Schnorcheln in den großen Riffen vor Mnemba Island

Wer fragt, wo man auf Sansibar schnorcheln kann,  bekommt immer die gleiche Antwort: Mnemba Island.  

Schnorcheltouren zu den riesigen Korallenriffen vor der privaten Insel Mnemba Island, die angeblich Bill Gates gehören soll, starten von ganz Sansibar aus, allerdings liegt Mnemba Island im Nordosten, daher ist Nungwi als Ausgangspunkt sehr praktisch. Von hier aus dauert die Überfahrt nicht lange und es ist daher auch nicht so teuer. Vor Mnemba Island erwartet Wassersportfans herrlich klares Wasser, das in verschiedenen Blau- und Türkistönen schimmert und beste Sicht auf die Unterwasserwelt ermöglicht. Mit etwas Glück, kannst du hier auch Schildkröten und Rochen treffen.


Mnemba Island auf Sansibar: Privatinsel im Norden

Wer auf Sansibar, einer zu Tansania gehörenden Insel, Urlaub macht, macht in der Regel vor allem Strandurlaub. Dennoch - nebst einigen Ausflügen wie einer Gewürztour oder beim Besuch der bis zu 194 Jahre alten Schildkröten  auf Prison Island - bietet sich auch eine Schnorcheltour auf Sansibar an. Denn der Indische Ozean ist hier glasklar und das Wasser schimmert in verschiedenen Blau- und Türkistönen - und bietet eine tolle Sicht für Schnorchler und Taucher. 

 

Mein Ausgangspunkt auf Sansibar war die bezaubernde Strandgegend um Nungwi - und das ist ideal für einen Schnorchelausflug. Das bekannteste Riff von Sansibar liegt nämlich auf der separaten Privatinsel Mnemba Island nordöstlich vor der Küste Sansibars. Wer auf Sansibar danach fragt, wo man hier schnorcheln kann, wird immer die gleiche Antwort bekommen: Mnemba Island! 

 

Da ich ja nun bekanntlich ein großer Fan vom Schnorcheln bin, wollte ich also eine solche Tour nach Mnemba Island machen. Angeboten werden sie auf der Sansibar überall, am besten ist eine Anreise aber tatsächlich aus Nungwi, weil es der nächste Ort der Hauptinsel ist. Da die Bootsfahrt dann nicht so lange dauert und daher auch billiger ist, ist Nungwi ein beliebter Abfahrtsort für die Boote.  

So war es auch in meinem Fall. Meine Unterkunft in Nungwi hat den Ausflug für mich organisiert. Der Tag hat 17 US-Dollar gekostet und Transport, Schnorchel-Ausstattung und Mittagessen waren darin beinhaltet. Also ein sehr fairer Preis! 

 

Abgeholt wurde ich direkt an meiner Unterkunft, das ist wohl der Vorteil, wenn man ein Beach-Bungalow mietet. Wir waren rund 20 Personen auf dem Holzboot, dazu einige Tansanier, die uns etwas unterhalten haben und ein bisschen was zur Gegend erzählt haben. 

 

Rund zwei Stunden dauert die Fahrt von Nungwi (oder auch Kendwa, ebenfalls ein beliebter Abfahrtsort) zum Mnemba Atoll und dabei zeigt sich der Indische Ozean in einer wahnsinnig tollen Farbenpracht! Ich habe noch nie solche Wasserfarben gesehen! 

 

Speziell an Mnemba Island ist übrigens, dass man die Insel nicht betreten darf. So fahren zwar täglich Hunderte Ausflügler zum Mnemba Atoll, um dort zu schnorcheln, an Land darf dort aber niemand gehen. Die kleine Insel mit den Traumstränden ist in Privatbesitz, nur Gäste des Luxus-Ressorts dort dürfen auf die Insel. 


Schnorcheln auf Sansibar in den Riffen vor Mnemba Island

Wie du sicher schon erahnen kannst: Wenn alle den einen Spot zum Schnorcheln empfehlen, ist dort auch einiges los. Ich war im April und damit zur Nebensaison auf Sansibar, was den Vorteil hatte, dass es nicht komplett überfüllt war, auch wenn rund um das Mnemba Atoll doch einiges los war. 

 

Die Boote halten direkt am Rande des Korallenriffs und lassen die Gäste aussteigen. Dann fahren die Boote etwas weiter außerhalb und ankern dort. 

 

Rund zwei Stunden hatten wir Zeit, das Mnemba Atoll zu erkunden. Es gab zwar einen Guide, an den sich die Reisenden bei Bedarf halten konnten und der auch das ein oder andere Tier entdeckte, das man alleine vielleicht nicht gesehen hätte. Aber man darf durchaus auch alleine losziehen. Ich habe etwas gewechselt, war erst eine Weile in der Gruppe und habe mich dann etwas abgesetzt, um die Unterwasserwelt alleine zu erkunden. 

 

Ja, die Unterwasserwelt - die ist rund um die Korallenriffe vor Mnemba Island wirklich ganz entzückend. Es gibt hier super viele bunten Fische. Das ganze Szenario wirkt aber einfach traumhaft und wunderschön - ich fand es grandios: Diese Farben, dieses Wasser, die weißen Sandstrände vor Mnemba Island - das war echt der Wahnsinn.

 

Mit etwas Glück kannst du hier Schildkröten, Delfine, Seesterne, Rochen, Oktopusse oder Rotfeuerfische entdecken. Das war mir leider vergönnt - dennoch hatte ich super schöne Stunden unter Wasser, auch wenn ich meine Unterwasserkamera vergessen hatte. 

