Kaffeeplantage und Natur im Paradise Lost

Paradise Lost ist ein größeres Naherholungsgebiet in der Nähe der Stadt Kiambu, rund 15 Kilometer vom Zentrum Nairobis entfernt. Es liegt etwas abgelegen von der Hauptstraße Kiambu Road - inmitten einer Kaffeeplantage. Denn obwohl Paradise Lost einen Wasserfall, einen See, ganz viel Abenteuer und eine wunderbare Pflanzen- und Vogelwelt zu bieten hat, geht es auf der Farm vor allem um eines: Kaffee. Bei einer Führung durch die Kaffee-Plantage lernen Besucher mehr über Bohnen, Ernte und die Bearbeitung des Gebräus. Im Shop lässt es sich dann auch für wenig Geld mit Kaffee, egal ob gemahlen oder in Bohnen, ob stark oder eher mild, eindecken.


Paradise Lost: Kaffeeplantage und Naherholungsgebiet

Während der staatliche Karura Forest in Nairobi mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Matatu, Tuk Tuk, Boda Boda) gut erreichbar ist, da sowohl an der Kiambu Road als auch an der Limuru Road direkt Haltestellen sind, ist es mit Paradise Lost rund 15 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums etwas schwieriger.

 

Das Matatu hält an der Kiambu Road, der Hauptverbindung von Nairobi nach Kiambu, von dort aus geht es etwa eine dreiviertel Stunde bergauf zum Parkeingang, die letzten gut 20 Minuten führen durch eine Kaffeeplantage.

 

Wer durch das Eingangstor geht, sollte an der ersten Abzweigung auf der Plantage einen Blick nach links wagen. Dort befindet sich ein kleiner Tümpel, an dem sich imt etwas Glück allerlei Vögel versammeln, unter anderem sieht man dort sehr häufig Marabus.

 

Paradise Lost: Ziplining, Wasserfall und Steinzeithöhle

Paradise Lost (Eintritt 10 Dollar) hat viel im Angebot. Zum einen sind da Picknick-Plätze, aber auch Pferd- und Kamelreiten (ich weiß leider nicht, unter welchen Bedingungen die Tiere dort leben und wäre daher vorsichtig - sie bewegen sich auf dem Gelände allerdings frei), Bootfahren auf dem See oder Bogenschießen.

 

Seit 2019 gibt es auch eine Zipline-Anlage, auf Höhe des Restaurants geht es an ein Seil geschnallt fliegend über den See. Vor einigen Jahren war das in Kenia noch richtig speziell, inzwischen weiß ich allein im näheren Umkreis von mehreren Orten, etwa am Redhill Dam oder im Kimende Forest, die eine solche Anlage bieten.

 

Wer all das nicht machen möchte (kostet alles extra), kann auch einfach durch den Park/Wald wandern.

 

Es gibt einen Wasserfall und eine tolle Steinzeithöhle, die tief hinein in den Berg führt. Unter der Woche ist beides kostenfrei zugänglich, am Wochenende sind etwa zwei Dollar Eintritt dafür notwendig. Zu der Steinzeithöhle kommt man übrigens in dem man hinter dem Wasserfall hindurch geht, was auch nochmal ein kleines Highlight ist.

Paradise Lost in Kiambu: Ein Paradies für Vögel in Kenia

Der Park ist bekannt für seine große Anzahl an Vögeln. Überall piept und zwitschert es. Schon auf dem Weg zum Parkeingang kreisen Marabus am Himmel, im Park sieht man auch öfter mal Adler oder andere Greifvögel.

 

Besonders schön ist es daher auch am Ufer des Sees, da sich hier natürlich am meisten Vögel aufhalten. Außerdem solltet ihr recht still sein, in einer größeren Gruppe, in der man sich unterhält, verstecken sich die Vögel doch öfter mal. Als ich alleine dort war hingegen hatte ich ganz wunderbare Sichtungen.

 

Generell ist Paradise Lost ein wirklich schöner kleiner Ort für eine Auszeit vom trubeligen Nairobi. Durch die für Touristen aber hohen Eintrittsgelder plus das extra zahlen für wirklich alles im Park lohnt sich ein Besuch nur in Verbindung mit einer (kostenlosen) Plantagen-Führung.


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Paradise Lost: Eine Führung über die Kaffeeplantage

Die Kaffee-Plantage st auch eines der Dinge, die Paradise Lost im Verhältnis zum deutlich günstigeren Karura Forest so besonders macht.

 

Es gibt einen eigenen kleinen Kaffee-Shop, wo sich frischer Kaffee erwerben lässt, in verschiedenen Stärken und Ausführungen, und er schmeckt richtig gut. Der Shop hat montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet und samstags von 8 bis 13 Uhr.

 

Noch spannender allerdings ist eine Kaffee-Plantagen-Führung. Wer etwas Zeit hat, sollte dieses kostenlose Angebot annehmen (Trinkgeld natürlich erwünscht). Die Führungen sind werktags von 10 bis 12 Uhr oder von 13 bis 15 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr, ansonsten aber auch nach Absprache.

 

Ich war bisher dreimal in Paradise Lost und habe auch zweimal eine Kaffee-Tour mitgemacht und das ist wirklich sehr spannend. Meistens gibt es keine größeren Gruppen, so dass die Tour sehr individuell gemacht wird. So hat Alpha, der Besitzer der Anlage, bei beiden Touren gefragt, wie lange wir Zeit haben und wie viel wir wissen wollen. 

 

Alpha hat meine Familie und mich und später auch meine Freundin und mich geführt und er lebt wirklich für den Kaffee. Er hat uns beispielsweise erklärt, welche Bedingungen es braucht, damit Kaffee wächst und sein Aroma entfaltet, welche Arten von Kaffee es gibt und wann und wie die Ernte aussieht.

 

Bei der Tour macht man alle Stadien des Kaffees mit: Man lernt über das säen und das Wachsen der Bohne, danach geht es in die Ernte-Bedingungen wieder und man sieht Maschinen und Anlagen, mit denen die Bohne bearbeitet wird. Ganz am Ende erklärt ein weiterer Mitarbeiter in einem Raum, wie die Bohnen gemahlen werden und welche verschiedene Stadien es dabei gibt.

Mehr Informationen gibt es auf der Facebook-Website von Paradise Lost.


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Kommentare: 1
  • #1

    Jana (Sonntag, 04 Oktober 2020 21:25)

    Ich bin zwar selbst kein Kaffeetrinker, aber solch eine Tour würde ich auch mitmachen. Es ist bestimmt interessant, dem Besitzer zuzuhören und man lernt sicher einiges über Deutschlands liebstes Getränk :)

    Liebe Grüße
    Jana