Roadtrip: 1. Stopp Flensburg

Was macht man als Student, wenn man wenig Geld hat, um zu verreisen? Und nach dem Praktikum in Flensburg noch rund drei Wochen bis zum Semesterbeginn in Passau hat? Richtig, man nutzt die Autofahrt, die man ohnehin machen müsste und quartiert sich bei Freunden unterwegs ein. Mehr als 1500 Kilometer waren es am Ende.

 

Mit meinem kleinen roten Polo machte ich mich 2008 auf den Weg. Ich hielt dort an, wo ich Freunde und Bekannte hatte. Über Flensburg mit einem Abstecher nach Glücksburg ging es nach Kiel, über den Nord-Ostsee-Kanal nach Heide mit einem Ausflug nach Büsum an die Nordsee. In Hamburg und Oldenburg besuchte ich Leute, es gab einen Tagesausflug nach Bremen. Über einen Stopp in Hannover bin ich in Kassel gelandet, wo wir Ausflüge nach Bad Sooden-Allendorf, Hessisch Lichtenau, auf den Hohen Meißner und nach Melsungen machten.

 

Hier geht es um meine Zeit in Flensburg, die weiteren Stopps sind unten verlinkt.


Stopp 1: Flensburg

Flensburg, das ist nicht nur die Stadt, in der man die Punkte bei Vergehen im Straßenverkehr bekommt. Und Flensburg ist auch nicht nur die Stadt, die mit der SG Flensburg-Handewitt einen Handball Champions League Sieger stellt. Flensburg ist natürlich auch die Stadt des Wassers.

 

Alles dreht sich rund um die Flensburger Förde, das Schiffswesen und die Meeresbewohner. Vor allem am westlichen Ufer gibt es einiges zu entdecken, nebst schönen Blicken auf die Stadt.

 

Von der Hafenspitze aus ist zunächst das Kompagnietor aus dem 17. Jahrhundert zu sehen. Danach warten das Schifffahrtsmuseum, der Alte Kaufmannhof und direkt am Wasser gelegen die Museumswerft. Hier kann man Werftarbeitern dabei zusehen, wie sie aus Plänen von vor 100 bis 200 Jahren Segelschiffe nachbauen.

 

Aus der alten Kornmühle Walzenmühle, deren Gebäude nicht mehr wirklich an eine Mühle erinnert, auch wenn das hohe Silo noch zu sehen ist, wurde ein Medien- und Kulturzentrum und man kann sich hier trauen lassen.

 

Wer an der Museumswerft angekommen ist, muss noch rund 200 Meter weiter an der Förde entlang gehen, um dann zu linker Hand das Nordertor, der Eingang zur Altstadt, zu finden. Hier geht es zurück über die Norderstraße zur Großen Straße, der Fußgängerzone mit zahlreichen Geschäften.

 

An der Ecke der Großen Straße zur Marienstraße wartet ein Kulturdenkmal: Das Porticus 1740 ist die älteste Kneipe der Stadt. Daneben steht die Marienkirche.

 

Spannend wird es dann wieder rund um die Rathausstraße: Wer sich westlich hält, passiert das Stadttheater und kommt zum Museumsberg mit den zwei Gebäuden, dem Heinrich-Sauermann-Hauses und dem Hans-Christiansen-Haus, die sich der Kunst- und Kulturgeschichte des ehemaligen Herzogtums Schleswig widmen. Nebenan liegt auch das Naturwissenschaftliche Museum.

 

Südlich der Hafenspitze befindet sich der Margarethenhof, ein Gebäudekomplex, der zu den Kulturdenkmälern der Stadt zählt und Teil der Rum-und-Zucker-Meile ist. Auf der Meile wird an 20 Stationen an die Rolle Flensburgs im internationalen Rumhandel erinnert, etwa am Zollpackhaus (Schiffsmuseum), dem Zuckerhof in der Norderstraße, den Handels- und Wohnhäusern von Andreas Christiansen oder der Zuckerrafinadeur Ingwersen.

 

Das Fischereimuseum hingegen liegt auf der östlichen Seite von der Hafenspitze aus.

 

Dort liegt auch ein weiteres Wahrzeichen: Der Wasserturm Flensburg-Mürwik, der eigentlich zum Stadtteil Fruerlund gehört. Er steht auf einer Anhöhe im Volkspark und ist als Aussichtspunkt zugänglich - mit herrlicher Sicht über Förde bis nach Dänemark.

 

Auch wenn im Norden nicht ganz so häufig Badewetter ist, so hat natürlich auch Flensburg seine Strände. Dazu gehört das Ostseebad im Nordwesten und das Strandbad Solitüde im Nordosten. Dazu zählt auch der kleine Strandabschnitt Fahrensodde.

 

Einer der beliebtesten Strände ist allerdings etwas außerhalb: das Strandbad Wassersleben. Wassersleben liegt sechs Kilometer vom Zentrum von Flensburg entfernt, der einstige Stadtteil wurde allerdings ausgemeindet. Er ist über einen Uferweg mit dem Ostseebad verbunden.

 

Wassersleben gilt als Villen-Vorort von Flensburg und gehört zur Gemeinde Harrislee. Harrislee an sich ist auch ein schöner Ort, zumindest das Zentrum. Hier befinden sich, direkt an der Grenze zu Dänemark (Padborg) ganz viele hübsche rote Bachsteinhäuser.





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