Reisen in Kenia: Sehenswürdigkeiten in Mombasa

Eine Handelsstadt am Indischen Ozean, ein Schmelztiegel von Kulturen, Traditionen, Religionen, Lebensarten - das ist Mombasa. Mombasa ist die zweitgrößte Stadt in Kenia und aufgrund seines Hafens und der Lage direkt am Meer eines der größten Handelszentren Ostafrikas. Doch nicht nur die Strände lohnen: Wer bei einem Besuch auf den Märkten stöbert, wird zahlreiche arabische, indische, europäische und afrikanische Einflüsse bei Stoffen oder Gewürzen finden. Die Altstadt hat einige Schätze zu bieten, etwa Tempel, Moscheen und historische Gebäude aus der Zeit der arabischen Herrschaft. Ein Besuch im Unesco-Weltkulturerbe Fort Jesus darf keinesfalls fehlen. 


Reisen in Kenia: Die internationale Metropole Mombasa

1,2 Millionen Einwohner*innen zählt Mombasa, die zweitgrößte Stadt in Kenia. Mombasa ist sowas wie die heimliche Hauptstadt, denn als Hafenstadt am Indischen Ozean hat Mombasa eine wichtige Funktion als Handelszentrum - schon von jeher.

 

Das Spannende an Mombasa ist daher auch die Vielfalt der kulturellen Einflüsse, die hier seit Jahrhunderten vorzufinden sind. Man findet indische, arabische, kenianische, afrikanische und europäische Einflüsse in Mombasa, was die Stadt zu einem Schmelztiegel der Kulturen macht. 

 

Die meisten Tourist*innen kennen Mombasa vor allem als Ausgangspunkt ihrer Reise, denn es gibt einige Verbindungen auf die Insel, etwa von Frankfurt mit Eurowings Discover. Maximal wird dann noch ein Tagesausflug gemacht - sie halten sich lieber am malerischen Diani Beach oder einem anderen der beliebten Strände auf. Dabei hat Mombasa einiges zu bieten - und beherbergt mit Fort Jesus auch eine der sieben kenianischen Unesco-Welterbestätten. 

 

Im 11. Jahrhundert wurde die Stadt Mombasa von Arabern gegründet und durch Elfenbein- und Sklavenhandel wurde die Stadt zu einer wichtigen Handelsmetropole am Indischen Ozean. Ab Ende des 15. Jahrhunderts mischten dann auch die Europäer mit, 1498 reiste der Portugiese Vasco da Gama als einer der ersten Europäer nach Mombasa. Die Portugiesen und verschiedene Araber-Gruppen aus dem Oman kämpften in den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten immer wieder um Mombasa, da die Stadt aufgrund ihrer Lage zwischen Nahost, Asien und Afrika eine wichtige strategische Rolle spielte.


Ausflug nach Mombasa: Unesco-Welterbe Fort Jesus

Die beliebteste und bekannteste Sehenswürdigkeit von Mombasa ist Fort Jesus. Fort Jesus ist die Festung von Mombasa, sie befindet sich auf der Zentrums-Insel direkt am Indischen Ozean. 

 

Die Geschichte von Fort Jesus reicht weit zurück. Bereits von 1593 bis 1596 hatten die Portugiesen die Festung von Mombasa auf einem Korallenfelsen errichtet, um die Zufahrt in die Lagune zu schützen. Auch der alte Hafen konnte dadurch nicht von außen angesteuert werden, ohne, dass man es von Fort Jesus aus mitbekommen hätte. Außerdem ging es Portugal darum, in den bis dahin von Nahost und Asien dominierten Handel über den Indischen Ozean einzugreifen. 

