Bremen: Der große City-Guide für deinen Städtetrip

Zweieinhalb Jahre habe ich in Bremen gelebt und mich in die Stadt verliebt. Ich mag nicht nur das nordische Flair, die engen Gassen im Schnoor, das pulsierende Viertel, die Nähe zum Wasser durch Weserstrand und Werdersee, sondern auch Werder Bremen. Bremen steht nicht bei vielen als Ziel eines Städtetrips auf dem Programm - und das völlig zu unrecht. Auch in Bremen kann man ein paar schöne Tage verbringen: Shopping im Ochtum-Park, Schlendern an der Weser, Schokoladen-Testen bei Hachez, Bier-Texten bei Beck's, die Maus im Dom suchen, Rollo essen im Viertel, Spazieren gehen im Bürgerpark, Achterbahn fahren aufm Freimarkt, Promis zählen in der Lloyed-Passage oder ein Besuch im Weserstadion.


Städtetrip nach Bremen: Das musst du wissen

Bremen ist eine wundervolle Stadt - und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch du dich bei einem Besuch verlieben wirst. 

 

In diesem Text findest du quasi alles, was die Stadt zu bieten hat. Das ist ganz schön viel. Denn wer glaubt, dass in der 570.000-Stadt wenig los ist, der irrt. Es gibt überall Sehenswürdigkeiten zu entdecken, Orte, an denen du entspannen oder auch lernen kannst und noch dazu gibt es zahlreiche Feste und Festivals, die das ganze Jahr über für Unterhaltung sorgen. 

 

Wenn du nur wenig Zeit bei deinem Städtetrip in Bremen hast, könnte dich dieser Guide etwas überfordern. Daher gibt es zwei Alternativen. So habe ich dir aufgeschrieben, wie du deinen perfekten Tag in Bremen verbringen kannst, vom Frühstück bis zum Feiern - und dabei alle Sehenswürdigkeiten und Highlights mitnehmen kannst, die in einen Tag passen. Und wenn du ob der Fülle dieses großen Textes hier nicht genau weißt, was du denn in Bremen nun sehen musst - schau einfach in meinen Beitrag zu den 10 besten Sehenswürdigkeiten Bremens, die du auf keinen Fall verpassen darfst.

 

Zur Orientierung für diesen Beitrag: 

  1. Wir starten mit den Sehenswürdigkeiten von Bremen, vor allem rund um die Innenstadt mit Rathaus, Schnoor und Böttcherstraße.
  2. Im zweiten Teil gibt es ein paar Sehenswürdigkeiten in den einzelnen Stadtteilen Überseestadt, Schwachhausen, Findorff, Neustadt und Huchting.
  3. Dann geht es in den Bereich Erlebnisse, in dem ich euch Touren, Führungen und Museen vorstelle, aber auch Feste, die in Bremen jährlich gefeiert werden.
  4. Shoppen in Bremen ist im dritten Teil das große Thema
  5. Am Ende geht es ums Essen und ums Ausgehen in Bremen

Bremens ältester und süßester Stadtteil: das Schnoor

Von hier aus geht es wieder stadteinwörts, nämlich in das Schnoor-Viertel. Bremens ältester Stadtteil ist völlig zurecht ein Touristenmagnet, denn es sind ein paar unglaublich süße Gassen, die an vergangene Handelszeiten mit Fischerei und Hafenarbeiten erinnern.

 

Hier gibt es in kleinen, schmalen Häusern viele Handwerksbetriebe, aber auch allerlei Touristen-Souvenirs. Der Name leitet sich vom plattdeutschen Wort Snoor für Schnur ab, weil die Häuser so eng aneinander kleben. Eine Übersicht  gibt es auf der eigenen Website.

 

An der Hauptgasse Schnoor gibt es das Packhaus-Theater und das Bremer Geschichtenhaus, in der Nähe des Katzen-Cafés (in dem es keine Katzen, dafür aber gehobene Küche gibt!), wartet der Bremer Spalt, der angeblich weltweit engste Durchgang. Hier kann man schauen, wie dick man geworden ist. 

 

Die Straße Schnoor endet in der Straße Marterburg, wo auch noch ein kleines Highlight wartet. Im Weihnachtshaus gibt es auf mehreren Etagen allerlei Kitsch und Glitzer und Sinniges wie Unsinniges zum Thema Weihnachten, etwa High Heels als Weihnachtsbaumschmuck.


Städtetrip nach Bremen: Das Unesco-Weltkulturerbe

Direkt im Zentrum von Bremen steht eines der Wahrzeichen der Stadt: das imposante Rathaus mit seinem historischen Ratskeller, in dem einige sehr alte Weine ausgeschenkt werden. An den Wänden gibt es kleine Einbuchtungen. Früher wurden Vorhänge zugezogen und Geschäfte dort gemacht. Eine Frau und ein Mann durften dabei nie alleine sein. Hin und wieder gibt es im Ratskeller spezielle Veranstaltungen wie Krimi-Dinner. 

 

Direkt an einer Wand des Rathauses wartet eines der großen Highlights, obwohl die Bronzefigur der Bremer Stadtmusikanten gar nicht so groß ist. Würden nicht immer Menschen darum stehen und Fotos machen, könnte man die Statue fast übersehen. Seit 1953 befindet sich die von Gerhard Marcks entworfene Statue auf der linken Seite des Rathauses und erinnert an das Volksmärchen von Esel, Hund, Katze und Hahn, die auszogen, um Musik  zu machen und dabei auf Räuber trafen. 

Im Zentrum von Bremen findet man sich schnell zurecht, denn es ist sehr übersichtlich und die Sehenswürdigkeiten liegen alle nah beieinander. Zentral ist der Marktplatz mit seinen wiederhergestellten historischen Gebäuden. Da wäre zum einen der St.-Petri-Dom, der im Ursprung aus dem 11. Jahrhundert stammt.

