Die 10: Meine liebsten Seen in Deutschland

Wasser ist mein Element und war es immer. Und da ich - bis auf wenige Wochen für ein Praktikum in Flensburg - in Deutschland nie am Meer gewohnt habe, aber gleichzeitig am liebsten in der Natur bade, sind mir Seen enorm ans Herz gewachsen. Wo ich auch gelebt habe oder im Urlaub war, es musste immer an den See gehen. Zwar fehlen mir noch ein paar der beliebtesten deutschen Seen, aber vielleicht habe ich dafür auch den ein oder anderen Geheimtipp, der nicht in jedem Seen-Ratgeber steht? Nun, ich nehme euch mal mit auf eine Reise durch Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen und stelle euch meine Seenlieben-Orte vor.


Die 10: Großer Arbersee, Bayern

(c) Pentaxian12
(c) Pentaxian12

Der Große Arbersee bringt bei mir Kindheitserinnerungen hervor. Auch wenn ich als Kleinkind zuerst am Bodensee war, ist mir der Arbersee im Bayerischen Wald besser im Gedächtnis geblieben. Jahrelang sind wir dorthin gefahren, meistens mit Oma und Opa zusammen, und dann haben wir die Natur erkundet.

 

Wir sind oft den Weg um den See herum gegangen, der auch teilweise durch Moor führt, und haben dabei Wald-Heidelbeeren geplückt. Es gibt etliche Bilder, die mit mich blauer Schnute zeigen!

 

Der Arbersee stammt noch aus der Eiszeit und liegt herrlich eingebettet in der Natur: Wie man auf de Bild schon sehen kann, liegt er quasi im Kessel und der fast 1500 Meter hohe Große Arber liegt nur wenige Kilometer nordwestlich. Rund um den Arbersee gibt es ein Naturschutzgebiet, Schwimmen ist in dem Karsee verboten. Dafür kann man rund um das Arberseehaus, das auch als Restaurant dient, Tretboote ausleihen.

Die 9: St. Leoner See, Baden-Württemberg

Vor den Toren Heidelbergs liegt ein wunderbares Sommer-Auszeit-Paradies: Der St. Leoner See. Auf einer Seite des Ufers gibt es einen Camping-Platz, auf weiten Teilen Liegewiesen für Sonnenhungrige - und rechts vom Eingang aus sind die Sportler zu Hause: Nebst Beachvolleyball-Feldern gibt es hier auch eine großzügige Wasserskianlage

 

Hier habe ich mein erstes und bisher einziges Mal auf Wasserskiern gestanden (Wakeboard ist auch möglich). Auf einer kleinen Anlage wird trainiert und wer laut Coach bereit für die große Anlage ist, darf umsiedeln. Auf der kleinen geht es eigentlich nur gerade aus und es ist alles recht langsam. Auf der kleinen Anlage habe ich gar keine so schlechte Figur abgegeben. Dann ging es aber zur großen hinüber und ich hab es tatsächlich geschafft, nur ein einziges Mal eine Kurve zu fahren. Tja, Kurven hatten wir ja auch nicht wirklich geübt. Ich bin immer zu weit in die Mitte, obwohl man nach außen drehen soll. Auch wenn ich mega Muskelkater hatte danach - vor allem, weil man dann immer mit Skiern an Land schwimmen muss und sie bis zur Anlage tragen muss -, hat es mega viel Spaß gemach. 

 

Nebenan: Der Hardtsee in Ubstadt-Weiher, Baden-Württemberg

 

Nur wenige Kilometer entfernt liegt der zweite See meiner Kindheit, den ich euch hier ebenfalls vorstellen will , weil er einfach wunderschön ist. Am Hardtsee in Ubstadt-Weiher im Kreis Karlsruhe, unweit von der Kleinstadt Bruchsal, habe ich damals nicht nur nach den Abi-Klausuren gefeiert, der See hat auch einiges zu bieten. Er ist zwar nicht sonderlich groß, dafür sind die Farben am Ufer herrlich: Das Wasser ist teilweise glasklar und schimmert in Grün-, Blau- und Türkistönen. Das gibt fast karibisches Flair.

Die 8: Starnberger See, Bayern

Den Starnberger See habe ich auf einer Fahrradtour von München aus kennengelernt. Ich habe meine ehemalige Mitbewohnerin besucht, die am Stadtrand wohnt, und während sie und ihr Mann arbeiten mussten, haben sie mir und meinem Freund ihre Fahrräder geliehen und sind zum Starnberger See gefahren.