 

Fort Jesus war in seiner Geschichte immer wieder in die Hände anderer Gruppen gefallen, beispielsweise Arabern aus dem Oman, aber es wurde auch mehrfach von den Portugiesen verwaltet und gehörte zwischenzeitlich zum Sultanat Sansibar. 1895 übernahm Großbritannien Fort Jesus und machte ein Gefängnis aus der Festung, ehe Fort Jesus in den 1950er Jahren Kenia zufiel und zu einem nationalen Denkmal erklärt wurde. Bereits 1962 wurde Fort Jesus zu einem Museum und 2011 als Unesco-Weltkulturerbe gelistet. 

Wer sich ein wenig für Geschichte, aber auch für Kolonialismus und Rassismus interessiert, die auch bis heute noch das Verhältnis der Menschen in Subsahara-Afrika zu Europa prägen, sollte Fort Jesus auf jeden Fall besuchen. 

 

Das Museum hat montags bis samstags von 8 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet für Tourist*innen 1200 Kenianische Schilling, umgerechnet etwa 10 Euro. Besucher*innen können entweder selbst das 2,4 Hektar große Areal erkunden, oder aber direkt am Eingang einen Guide nehmen. Dabei handelt es sich meistens um Studierende, die sich mit dem Trinkgeld etwas dazu verdienen, offizielle Kosten gibt es nicht (aber bitte gib Trinkgeld, wenn du eine solche Tour machst!). Auch vor dem Eingang zu Fort Jesus in der Altstadt von Mombasa finden sich zahlreiche Guides, die ihre Dienste verkaufen - das ist in dem Fall aber wahrlich nicht nötig. 

 

Ich war kurz mit einer Studentin unterwegs und bin dann aber doch weitestgehend alleine durch das Areal gegangen. Es gibt mehrere Aussichtspunkte in den fünf Türmen, dazu einige Innenräume, in denen historische Stücke zu sehen sind. Andere Räume hingegen bleiben etwas blass, weil wenig zu sehen ist und nicht sofort ersichtlich ist, um was es sich handelt. Beeindruckend fand ich die portugiesischen Wandmalereien in einem Raum, die all diese Jahrhunderte überlebt haben.


Stadtrundgang in Mombasa: Altstadt-Tour

Wirklich viele Altstädte gibt es in Kenia und eigentlich in Subsahara-Afrika generell nicht. In Kenia ist besonders die in Mombasa sehenswert, da sich hier die gesamte Geschichte mit dem arabischen Einfluss, der europäischen Entmachtung und einiger afrikanischen Traditionen zeigt. Die Altstadt von Mombasa bewirbt sich auch um den Status, Unesco-Weltkulturerbe zu werden. 

 

Die Altstadt von Mombasa können Tourist*innen recht einfach erkunden. Zum einen gibt es an vielen Stellen Guides, die für wenig Geld Walking Tours anbieten. Aber Reisende können zumindest tagsüber auch bedenkenlos alleine durch die Altstadt gehen und einfach ein wenig flanieren. So habe ich das gemacht - denn es war mir auch schlicht zu heiß, um mehrere Stunden in einer Tour festzustecken. 

 

Es gibt ein paar wirklich sehenswerte Gebäude mit hübschen Balkonen, teils saniert, teils eher marode. In den Straßen finden sich Kenianer*innen mit leichter Kleidung ebenso wie muslimische Kenianer*innen mit Kopftuch, manchmal auch Chimar oder Tschador, überall drängen sich Autos und Tuktuks durch die sehr engen Gassen und es wird Obst und Gemüse verkauft. Ich fand die Altstadt definitiv sehenswert, auch wenn ich nicht alle Sehenswürdigkeiten der Altstadt von Mombasa abgeklappert habe. Einen guten ersten Eindruck gibt eine Karte zum Download von den National Museums of Kenya zu den Sehenswürdigkeiten der Altstadt von Mombasa und wo man diese findet.


Mombasas Wahrzeichen: Stoßzähne Pembe Za Ndovu

Vielleicht eines der meistfotografierten Dinge in Mombasa: Die Mombasa Tusks, auf Kisuaheli Pembe Za Ndovu. Die vier Stoßzähne spannen sich über die Hauptstraße Moi-Avenue und bilden ein M, das für Mombasa steht. 