 

Wer ihn von innen sehen will, sollte auf jeden Fall die Maus suchen, die sich versteckt hat. Beim Bau wurde eine Maus an einer Seitenwand eingezeichnet - der Grund dafür ist unbekannt. Das Suchspiel ist vor allem bei Neubürgern als Challenge beliebt.

 

Im Bleikeller (Eingang rechts zur Domsheide hin) liegen zum Teil sehr gut erhaltene Mumien, die im 17. Jahrhundert im Dom eher zufällig gefunden wurden. 

 

Ein Ticket für den Bleikeller lässt sich kombinieren mit dem Ticket für eine Turmbesteigung. 265 Stufen kannst du im Südturm nach oben steigen und passierst dabei auch eine der vier Glocken des Doms. Aus 95 Metern Höhe hast du eine tolle Sicht über die Stadt. 

 

Rund um den Marktplatz von Bremen finden sich noch weitere sehenswerte Gebäude. Da ist zum einen die Bremische Bürgerschaft, das Stadtstaat-Parlament, das mit seinem Glasbau auf dem Marktplatz stark auffällt, weil es nicht so ganz ins historische Ensemble passt. Ein paar Meter davor gibt es einen sprechenden Gully, genannt "Das Bremer Loch". Wer eine Münze einwirft, bekommt die Bremer Stadtmusikanten zu hören.

 

Das Rathaus gehört genau wie die Roland-Statue, die davor steht, seit 2004 zum Unesco-Weltkulturerbe (das Rathaus ist das einzige in Deutschland, dem diese Ehre zuteil wurde!). Die Roland-Statue erinnert bereits seit 1404 an den Heerführer Roland, ein Neffe Karl des Großen. Er repräsentiert den Kaiser auf dem Markt und tritt für die Marktrechte ein. Es ist auch eines der wenigen Relikte in der Bremer Innenstadt, die den Zweiten Weltkrieg halbwegs unbeschädigt überstanden haben: Um den Roland wurde eine Art Schutzbunker gebaut. 

 

Auf der anderen Seite des Marktplatzes, gegenüber des Rathauses, steht der Schütting, ein weiteres historisches Gebäude. Dort ist nicht nur die Handelskammer beherbergt, es gibt auch ein Restaurant mit frisch gebrautem Bier: Schüttinger.

 

Hinter dem Dom beginnt der Domshof. Dort gibt es den "Spuckstein" zu sehen. Die kleine Bodenplatte erinnert an die Mörderin Gesche Gottfried, die als letzter Mensch öffentlich in Bremen hingerichtet wurde - an diesem Ort.

 

Seit 2016 gibt es am Domshof noch ein weiteres Highlight: Im Gebäude der Bremer Bank ist die Markthalle Acht eingezogen, in der du dich durch die Welt schlemmen kannst - und das nicht nur unfassbar lecker, sondern auch mit regionalen und saisonalen Speisen. Wenn du in der Innenstadt bist und Hunger bekommst, solltest du hier definitiv einkehren - ich liebe die Markthalle Acht!


Städtetrip nach Bremen: Rund um die Sögestraße

Rund um den Neptunbrunnen ist zudem vormittags Markt. Hinter den Stadtmusikanten entdeckt man schon die Unser Lieben Frauen Kirche, drum herum ist täglich vormittags Blumenmarkt.

 

Die Unser Lieben Frauen Kirche bildet sozusagen den Übergang zum  Übergang zwischen Altstadt und Innenstadt, denn es geht weiter gen Obernstraße, der Einkaufsstraße, und der Fußgängerzone Sögestraße.

 

An deren Ende warten die bronzenen Figuren "Schweinehirt und seine Herde" von Peter Lehmann. Die Schweine sind ein vielfotografiertes Denkmal - und auch eine emotionale Sache für die Bremer. Als ein Auto eines der Schweine umfuhr, wurde es aufwendig und unter großer medialer und öffentlicher Anteilnahme saniert. Die Schweine stehen nicht einfach so auf der Sögestraße - die Straße hat ihren Namen durch Schweine - Söge bedeutet Sau auf Plattdeutsch. Man geht davon aus, dass hier - im heutigen Zentrum Bremens - früher die Schweineställe standen.

 

Geht man die Sögestraße vom Beginn am Ende des Marktplatzes von Bremen gen Wallanlagen, zweigt links die Lloyed Passage ab. Das ist der Bremer Walk of Fame, wo berühmte Bürger oder Menschen, die viel für Bremen getan haben, mit ihren Handabdrücken verweigt sind.

 

Da es sich bei der Passage um eine Einkaufspassage handelt, wird das Monument auch "Mall of Fame" genannt. 

 

Es finden sich zahlreiche Werder-Bremen-Profis wie Ailton, Claudio Pizarro, Diego oder Thomas Schaaf, aber auch andere Größen: Hape Kerkeling, Bärbel Schäfer, James Rizzi, Katja Ebstein, Tarort-Kommissarin Sabine Postel, James Last, Michael Stich, Peter Maffay, Revolverheld-Frontmann Johannes Strate oder Fernseh-Moderator Jan Böhmermann


Bremen: Auf Loriots Spuren in den Wallanlagen

Folgt man der Sögestraße, an den Schweinen vorbei, gelangt man in die Wallanlagen, die ein grünes Band um die Innenstadt ziehen. Auch ein Gewässer schlängelt sich entlang. Die Wallanlagen schützten einst die Innenstadt von Bremen und finden sich beidseitig der Weser. Vor allem in der Innenstadt dienen die Wallanlagen heute als kleine Oase. Hier lässt es sich spazieren gehen, schlendern, sonnenbaden oder das ein oder andere Kunstwerk bestaunen. 