 

Leider hat sich noch nicht bis zu allen Besuchern und Guides herumgesprochen, dass es nicht so cool ist, wild lebende Tiere - auch Fische - zu füttern. Und so hatte der ein oder andere Brot oder andere Leckerlis dabei, die große Fischschwärme angezogen haben. Das ist zwar toll fürs Foto, aber leider nicht so toll für die Umwelt und das Ökosystem - solltet ihr also schnorcheln gehen, egal wo auf der Welt, bitte füttert keine Fische und bitte fasst auch das Korallenriff nicht an, tretet darauf herum oder nehmt Tiere, wie etwa Seesterne, aus dem Wasser.


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Tour nach Mnemba Island: Mittagessen am Strand

Am Morgen waren wir losgefahren und nach zwei Stunden schnorcheln hatten alle an Bord ordentlich Hunger. Wie bei vielen dieser Ausflugstrips war auch bei der Tour nach Mnemba Island ein Mittagessen inklusive. 

 

Da man Mnemba Island ja nicht betreten darf, mussten wir ausweichen - direkt gegenüber von Mnemba Island an der Nordostküste Sansibars liegt Muyuni, eine Anlegestelle für Boote. Dorthin fuhren wir in der Mittagszeit, die Überfahrt dauert nur wenige Minuten. 

 

Leider hat das Wetter so gar nicht mehr mitgespielt und es hat ein wenig angefangen zu regnen. Auf den Bildern zur Mittagszeit sieht man die dicken dunklen Wolken, die da am Himmel waren. Da es aber immer noch mehr als 30 Grad hatte und ich vom Schnorcheln eh nass war, war es nicht weiter schlimm, auch noch Regen abzubekommen. 

 

Beim Essen saßen wir etwas geschützter unter den Bäumen - es gab verschiedene Fischarten, Reis, Gemüse und Obst - dazu kalte Getränke. Viele Tourenanbieter legen hier einen Stopp zur Mittagszeit ein, weshalb es eine gute Infrastruktur gibt, was die Versorgung der Touristen angeht.  Nach dem Essen war es zwar immer noch grau, aber es hatte aufgehört zu regnen und so konnten wir noch ein klein wenig am schönen Strand spazieren gehen. Die Wasserfarben hier waren noch intensiver! Nur schade, dass ich es nicht bei Sonnenschein erleben und fotografieren konnte.


Mnemba Island: Rückfahrt nach Nungwi mit Ausblick

Normalerweise legen die Touranbieter wohl etwas mehr Zeit beim Mittagessen ein, sodass man nach den Stunden auf dem Boot und im Wasser des Mnemba Atoll noch etwas am Strand chillen kann. Das war aufgrund des Wetters bei uns aber nicht so. Einige Gäste hatten auch ein wenig drauf gedrängt, bei dem Wetter eher zurückzufahren. 

 

Für mich war es auch okay, da der Strand nass war, hätte es nicht so viel Spaß gemacht, sich hier hinzulegen. 

 

Also ging es wieder zurück aufs Boot und wir traten die rund zweistündige Reise zurück an. Mit dem Boot fuhren wir dieses Mal nahe an der Küste entlang, was besonders schön war. Nungwi bildet die Nordspitze von Sansibar und deshalb sind wir quasi einmal von Nordosten nach Nordwesten gefahren und haben Nungwi mehr oder weniger umrundet. 

Wer die Bootsfahrt macht, sieht dabei nicht nur das herrlich klare türkisfarbene Wasser (die Sonne kam am Ende auch wieder raus!), sondern hat auch einen tollen Blick auf die Strände und die Küstenlinie im Norden von Sansibar. 

 

Je näher wir an die Nordspitze kamen und uns damit Nungwi näherten, desto mehr touristische Infrastruktur war an den weißen Stränden zu sehen: Sonnenliegen, Hotels, Bars oder auch Wassersport-Buden mit Booten, Stand-Up-Paddling und Co. 

 

Für mich war das auch eine tolle Art, Nungwi mal anders kennenzulernen. Ich hatte eh nur vier Tage dort und damit wenig Zeit und war meistens in der Umgebung meines Hotels unterwegs. Dann habe ich bei der Bootsfahrt aber beispielsweise den Leuchtturm von Nungwi gesehen - ich liebe Leuchttürme! Und Mitreisende haben mir erzählt, dass sie in der Nähe des Leuchtturms in einer Auffangstation für Schildkröten waren - ich hab also direkt auch noch Tipps für die nächsten Tage mitgenommen.


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Kommentare: 3
  • #1

    Nikita (Mittwoch, 20 Januar 2021 20:39)

    Wow, das hört sich nach einer durch und durch traumhaften Erfahrung an! � Vor allem jetzt mit dem Lockdown bin ich auf der ständigen Suche nach neuen Traumzielen und ich werde Sansibar gleich auf meine Liste setzen! Danke für diesen tollen Input!

  • #2

    Anja (Donnerstag, 21 Januar 2021 14:03)

    Liebe Miriam,
    Sansibar würde mich auch interessieren, es sieht paradiesisch aus - ich würde auf jeden Fall die Schildkröten besuchen. ♡
    Geschnorchelt bin ich bisher erst ein Mal, in der Nähe der Ilha Grande bei Rio. Das war traumhaft schön und ich hätte große Lust, das wieder einmal zu machen. Wer weiß, wann...
    Herzlichen Gruß
    Anja von STADT LAND WELTentdecker

  • #3

    stephan (Freitag, 22 Januar 2021 14:49)

    Hi Miriam,
    ich bin total neidisch auf dich! Wie du es beschreibst muss Sansibar und die Wasserwelt traumhaft schön sein.
    Ich war zwar schon etliche male Tauchen, aber einen Schnorcheltripp habe ich noch nie gemacht, wieder ein Punkt mehr den ich dringend auf meine to do Liste aufnehmen muss.
    Wann soll ich das nur alles schaffen?
    LG
    Stephan von Blindfuchs.de