 

Errichtet wurden die Pembe Za Ndovu 1952 zu Ehren von Königin Elizabeth, die zu Besuch kam - Kenia war damals noch britische Kolonie.

 

Immer wieder taucht tatsächlich die Frage auf, ob es sich um echtes Elfenbein handelt - nein, dem ist nicht so. Wenn man die Größe von Pembe Za Ndovu sieht, merkt man auch schnell, dass es keine Elefanten gibt, die so groß sind.

 

Im Ursprung bestand das Wahrzeichen aus Holz und zeigte nur zwei Stoßzähne, da die Moi Avenue damals nur zweispurig war. 1956 wurde die Moi Avenue erweitert auf vier Spuren und die Mombasa Tusks wurden ebenso ausgebaut: Heute handelt es sich um eine Aluminium-Konstellation bestehend aus vier Stoßzähnen.

 

Obwohl die Mombasa Tusks so häufig fotografiert werden, ist es gar nicht so einfach, ein gutes Bild hinzubekommen. Rund um das Wahrzeichen von Mombasa sind überall Autos geparkt - und es ist auch ziemlich unklug, sich nur für ein Foto mitten auf die Straße zu stellen - der Verkehr kann grausam sein.


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Religionen in Mombasa: Kirchen, Moscheen und Tempel

Nicht nur bei Kulturen und Traditionen ist Mombasa enorm vielfältig. Die Bevölkerungen aus den unterschiedlichen Gebieten Kenias und weltweit führen dazu, dass Mombasa eine der Städte in Kenia ist, in der verschiedene Religionen ausgeübt werden und keine komplett dominant ist. 

 

Rund 450.000 der 1,2 Millionen Einwohner*innen Mombasas sind muslimisch, etwas mehr (59 Prozent) sind einer der christlichen Religionen zugehörig, außerdem gibt es durch die Verbindung über den Indischen Ozean auch einige Menschen, die den Hinduismus praktizieren. Und so finden sich in Mombasa mehrere Tempel, Kirchen und Moscheen - teilweise in unmittelbarer Nachbarschaft. 

 

Eine der ältesten Moscheen in Mombasa ist die Mandhry Mosque in der Altstadt, die bereits 1570 errichtet wurde.  Dominant im Altstadt-Bild ist zudem die 1982 errichtete Bohra-Moschee mit dem weißen Minarett. Einige der Moscheen dürfen auch von nicht-muslimischen Tourist*innen besucht werden. 

 

Wer durch die Altstadt geht, findet auch eine erstaunliche Anzahl von Hindu-Tempeln, allerdings oft etwas versteckt in Innenhöfen. Dazu gehören etwa der Tempel Shri Cutch Satsang Swaminarayan oder Shri Swaminarayan Mandir. Wer sich dafür interessiert, sollte vorab auf Google Maps schauen, wo sich der Tempel befindet, um ihn nicht zu verpassen - denn anders als die Moscheen sind die Tempel kaum zufällig zu sehen.


Kenias Küste: Mombasa am Indischen Ozean

Obwohl Mombasa eine Insel ist (also das Zentrum) und international auch den Ruf genießt, dass Reisende hier traumhafte Strände finden (umgangssprachlich wird Mombasa auch als Synonym für die Küste verwendet), ist das nicht unbedingt so.

 

Im Zentrum von Mombasa gibt es keine Badestrände.  Die gesamte Insel, zu der die Altstadt gehört, und die die Innenstadt ausmacht, gibt es keine Badestellen. Und selbst wenn es welche gäbe, man würde hier wohl nicht wirklich baden wollen, bei all dem Stadt-Dreck, der im Wasser landet. 