 

Wer die Wallanlagen von der Sögestraße kommend Richtung Hauptbahnhof quert, entdeckt zur linken Hand die Wallmühle. Früher war sie eine von sechs Mühlen in den Wallanlagen, die die Bevölkerung mit Mehl versorgten. Heute dient sie als Café - zu erschwinglichen Preisen. 

 

Wer weiter Richtung Herdentor geht und die Mühle links liegen lässt, findet auf der linken Seite direkt am Contrescape an den Wallanlagen seit 2016 eine Loriot-Figur. Zu Ehren des Schauspielers Vicco von Bülow, der in Bremen lebte und arbeitete, sitzt eine Figur mit Knollennase auf einer Parkbank am Loriotplatz. Gerade für Loriot-Fans und Nostalgiker ist dieser kleine Platz in der Nähe vom Hauptbahnhof inzwischen ein Muss, wenn es um Sehenswürdigkeiten in Bremen geht. 


Bremens schönste Straße: Die Böttcherstraße

Hinunter zur Weser führt vom Marktplatz aus (links vom Schütting) die Böttcherstraße. Es ist eine wunderbare kleine Gasse mit einer Vielzahl an gotischen Häusern mit imposanten Fassaden. Die Straße wurde vor rund 100 Jahren als Touristenstraße angelegt, hier reihen sich Kunst-, Handwerks- und Kultur-Einrichtungen aneinander. Auch Museen gibt es in der Böttcherstraße einige.

 

Im Haus der Sieben Faulen (angelehnt an sieben Brüder, die sich der Landarbeit verweigert haben sollen) direkt am Eingang der Böttcherstraße gibt es Tees, ein Café und Souvenirs. Im Paula-Becker-Modersohn-Haus gibt es die größte Sammlung der Künstlerin, auch im Reselius-Haus ist Kunst zu sehen.

 

Das vielleicht berühmteste Gebäude ist das Haus des Glockenspiels, einst Bremen-Amerika-Bank. Von 12 bis 18 Uhr (im Winter 12, 15 und 18 Uhr) sind hier 30 Meißener Porzellanglocken zu hören, die beliebte Volkslieder und Seemannslieder spielen.

 

 

Im Turm nebenan drehen sich zehn Bildtafeln mit Entdeckern und Abenteurern, die den Ozean per Schiff oder Flugzeug überquert haben. Im Robinson-Crusoe-Haus, an dem Aquarien in die Fassade eingearbeitet sind, gibt es verschiedene Kaffeespezialitäten.

Im Handwerkerhof wartet unter anderem die Bremer Bonbon Manufaktur. Hier kann man zuschauen, wie Bonbons gedreht und geschnitten werden und sie dann natürlich auch kosten. Die Bonbons sind nicht nur mega lecker und bunt - sie eignen sich auch hervorragend als Souvenir, wenn du deinen Lieben etwas aus Bremen mitbringen möchtest. 

 

Auch Glasbläsern und Schmieden kann man bei der Arbeit zusehen. 

 

Hier gibt es aber noch was anderes zu bestaunen, ein historischer Ort quasi. Denn in dem kleinen Durchgang zwischen Handwerkerhof und Paula-Becker-Modersohn-Haus sind beim Bau einst Eselsknochen gefunden worden. Daran erinnert eine Gedenktafel. Die Bremer sehen das als Beweis, dass die Stadtmusikanten die Stadt Bremen, anders als im Märchen, doch erreicht hatten.

 

Und vor der Bremer Bonbon Manufaktur sieht man die Stadtmusikanten auch als kleine Figuren, die hintereinander an einem Brunnen balancieren.


Bremen an der Weser: Schlachte, Teerhof, Martinianleger

Am Ende der Böttcherstraße, die als eines der großen Highlights in Bremen gilt, führt eine Unterführung unter der vielbefahrenen Martinistraße hindurch zum Weserufer und dem Martinianleger. Hier starten Bootsfahrten auf der Weser.

 

Am 6. Januar findet an dieser Stelle auch das Event der Eiswette statt - dann wird überprüft, ob die Weser gefroren ist oder nicht (Geiht oer steiht die Weser).

 

Wer sich nach links orientiert und unter der Wilhelm-Kaisen-Brücke (dort ist samstags ein beliebter Flohmarkt) weitergeht, trifft schon bald auf das Clubschiff MS Treue und das Theaterschiff, die dort ihren festen Platz haben.

 

Geht man vom Martinianleger nicht links Richtung Schnoor, sondern rechts, kommt man an die Schlachte, einem der beliebten Ausgehviertel der Stadt.

Es geht vorbei an der Alexander Humboldt und dem Panekoeke-Schiff, dann gibt es eine kleine Fußgängerbrücke an der Ecke Schlachte und Heimlichenweg.

 

Die Brücke führt hinüber zum Teerhof, einer kleinen Insel zwischen Weser und Kleiner Weser, so etwas wie Bremens Pendant zur Hamburger Speicherstadt.

 

Früher war das Areal am Teerhof vor allem dem Handel gewidmet, es drehte sich alles um die Schifffahrt, Hafenarbeit und Werften. Seit rund 25 Jahren jedoch ist der Teerhof ausgewiesenes Wohngebiet. Als ich 2009 bis 2012 in Bremen lebte, standen noch viele Wohnungen leer, weil die Preise verhältnismäßig hoch waren. Seither war ich auch nicht mehr im Teerhof und weiß nicht, wie sich das Gebiet verändert hat. Generell ist der Teerhof aber einfach toll zum Schlendern.

 

Übrigens gibt es auch ein Stück Kunst auf dem Teerhof. Hier findest du, mit dem Rücken zur Weser gelegen, die Weserburg. Dabei handelt es sich um ein Museum für Moderne Kunst. 


