und nennt als mögliche Spots nicht nur den Diani Beach, sondern auch Watamu und Malindi. Und von ihrer Safari in den Tsavo-East berichtet sie auch!


Was war der schönste Strand, an dem du je warst?

Du möchtest mir etwas zu dem Artikel sagen? Du hast eigene Gedanken und Anregungen, oder auch Kritik, die du einbringen möchtest? Ich freue mich über deinen Kommentar. Du kannst auch als Gast kommentieren. Hierfür musst du in das Namensfeld klicken und deinen Namen eingeben, dann öffnet sich ein Reiter, in dem du "lieber als Gast kommentieren" auswählen kannst. Wenn du deinen Kommentar nicht sofort siehst, liegt es daran, dass er erst freigeschaltet werden muss.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0