 

Aber einmal von der Insel herunter, gibt es zentrumsnah und noch zum Stadtgebiet von Mombasa gehörend, einige Strände. Den Bereich südlich von Mombasa bis zur Grenze zu Tansania nennt man Südküste, den nördlichen Bereich gen Somalia Nordküste. 

 

Die Südküste ist etwas schwieriger zu erreichen, weil es keine Brücke gibt und jeder, der gen Süden mit dem malerischen Diani Beach möchte, die Fähre nehmen muss. Zu den Stränden an der Südküste, die zu Mombasa gehören, zählt der lange Shelly Beach, der Qwetu Beach sowie Tijara Beach. Meistens ist es besser, ein paar Kilometer weiter zu fahren, um einen sauberen Strand zu haben. 

 

An der Nordküste finden sich im Bereich des Stadtgebiets einige wunderschöne Strände. Der nächst gelegene ist der Nyali Beach, der allerdings doch etwas durch die Nähe zur Innenstadt und das Abwasser, das im Indischen Ozean landet, beeinflusst wird. Einige Kilometer weiter ist das schon deutlich besser: Der Bamburi Beach gehört zur Kategorie Traumstrand und liegt nur rund 20 Fahrminuten vom Zentrum Mombasas entfernt. Hier lässt sich wunderbar schnorcheln und es gibt einige tolle Hotels, wie die Severin Sea Lodge oder der Travellers Beach Club. 


Safari: Schnorcheln im Mombasa Marine Nationalpark

Eigentlich ist es ein wenig außerhalb von Mombasa, zumindest außerhalb des Zentrums, denn der Mombasa Marine Nationalpark, ein Meeresschutzgebiet im Indischen Ozean, befindet sich am Bamburi Beach wenige Kilometer nördlich von Mombasas Innenstadt. Nur rund 800 bis 1000 Meter vom Strand entfernt sind im Wasser Bojen zu sehen, die die Gebiete mit den bunten Korallenriffen markieren. 

 

Auch wenn die Riffe in Kenia (wie fast nirgendwo) nicht mit denen im Roten Meer von Jordanien und Ägypten zu vergleichen sind, so ist das Korallenriff vom Mombasa Marine Nationalpark das schönste, das ich bisher in Kenia gesehen habe.

 

Es ist recht groß und gut erhalten - und ich habe auch jede Menge tolle Tiere entdeckt, etwa Muränen, Kofferfische,  Falterfische, Anemonenfische, Doktorfische, Seesterne, Igelfische und Kugelfische.

 

Um den Mombasa Marine Nationalpark zu besuchen und dort zu tauchen oder schnorcheln, musst du vorab ein Ticket kaufen, das 15 USD kostet. Zusätzlich musst du dich einer Bootstour anschließen (außer, du willst den gesamten Weg dorthin schwimmen, was auch möglich ist). Meistens ist bei der Bootstour nicht nur die Fahrt zum Mombasa Marine Nationalpark mit Zeit zum Schnorcheln inkludiert, es geht danach oft noch zur Sandbank, hinter der das tiefe und offene Meer beginnt und die zauberhafte weiße Traumstrände mittem im türkisfarbenen Indischen Ozean offenbart.


Shopping in Mombasa: Märkte, Malls und Co

Wie in vielen Städten in Kenia (und generell in Subsahara-Afrika) kannst du auch in Mombasa quasi an jeder Ecke einkaufen. Überall gibt es kleine Marktstände, wo Obst, Gemüse, Wasser, Kekse und Co verkauft werden.

 

Beliebte Straßen sind Biashara Street sowie der Marikiti Market an der Digo Road am Rande der Altstadt von Mombasa. Hier gibt es nicht nur Lebensmittel, sondern auch Souvenirs, Holzhandwerk, Kleidung und Stoffe zu kaufen.

 

Apropos Souvenirs und Holzhandwerk: Akamba Handicraft ist eine der größten Holzschnitzereien in Kenia. Hier wirst du auf jeden Fall fündig - wenngleich Touristenpreise zu zahlen sind. Das Schnitzerdorf, wie Akamba gerne genannt wird, liegt zwischen der Altstadt von Mombasa und dem Flughafen / Bahnhof.