Schwachhausen: Bremens größte Grünanlage Bürgerpark

Wer Natur mitten in der Stadt sucht, hat in Bremen viele Möglichkeiten. Zum einen gibt es die Wallanlagen, zum anderen die Weser mit ihrem langen Ufer. Aber es gibt auch den Bürgerpark. Der liegt etwas abseits vom Zentrum, zwischen den Stadtteilen Findorff und Schwachhausen, hinter dem Messegelände gelegen.

 

Als Eingang kann das Parkhotel (heute Dorint Hotel) gesehen werden, ein sehr auffälliges und imposantes Gebäude an der Hollerstraße am Holler See.

 

Der Bürgerpark ist mehr als nur ein Ort zum Schlendern und Relaxen, denn man kann hier auch einiges erleben. Es gibt das Schiff Marie, das durch den Park fährt. In einem Tierpark leben Damwild, Bergziegen, Schafe, Enten und Schweine, es gibt eine Minigolfanlage, einen Ruderbootverleih und verschiedene Spielplätze. Es gibt Treffs zum Malen und Laufen sowie einen Naturlehrpfad.


Überseestadt: Bremens jüngstes Stadtviertel

Die Überseestadt ist Bremens jüngster Stadtteil und gehört offiziell zu Walle. Das Areal beginnt hinter der Stephanibrücke, unweit von Brill und Innenstadt. Das erste markante Gebäude vom Zentrum aus gesehen ist der Wesertower. 

 

In den vergangenen Jahren ist in der Überseestadt einiges entstanden, direkt an der Weser. 2009 waren die Häuser in der Überseestadt bezugsfertig und das Gebiet mischt alten Hafen-Charme und kantige Neubauten - was ein einzigartiges Flair ausmacht, wie ich finde. 

 

Generell dreht sich hier viel um das Wasser. So liegt an einem Arm der Weser, vom Getreidehafen abgehend, idyllisch die Feuerwache, die heute als Restaurant dient. Am Europahafen hinter Kellogg's spielt sich zudem ein wenig Leben ab. Zwischen Europahafen und dem Weserarm findet sich eines der beeindruckendsten Gebäude der Überseestadt, der Speicher XI. Hier gibt es einen Mix aus Gastronomie und Kultur. Ich habe hier schon sehr gut gegessen, und gleich nebenan liegen Hafenmuseum, die Hochschule für Künste  und das Zentrum für Baukultur. Schwarzlichtminigolf kann man hier inzwischen auch spielen. 

 

Ach ja, und wer sich auf der Halbinsel zwischen Weserarm und Europahafen aufhält, sollte sich auf jeden Fall die Spitze anschauen. Hier steht der kleine, aber auffällige Leuchtturm Molenfeuer Überseehafen Süd, im Volksmund auch als Mäuseturm bekannt. 


Neustadt: Das Leben spielt am Werdersee

Während meiner Zeit in Bremen habe ich in der Neustadt gewohnt. Das ist der Stadtteil gegenüber der Alt- und Innenstadt, auf der anderen Seite der Weser. Offiziell gehört auch der Teerhof dazu, den ich euch schon vorgestellt habe.

 

Die Bremer Neustadt ist ein recht typisches Wohngebiet, auch viele Studenten und junge Leute leben hier, da die Hochschule in Neustadt liegt. Das Zentrum der Neustadt ist rund um die Pappelstraße, wo es viele kleine und größere Geschäfte und Cafés gibt.

 

Wer eine ruhige Zeit in der Neustadt verbringen will, sollte entweder die Wallanlagen erkunden oder aber am Weserufer entlang zum Werdersee spazieren. Hier kannst du auch baden, allerdings war die Infrastruktur bei meinem letzten Besuch doch deutlich in die Jahre gekommen. 


Findorff: Messe, Kultur und Wohngebiet

Findorff ist ein Stadtteil, der direkt am Zentrum von Bremen liegt. Hinter dem Bahnhof beginnt Findorff - mit der Bürgerweide. Viele Bremen-Tagesgäste kennen Findorff, weil die Messe hier ist und auch Freimarkt, Osterwiese und Co finden hier statt. 

 

Findorff ist eigentlich ein typischer Wohn-Stadtteil, hier finden sich auch viele Familien. Passenderweise liegt der große Bürgerpark direkt an der Grenze zum Stadtteil Schwachhausen, sodass es hier noch grün ist. Ich mochte beispielsweise den Wochenmarkt in Findorff immer sehr gerne. 

 

Aber es gibt auch einiges an Kunst und Kultur zu erkunden, denn das Kulturzentrum Schlachthof, das größte der Stadt Bremen, befindet sich in Findorff. Fast täglich finden hier Musik- oder Literaturveranstaltungen statt oder es wird Theater gespielt. Wer hungrig wird, kann nebenan vegane Speisen in der Veganbar probieren.


Huchting in Bremen: Ein Stadtteil etwas außerhalb

In den vergangenen Jahren habe ich vor allem viel Zeit in Huchting verbracht. Das liegt daran, dass eine gute Freundin dorthin gezogen ist und mein kleines Patenkind dort geboren und aufgewachsen ist. 

 

In Huchting habe ich also vor allem die Seite kennengelernt, die Familien an dem etwas abgelegenen Stadtteil schätzen. Die meisten Touristen verirren sich nicht hierher, höchstens vielleicht ins Roland-Center. Das mag ich schon deshalb, weil es hier eine der wenigen Filialen des skandinavischen Kleidungsherstellers Cubus in Deutschland gibt. Außerdem sind die Waffeln gut.

 

Ich mag beispielsweise die Stadtteilfarm in Huchting sehr gerne. Hier leben Pferde, Ziegen, Alpakas, Schweine, Gänse, Esel und andere Tiere und Kinder können entweder einfach auf dem Abenteuerspielplatz toben oder eben mit den Tieren interagieren, sie streicheln oder auf den Pferden reiten. Da ich ein großer Fan von Eseln bin, mag ich es vor allem, mit den Eseln zu interagieren. Die Stadtteilfarm liegt direkt am Sodenmattsee, wo man im Sommer schwimmen kann. 


Museen in Bremen: Von Kunst bis Science Center

Die erst vor wenigen Jahren aufwendig sanierte Kunsthalle Bremen am Eingang zum Viertel beherbergt unzählige Kunstwerke aus verschiedenen Epochen. Immer wieder gibt es neue Ausstellungen, die sich auf der Website erfahren lassen. Die Kunsthalle gehört zur Kulturmeile rund um die Wallanlagen, dazu zählen auch das Gerhard-Marcks-Haus (der Bildhauer entwarf die Bronzestatue der Bremer Stadtmusikanten, die am Rathaus steht) direkt gegenüber, die Stadtbibliothek auf der anderen Seite der Wallanlagen und das Theater am Goetheplatz im Viertel.

 

Wer mit dem Zug in Bremen ankommt, sieht sofort das Überseemuseum zur rechten Hand, wenn er das Bahnhofsgebäude durch den Haupteingang verlässt. Das Überseemuseum hat permanente Ausstellungen zu Kultur und Tradition der Kontinente Amerika, Asien, Afrika und Ozeanien und dazu noch wechselnde Ausstellungen, die sich mit einzelnen Aspekten beschäftigen. Erwachsene zahlen 7,50 Euro - das lohnt an einem grau-trüben Bremer-Wochenendtag.

 

Das Universum wird auch silberner Wal genannt, weil das Museumsgebäude der Form nachempfunden ist. Das Universum, das zwischen Uni und Schwachhausen liegt, nahe des Stadtwaldsees, ist eines meiner liebsten Museen in Bremen und definitiv eine Sehenswürdigkeit.

 

Man kann dort allerlei durch Ausprobieren lernen, etwa auf dem Erdbeben-Sofa Naturkatastrophen nachfühlen. Es ist ein klassisches Mitmachmuseum, wo etwa Sinne oder physikalische Gesetze getestet werden können.

 

Es gibt verschiedene Themenbereiche, Natur, Mensch und Technik, zu denen informiert wird, außerdem ein Kinderbereich zur Milchstraße und weitere wechselnde Ausstellungen. Mit 16 Euro ist der Eintritt nicht gerade günstig, lohnt sich aber allemal - und man kann auch einige Stunden dort verbringen. Wer mit der Familie kommt (unbegrenzte Anzahl an eigener Kinder und Enkelkinder) zahlt 40 Euro.

 

Anspruch war es, ein Wissenschaftscenter mit Erlebnischarakter zu schaffen - das ist definitiv gelungen.

 

(c) Foto Universum: Matthias Süßen / Wikicommons


Beck's, das Bremer Bier: Brauerei-Besuch bei Inbev

Eines der meistverkauften Biere Deutschlands, Beck's, kommt aus Bremen. In der Beck's Brauerei Inbev wurde es ursprünglich nur zum Export hergestellt, im Inland wurde Haake Beck getrunken. Das ist auch heute in Bremen nach wie vor beliebt.

 

Wer sich mal in der Brauerei umschauen möchte, mehr zu den Zutaten und zum Brauvorgang erfahren möchte oder Informationen zur Geschichte des Bierbrauens in Bremen sucht, der kann eine Führung bei Beck's machen.

 

Es gibt eine Einführung mit Film im Museum, dann geht es in den Rohstoffraum und ins Sudhaus. Am Ende wartet dann eine Bier-Verkostung, bei der erraten werden muss, ob man nun Beck's, Alkoholfrei, Gold oder einen anderen Ableger trinkt.

 

Die Tour kostet 12,90 Euro pro Person und findet montags bis samstags statt, wenn sich mindestens 20 Leute anmelden, Anmeldung über die Website.


Bremen an der Weser: Schifffahrt und Schwimmen

Die Weser per Schiff erkunden, das geht zum einen mit einer der vielen Fähren, die kurze Strecken (etwa zum Weser-Stadion oder zum Café Sand) fahren, oder aber mit einem Rundtrip. Alternativ gibt es auch Touren nach Bremerhaven.

 

Die typische Weser- und Hafenrundfahrt dauert rund anderthalb Stunden und kostet 11 Euro. Als Anbieter eignet sich vor allem Hal Över, die informieren auf ihrer Website über Abfahrtszeiten und Touren.

 

Einfach schön an der Weser chillen oder sogar baden - das ist erlaubt. Obwohl auch öfter vom Osterdeich aus ins Wasser gesprungen wird, gibt es ausgewiesene Badestellen.

 

 

Einen richtigen Strand wurde am Cafe Sand aufgeschüttet, wo es sich herrlich mit einem kalten Bier im Sand liegen lässt - und zur Abkühlung geht es dann eben in die Weser. Es befindet sich auf einer Insel zwischen Weser und Kleiner Weser.

 

Man erreicht das Café entweder direkt per Sielwallfähre vom Osterdeich aus (7 bis 18 Uhr, Ticket einfache Fahrt 1,60 Euro, Hin- und Rückfahrt 2,70 Euro) oder über die Wilhelm-Kaisen-Brücke über Land.

 

Ebenfalls als Badestelle eignet sich der Werdersee. Dafür muss man ebenfalls über die Wilhelm-Kaisen-Brücke in die Neustadt und ein Stück an der Kleinen Weser entlang.