 

Wen es weiter aus der Stadt rauszieht, findet die größten Märkte mit dem Kongowea Market und dem Mariakani Market über die Brücke Richtung Nyali. Nyali ist ohnehin ein guter Tipp. Wer lieber ein gut sortiertes Shopping Center bevorzugt, sollte nämlich die Nyali Mall aufsuchen. Hier hast du am Abend auch eine große Auswahl an internationalen Restaurants, tagsüber kannst du dich mit Brot und anderen Dingen eindecken. Hier findest du auch eine große Auswahl an Shops, etwa einen Safaricom-Laden, falls du eine kenianische SIM-Karte kaufen möchtest (Ausweis nicht vergessen). 

 

Übrigens: Seit es vor einigen Jahren einen Terroranschlag auf die Westgate Mall in Nairobi gab, sind die Sicherheitsvorkehrungen in Einkaufszentren enorm ausgebaut worden. Wie am Flughafen wird dein Gepäck (Handtasche, Rucksack etc.) mit einer Maschine durchleuchtet oder vom Personal durchsucht (manchmal auch beides) und du musst, ebenfalls wie am Flughafen, durch eine Sicherheitskontrolle, um das Einkaufszentrum betreten zu dürfen. Autos werden bisweilen auch durchsucht, teilweise mit mechanischem Gerät (auf mögliche Sprengsätze unter dem Auto), teilweise von Menschen (Kofferraum muss geöffnet werden etc.). 


Hallerpark, Safari & Co: Ausflugsziele in und um Mombasa

Die für mich beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten von Mombasa habe ich bereits gelistet. Es gibt aber noch ein paar andere, die beliebt bei Tourist*innen sind. 

 

Ein beliebtes Ausflugsziel in Mombasa ist der Haller Park in Nyali, benannt nach dem Schweizer Zoologen Rene Haller, der den Haller Park lange führte. Der Haller Park entstand Ende der 50er Jahre als Naturschutzgebiet auf einem ehemaligen Zemetgebiet und Steinbruch. Viele Tiere dürfen sich hier recht frei bewegen, darunter Giraffen, Buschschweine und Oryx-Antilopen, werden allerdings bisweilen auch von Tourist*innen gefüttert. Zudem haben das Glück nicht alle Tiere: Die Eland-Antilopen hat man gezähmt, um sie zu melken. Zudem werden die Schlangen wie im Zoo in Terrarien gehalten. Ich hatte zuletzt öfter gelesen, dass der Haller Park eher einem Zoo gleicht, weshalb ich ihn bisher nicht besucht habe. Der Eintritt in den Haller Park kostet 20 US-Dollar.

 

In Nyali gibt es zudem Mamba Village, ein Tierpark mit Schlangen, Krokodilen (Crocodile Farm) und einem Aquarium. Nach eigenen Angaben ist es die größte Krokodilfarm in ganz Afrika mit 10.000 Exemplaren - die auch vor Besucher*innen gefüttert werden. Ich mag solche Anlagen nicht, deshalb kann ich auch hier nicht sagen, ob sich ein Besuch lohnt. 

 

 

Was hingegen ein richtig toller Ausflug ist, aber mindestens einer Übernachtung (eher zwei oder drei) bedarf, ist eine Safari im Tsavo East Nationalpark. Der Park ist für die riesigen Elefantenherden und die rot Erde bekannt - was dazu führt, dass auch die Elefanten oft rot wirken. Nebenan befindet sich der Tsavo West Nationalpark, der sich landschaftlich und auch was die Tiere angeht, deutlich vom Tsavo East unterscheidet. Der Tsavo West Nationalpark eignet sich eher für jene, die mehr Zeit haben. 