 

Generell lässt es sich überall in der Kleinen Weser baden, der Werdersee ist jedoch etwas breiter als der Fluss und hat ein wenig Infrastruktur mit einer seeehr alten Toilettenanlage, einer Eisdiele und einem Kiosk.

 

 

Einen weiteren Badesee mit Strand gibt es noch weiter nördlich in der Stadt: An der Uni liegt der Stadtwaldsee (Bremer nennen ihn auch Unisee). Dort gibt es einen eigenen FKK-Bereich, allerdings hat der Baggersee öfter mal Probleme mit Algen.


Wir sind Werder Bremen: Besuch im Weserstadion

Werder Bremen ist omnipräsent in der Stadt. Gefühlt steht die gesamte Stadt hinter ihrem Fußballverein. Wer also zu einem Heimspieltag in Bremen ist, sollte sich einen Besuch im Weserstadion nicht entgehen lassen.

 

Karten gibt es bereits ab 15 Euro, allerdings muss man sie meist vorbestellen.

 

Dafür ist das Weserstadion das einzige Stadion in Deutschland, das man per Schiff erreichen kann. An Spieltagen fährt die Fähre rund anderthalb Stunden vor Spielbeginn am Martinianleger ab (Ticket 4 Euro, hin und zurück 6 Euro). Ansonsten kommt man von der Innenstadt auch gut zu Fuß hin (rund 30 Minuten) oder mit der überfüllten Straßenbahn Richtung Viertel.

 

 

Übrigens findest du am Weserstadion nicht nur den Fanshop von Werder Bremen, sondern auch das Wuseum, ein Museum zu Werder Bremen.


Bremen: Feste und Feiern von Breminale bis Freimarkt

Ischa Freimarkt heißt es jedes Jahr im Herbst - und analog dazu im Frühjahr Osterwiese, wobei der Freimarkt das größere Event ist.

 

Der Freimarkt ist nicht nur ein großes Volksfest auf dem Areal zwischen Messe und Bahnhof, auch in den Messehallen wird nach Volksfestschluss gefeiert und getanzt. Vor allem die Mallorca-Stimmungsmacher kommen dann auf die Bühnen, es gibt aber auch Discoabende.

 

Der Freimarkt rühmt sich mit dem größten transportablen Riesenrad der Welt. Ansonsten findet sich hier alles, was Rummel-Fans mögen, sowohl was Fahrspaß als auch Kulinarik angeht. Und im Bayernzelt wird auf den Tischen getanzt.

 

 

Vor einigen Jahren machte der Freimarkt Schlagzeilen, als sich bei einem Fahrgeschäft ein Wagen löste und dieser mitsamt Insassen in die Zuschauermenge flog. Dabei wurden einige Personen schwer verletzt.

 

Die Bremer Sixdays sind eines der letzten großen Indoor-Fahrradrennen Deutschlands. Immer im Januar kommt die Weltelite hierhin und radelt durch die ÖVB-Arena.

 

Die Sixdays sind aber nicht nur bei Sportsfans beliebt. In den Pausen wird Musik gespielt, hier wird sich auch zum Feiern getroffen.

 

Außer dem Sportprogram gibt es auf der Website der Veranstaltung auch einen eigenen Reiter mit Showprogramm. Unter anderem kamen schon Mickie Krause oder Klaus und Klaus.

 

 

Das Showprogramm findet in verschiedenen Messehallen statt, vor allem in Halle 3, die zu einer Disco umfunktioniert wird, ist bei Deka Dance einiges los.

 

Bremen kann auch Festival, zwei größere Kunstfestivals gibt es im Sommer. Die Breminale im Juli ist ein Kunst- und Musikfestival mit überwiegend unbekannten Künstlern auf den Wiesen am Osterdeich. Es gibt Lesungen, Tanzvorführungen und jeden Abend spielen verschiedene Bands. Für Kinder gibt es ein eigenes Programm mit verschiedenen Kletter- und Bastelstationen. Zudem stellen sich verschiedene Initiativen vor.

 

 

Im Juni hingegen stehen die Straßenkünstler im Fokus, beim Internationalen Straßenkunstfestival La Strada, das sich über die gesamte Stadt zieht. Eine Bühne ist auf dem Marktplatz aufgebaut, aber auch beispielsweise in den Wallanlagen und an anderen Stationen in der Stadt zeigen international angesehene Straßenkünstler, dass sie Talent haben. Sehr lecker ist übrigens das Pilz-Käse-Brot, das es an der Ecke Marktplatz/Domshof während La Strada zu kaufen gibt.


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Shoppen in Bremen: Outlet-Park Ochtum

Wer günstig und doch qualitativ hochwertig einkaufen möchte, der besucht den Ochtum-Park an der Stadtgrenze, schon auf dem Areal der Gemeinde Stuhr, direkt bei Ikea. Es handelt sich dabei um ein Outlet-Dorf, wo sich allerlei bekannte Marken angesiedelt haben.

 

Den größten Store hat Esprit, wo sich in einer alten Lagerhalle an Stangen und in offenen Regalen Schnäppchen finden lassen. Die Umkleiden sind behilfsmäßig eingerichtet.

 

Außerdem gibt es etwa S.Oliver, Vero Moda, Crocs, Benneton, Fossil, Mustang, Marc O`Polo, Nike, Tom Tailor, Betty Barclay oder Wellensteyn. Aber auch für Freunde der guten Schokolade gibt es etwas: Das Lindt-Outlet, wo günstig Lindor in großen Mengen verkauft werden.

 

Eher versteckt hingegen liegt das Zero Outlet, in der Scipiostraße im Stadtteil Huckelriede. Dort findet sich auf zwei Etagen ein Traum für jeden Zero-Fan. Unten wird meist die aktuelle Kollektion etwas günstiger verkauft, oben auch ältere Modelle sowie Abendkleider. Man kann richtig gute Schnäppchen machen, Kleider etwa, die von 120 auf 20 Euro reduziert sind. Das Preissystem ist etwas komplizierter. Jedes Teil hat einen farbigen Punkt. Je nach Kleidungsstück bedeutet der Punkt einen anderen Preis.


Shoppen in Bremen: Einkaufszentren

Mit dem Rolandcenter, dem Werder Karree, dem Weserpark oder der Waterfront gibt es einige Einkaufszentren für allerlei Kram.

 

Vor allem die Waterfront war nach ihrer Eröffnung einer der beliebtesten Orte für Jugendliche, teilweise kamen sie am Samstag 300 Kilometer mit dem Zug angereist. Das Ziel: Primark.

 

in der Waterfront gab es nämlich den deutschlandweit zweiten Primark. Inzwischen ist die Billig-Modekette weit verbreitet im Land und der Andrang in der Waterfront hat nachgelassen.

 

 

Dafür hat die Waterfront auch ein wunderschönes Panorama, da sie direkt an der Weser liegt. Von hier aus kann man etwa über eine Fußgängerbrücke auf die Werftinsel gelangen. Es gibt einen Weg, der bis zur Spitze nach vorne führt. Auf der Insel gibt es zahlreiche Rastmöglichkeiten mit Grillplätzen und Sitzbänken. Hier treffen sich unter anderem Angler.


Shoppen in Bremen: Die Innenstadt

Klassisch einkaufen lässt sich in der Sögestraße sowie der Obernstraße. Wie in sämtlichen Fußgängerzonen Deutschlands finden sich hier die üblichen Geschäfte wie H&M und Kaufhof.

 

Einen besonderen Laden gibt es an der Ecke Sögestraße und Marktplatz, schon eher am Marktplatz. Dort gibt es einen Hachez-Laden, wo sich Hachez- und Feodora-Schokolade erwerben lässt, zudem auch verschiedene offene Tees. Unbedingt probieren: Bremer Kluten: Pfefferminzpaste in Schokolade getaucht.

 

Wer für seine Hachez-Produkte weniger bezahlen möchte und auf eine schicke Verpackung verzichten kann, begibt sich zum Fabrikverkauf in die Neustadt. Gegenüber der Schokoladenfabrik in der Westerstraße, neben den Supermärkten, wird dort deutlich günstigere Rest- und Bruchware verkauft.

 

 

Handarbeiten,  Kunst, spezielle Produkte wie Bonbons aus der Bremer Bonbon Manufaktur oder Bremer Kluten kaufen möchte, wird in der Böttcherstraße, oder im Schnoor fündig. Speziellere Kleidung, oft handgefertigt, bekommt man auf der Straße Vor dem Steintor im Bremer Viertel. Es ist die Hauptstraße des alternativen Stadtteils.


Essen in Bremen: Pommes, Currywurst und Co

Zunächst zum Essen: Die Markthalle Acht habe ich euch ja bereits vorgestellt. Sie ist noch recht neu und hier findest du unfassbar viel Auswahl an internationalen Speisen. 

 

Wem das zu teuer ist - hier gibt es einen Tipp für die besten Pommes der Stadt: Die gibt es nämlich bei CKT (Pommes for President) auf der Obernstraße, ziemlich mittig zwischen den beiden Straßenbahnhaltestellen. 

 

Es gibt sie in dick und dünn geschnitten, aus normalen Kartoffeln oder Süßkartoffeln und mit allerlei verschiedenen Soßen. Mein Favorit ist Curry.

 

 

Außerdem probieren sollte man die Currywurst im Scharfrichter, der sich inzwischen ebenfalls in der Obernstraße (unten bei Karstadt) befindet.  Der heißt nicht ohne Grund Scharfrichter, hier wird die Currywurst nach verschiedenen Stärken serviert. Achtung, ab Stufe 3 brennt der Mund! Ich muss gestehen, ich mag scharf zwar, aber ich mag auch noch etwas Geschmack außer scharf, daher habe ich mich nie höher als Stufe 2 gewagt.


Abends in Bremen: Schlachte und Viertel

Vor allem bei gutem Wetter trifft sich gefühlt die ganze Stadt an der Schlachte. Direkt an der Weser gibt es einige Bars und Lounges, die Außenbestuhlung anbieten. An Bierständen werden Besucher auf Bierbänken mit Blick über die Weser serviert.

  

Sehr lecker schmeckt es bei Feldmann's, ein gutes Bier tischt das Red Rocks auf. Auch die Kette Bar Celona befindet sich dort. 

 

Abends erwacht auch das Viertel, eigentlich Steintor, zum Leben. Rund um die Straßen Ostertorsteinweg und  Vor dem Steintor gibt es allerlei Bars, Kneipen und auch Tanzmöglichkeiten. Chillig ist das Wohnzimmer, das mit altem nicht zusammen passendem Mobiliar ausgestattet ist. Die Karte befindet sich in alten Bravo-Magazinen, in denen man stöbern kann. In einem kleinen Separee steht ein Hochbett, dort kann auf dem Super Nintendo gezockt werden.

 

 

Gute Cocktails (und leckere Nachos mit Käse und Jalapenos überbacken) gibt es im Piano. Dort kann man sich auch zum Frühstück oder zum Kuchenessen einfinden.

 

Wer mehr auf Kneipencharakter steht, ist im Litfass gut aufgehoben. Dort gibt es auch hin und wieder Live-Musik. Das Eisen ist sowas wie die Kultkneipe für Werder-Fans. Hier treffen sich Alt- und Neubürger - und man sagt, man ist als Zugezogener offziell Bremer, wenn man im Eisen den recht ekligen Schnaps "Krabbeldiewandnuff" probiert hat.