 

Ebenfalls bei Tourist*innen beliebt ist das Shimba Hills Reserve, ein Naturschutzgebiet in der Nähe des Diani Beach. Hier kannst du Antilopen, Elefanten und andere wilde Tiere sehen. Anders als der Name vermuten lässt, ist die Chance, Löwen zu sehen, hier allerdings nahezu null. Beliebte Ziele innerhalb Shimba Hills ist der Wasserfall Sheldrick Falls sowie die bekannte Treetop-Lodge, wo du in Hütten auf Stelzen übernachtest. 

 

Wer Richtung Bamburi unterwegs ist, kann auch einen Abstecher zum Mtwapa Creek machen, einem Meeresarm des Indischen Ozeans, der Mombasa und Mtwapa trennt. Hier kann man mit dem Boot schippern, angeln gehen oder sich am Wassersport ausprobieren. In Richtung Süden ist der Kongo River (dabei handelt es sich NICHT um den großen Kongo River). Hier lässt sich am Ufer entlang spazieren und es werden Bootsfahrten angeboten - dabei unbedingt Augen und Ohren offenhalten, denn der Kongo River ist Heimat zahlreicher Vögel.


Wissenswertes zu Mombasa: ÖPNV, Hotels und Co

Mombasa wird von einigen internationalen Fluglinien angeflogen, darunter Eurowings Discover und Ethiopian Airlines. KLM und Turkish Airlines (TK) haben aktuell und noch bis mindestens einschließlich Oktober keine Landeerlaubnis für Mombasa. TK verkauft zwar online Tickets, ist seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Kenia aber nicht mehr nach Mombasa geflogen.  

 

Auch von der kenianischen Hauptstadt Nairobi aus kommt man gut nach Mombasa. Es gibt mehrere Flüge am Tag, etwa mit Kenyan Airways, Fly540, Jambojet, 748 Air Service und Skyward Express. Eine Strecke kostet rund 50 Euro.

 

Seit 2018 verbindet der Madaraka Express, ein Zug betrieben durch ein chinesisches Unternehmen, täglich zwei bis drei Verbindungen von Nairobi nach Mombasa (und umgekehrt) - bei der Zugfahrt können Reisende sogar Elefanten sehen, denn die Strecke führt zwischen dem Tsavo East Nationalpark und dem Tsavo West Nationalpark vorbei. Die Fahrzeit beträgt rund fünf Stunden, ein Ticket kostet rund 10 Euro. Außerdem gibt es weniger empfehlenswerte Fernbus-Verbindungen - weniger empfehlenswert, weil sie im Vergleich zum Zug unsicherer und teurer sind (15 Euro) und länger brauchen (circa 8 Stunden). 

 

Innerhalb von Mombasa kannst du dich entweder zu Fuß fortbewegen oder aber öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Am beliebtesten sind Tuktuks, aber auch Motorradtaxis (Bodaboda oder Pikipiki genannt) finden sich an allen Ecken. Mit Matatus (Minibussen) kannst du dich ebenfalls in Mombasa bewegen, sie sind am günstigsten, eignen sie sich allerdings besser für Strecken nach außerhalb als innerhalb der Stadt selbst. Für die Abendstunden empfiehlt es sich, auf ein Uber zurückzugreifen - günstiger und sicherer als normale Taxis.

 

In Mombasa übernachten die wenigsten Tourist*innen - denn meistens empfiehlt es sich, die Stadt in einem Tagesausflug zu erkunden. Im Zentrum von Mombasa gibt es nur wenige Hotels, die sowohl preislich als auch von der Qualität her passen. Es gibt daher auch wirklich wenig Auswahl für Hotels innerhalb der Stadt. Wer gerne nah am Zentrum wohnen möchte, kann sich beispielsweise am Bamburi Beach, der noch zum Stadtgebiet von Mombasa gehört, ein Hotel nehmen. Von dort aus ist man in 20 Minuten in der Innenstadt von Mombasa. Die Südküste eignet sich hier weniger - um ins Zentrum von Mombasa zu kommen, muss eine Fähre genommen werden, die ein richtiger Zeitfresser sein kann.