 

 

Wer tanzen gehen möchte, kann um die Ecke gehen, dort ist die Lila Eule, eine enge, dunkle Location, in der oft Live-Musik gespielt wird. Hier gibt es einen Dancefloor und einen Kicker, für alle, die nicht tanzen wollen.

 

 

Etwas abseits vom Geschehen, aber doch irgendwie auch mittendrin liegt an der Ecke Humboldtstraße/Am Fehrfeld das sogenannte Bermuda-Dreieck mit den drei Kultkneipen Bermuda, Heartbreak Hotel (dort trifft man auch öfter mal ältere Tatort-Kommissare) und Rum Bumper's.

 

Ein wenig weiter Richtung Bahnhofsviertel / Schwachhausen orientiert, liegt die einstige Partymeile "Auf den Höfen". An der Straße, einer Reihe von Innenhöfen, reihte sich eine Bar an die nächste. Inzwischen ist das Gebiet nicht mehr ganz so beliebt, auch wenn es die Beluga Bar nach wie vor gibt. Dort gibt es Cocktails für 5 Euro.

 

Auch außerhalb des Viertels lässt es sich feiern und tanzen. Ich war am liebsten im Modernes in der Neustadt, einer recht trendigen Disco mit meistens Mainstream-Musik, 90er-Jahre-Partys usw. Hier werden auch hin und wieder Konzerte abgehalten.

 

Die coolen Kids treffen sich im Bahnhofsviertel, etwa im Stubu. Dort wird auf mehreren Etagen zu verschiedenen Musikstilen getanzt, das Publikum ist selten älter als 20 Jahre alt. In der Nähe vom Bahnhof gibt es auch noch das Gleis 9.

 

 

Am vierten Samstag jedes Monats ist zudem "Roofnight", eine Rooftop Party in der Kantine 5 in der Nähe des Bahnhofs. Dort lässt es sich ebenfalls zu Mainstream-Musik, teils auch Hip-Hop und Techno, über den Dächern Bremens tanzen.


Bremerhaven: Die Stadt am Meer mit den besten Museen

Wer ohnehin im Norden ist und noch etwas Zeit hat, sollte sich eines nicht entgehen lassen: Einen (Tages-)Ausflug nach Bremerhaven. Die Stadt liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Bremen, gehört aber politisch und verwaltungstechnisch zum Stadtstaat Bremen. Du fährst also durch Niedersachsen hindurch ins Bundesland Bremen zurück. 

 

 

Bremerhaven hat nicht gerade den besten Ruf, dabei hat die Stadt in den vergangenen Jahren einiges getan und hat zwei ganz wundervolle Museen: Das Deutsche Auswandererhaus, das sich mit der Migration der Deutschen in die USA (viele mit Schiffen ab Bremerhaven) befasst, und das Klimahaus, eine Weltreise durch verschiedene Klimazonen und Herausforderungen. Das Deutsche Auswandererhaus wurde 2004 sogar zu "Europas Museum des Jahres" gewählt. 

 

Außerdem kannst du in Bremerhaven im Zoo am Meer Eisbären und Polarfüchse sehen oder verschiedene Werften besichtigen.


Mein Norddeutschland-Roadtrip 2008

Was macht man als Student, wenn man wenig Geld hat, um zu verreisen? Und nach dem Praktikum in Flensburg noch rund drei Wochen bis zum Semesterbeginn in Passau hat? Richtig, man nutzt die Autofahrt, die man ohnehin machen müsste und quartiert sich bei Freunden unterwegs ein. Mehr als 1500 Kilometer waren es am Ende. Mit meinem kleinen roten Polo machte ich mich 2008 auf den Weg. Ich hielt dort an, wo ich Freunde und Bekannte hatte. Der Roadtrip 2008 war mein erster Besuch in Bremen - damals hatte ich noch keine Ahnung, welche Verbundenheit und Verliebtheit ich einmal verspüren würde.



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Kommentare: 4
  • #1

    Annette Dr. Pitzer (Samstag, 03 Oktober 2020 12:40)

    Bremen ist eine tolle Stadt, das zeigt auch Dein Beitrag. Was mich, genau wie Dich, begeistert ist, dass man sich so gut in Bremen zurechtfindet.

    Alles Liebe
    Annette

  • #2

    Stephan (Donnerstag, 15 April 2021 18:01)

    Hi Miriam, wenn ich bis jetzt noch nicht davon überzeugt gewesen wäre so bald wie möglich meine Freunde in Bremen zu besuchen dann JETZT auf jeden Fall!
    Ich werde diesen City-Guide auf jeden Fall direkt vor meiner Reise noch einmal lesen um dann wirklich keine Sehenswürdigkeit zu versäumen.
    Dass du die Stadt sehr magst merkt man beim lesen dieses Beitrags sehr.
    LG
    Stephan

  • #3

    Julia (Donnerstag, 15 April 2021 20:33)

    Hallo Miriam,

    ich bekomme Sehnsucht nach der Stadt und die Momente mit meiner Oma dort. Aber nun sollte man dort wieder schlender gehen. Da würde ich aber auch Pommes knabbern und dann irgendwo Kaffee trinken wenn wieder was offen ist.
    Danke für die Einblicke.

    Liebe Grüße
    Julia

  • #4

    Jana (Donnerstag, 15 April 2021 22:01)

    Ich war bisher weder in Bremen noch in Bremerhaven, aber wie es scheint, lohnt sich ein Buch dieser beiden Städte auf jeden Fall! Schokolade probieren müsste ich zwar nicht, aber die Maus im Dom würde ich auf definitiv suchen! Das klingt nach einem Abenteuer! In Brandenburg an der Havel gibt es übrigens auch einen Roland vorm Rathaus! Wusste gar nicht, dass es den mehr als einmal gibt :)

    Liebe Grüße
    Jana