 

Wer gut essen gehen möchte, besucht das Restaurant Tamarind Mombasa, es gilt als bestes Restaurant in Mombasa, was Meeresfrüchte und Fisch angeht. Außerdem gibt es das Essen nicht nur traditionell und klassisch im Restaurant, man kann es auch bei einer Bootsfahrt genießen, im Tamarind Dhow.


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Kommentare: 6
  • #1

    Mo (Montag, 01 August 2022 21:12)

    Liebe Miriam,

    wow, ist das erste, was mir nach dem Lesen deines Artikels in den Sinn kommt. Ich hätte nicht erwartet, dass Mombasa so viele verschiedene spannende Begegnungen parat hat. Hochinteressant finde ich die historische Vergangenheit und das sie noch heute so sichtbar ist.
    Fort Jesus wäre definitiv eins der Ziele, die auf jeden Fall in Augenschein nehmen würde. Aber auch die Malls und Märkte reizen mich.
    Eine Sache interessiert mich jetzt aber doch brennend. Warum ist das Nutzen eines Ubers sicherer als das eines Taxis?

    Liebe Grüße
    Mo

  • #2

    Katharina (Montag, 01 August 2022 21:42)

    Ich habe ehrlich gesagt noch nie etwas von Mombasa gehört und hätte Kenia nie in Verbindung mit Schnorcheln gebracht. Danke für den sehr informativen und inspirierenden Artikel, Miriam! :)

    Liebe Grüße,
    Katharina

  • #3

    Annkathrin (Dienstag, 02 August 2022 16:15)

    Wow! Jedes Mal, wenn ich einen Artikel von dir lese, ist dass das Erste, was mir einfällt. Es ist super beeindrucken, wie ausführlich du über deine Reiseziele berichtest. Was ich sehr spannend finde, ist wie du dich auch mit der Geschichte jeweils auseinandersetzt. Ich finde, dass das bei vielen Reisen leider untergeht. Sich mit dem Kolonialismus auseinanderzusetzen ist so wichtig, um einiges zu verstehen. Toll, dass du dazu Fort Jesus besucht hast. Die Bilder von den Wandmalereien sind echt beeindruckend. Krass, dass damals Dinge erschaffen worden sind, die so lange überdauern.

    Liebe Grüße,
    Annkathrin

  • #4

    Steffi (Dienstag, 02 August 2022 18:39)

    Huhu,

    Wahnsinn wie viele Sehenswürdigkeiten es in Mombasa ist. Richtig interessant und beeindruckend finde ich die Stoßzähne Pembe Za Ndovu. Das werde ich auch direkt fotografieren, da sie echt was her machen ..

    Bei einer Shoppingtour würde ich natürlich auch nicht nein sagen ;-)

    LG
    Steffi

  • #5

    Jana (Dienstag, 02 August 2022 19:53)

    Dank dir habe ich wieder ganz viel über Kenia und in diesem Fall über die heimliche Hauptstadt Mombasa gelernt! Vom Namen her kannte ich diese Stadt natürlich schon vorher, aber was es dort alles zu sehen und bestaunen gibt, wusste ich bis eben nicht. Ein bisschen "neidisch" bin ich über den Zugpreis, wir müssen demnächst auch wieder weiter fahren und das kostet uns über 100 Euro pro Fahrt. Aber egal! Über dier erwähnten Märkte würde ich auch gern mal schlendern! Ich lasse mich so gern inspirieren!

    Liebe Grüße
    Jana

  • #6

    Vici (Mittwoch, 03 August 2022 05:33)

    Kenia steht schon länger auf meiner Bucket-Liste und du machst es mir immer schmackhafter. ^^

    Find deine Beiträge immer wirklich toll. Danke dafür.

    LG,
    Vici