 

Von dem See hatte ich schon so oft gehört - und ich hatte auch gehört, dass es ein Schicki-Micki-Ort ist. Nun - das gab es natürlich auch, aber insgesamt fand ich es nicht übertrieben. Allerdings waren wir auch nur am Nordufer unterwegs und sind dort ein wenig rumgeradelt. Viel Zeit hatten wir nicht, weil abends ein Fußball-Spiel anstand, aber den kurzen Ausflug in die Sonne habe ich sehr genossen und beim nächsten München-Besuch will ich hier definitiv nochmal vorbeischauen!

 

Linktipp: "Phototravellers" hat die 25 schönsten Seen in Bayern gekürt

Die 7: Titisee, Baden-Württemberg

Südlich von Titisee-Neustadt im Schwarzwald liegt der Gletschersee Titisee. An den Uferseiten gibt es Strand- und Bademöglichkeiten, die bekannteste und größte ist über den Ortsteil Titisee erreichbar.

 

Ich war mehrmals da, einmal über die Badestelle. Dort ist zwar auch der Eintritt frei, aber es war mega viel los und es hat etwas gedauert, bis wir ein Plätzchen gefunden hatten. 2005 waren wir in einer kleinen Bucht - leider konnte ich nicht mehr herausfinden, wo das war. Da war es auf jeden Fall viel ruhiger.

 

Im Titisee ist baden erlaubt, 2018 allerdings war das Wasser nicht so dolle - es war enorm trüb und es gab viele Algen. Man sollte auf jeden Fall schwimmen können, denn eine Badeaufsicht gibt es nicht und der See ist 20 Meter tief. Auch allerlei Wassersport ist möglich: Ich habe mich zum Beispiel im Stand-Up-Paddling ausprobiert. Die Gitter, die ihr auf dem Bild seht, gehören dazu - das ist der geschützte Bereich zum Ab- und Anlegen mit dem Board.

Die 6: Bodensee, Baden-Württemberg

(c) Digital Cat/Flickr
(c) Digital Cat/Flickr

Kurz habe ich überlegt, ob ich euch ein Babyfoto von mir hier zumute - und ihr sehen könnt, wie ich als Einjährige am Strand gebuddelt habe. Denn - auch das ist wahr - ich war nur als Kind im Urlaub am Bodensee. Seit ich erwachsen bin, war ich nicht mehr dort, obwohl vor allem die Insel Mainau schon sehr lange auf meiner Bucketlist steht. Vor allem, weil ich nicht mehr so viele Erinnerungen habe und den Bodensee vor allem aus Familienvideos kenne, die mein Vater damals aufgenommen hat.

 

Der erste Urlaub in meinem Leben führte an den Bodensee. Damals fuhren meine Eltern zusammen mit einem befreundeten Ehepaar, deren Tochter nur neun Tage älter ist als ich (und mit der ich immer noch sehr gut befreundet bin!), und mir an den Bodensee. Ein paar Jahre später machten wir den gleichen Urlaub noch einmal. Auf den Bildern sehen wir alle sehr glücklich aus - und das ist ja wohl ein Indiz dafür, dass wir nochmal hier her müssen, oder?


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Die 5: Wannsee, Berlin

Der Wannsee war in meiner Jugend ein Sehnsuchtsort. Ich kann gar nicht genau sagen, warum, aber irgendwie war er in einer Reihe mit den großen deutschen Seen wie Bodensee und Chiemsee bei mir im Kopf verankert.

 

2008 war ich zum ersten Mal dort (und eigentlich auch nur in dem Sommer), als ich für ein Praktikum drei Monate in Berlin war. Ich hatte zwar den ebenfalls schönen Plötzensee direkt vor der Haustüre, aber der Wannsee war für mich natürlich ein Muss. Mit der S-Bahn geht es auch ganz schnell vom Zentrum Berlins aus.

 

Mir hat die Atmosphäre dort einfach sehr gut gefallen. Es ist irgendwie typisch Berlin. Die Menschen habe ich als enorm entspannt und gechillt erlebt, es waren viele junge Menschen dort und es war eine Mischung aus Entspanntheit und Partystimmung. Ein Bierchen am Strand trinken, sich sonnen und ein wenig abkühlen. Wer allerdings größere Ansammlungen von Menschen nicht mag, ist hier nicht ganz richtig, denn die Strände sind wirklich voll, wenn das Wetter entsprechen ist. Ich war damals 22 Jahre alt und noch nicht ganz so naturverbunden wie heute - daher hat mir das damals sehr gut zugesagt. Ich hoffe, dass ich es bald mal wieder nach Berlin und Potsdam schaffe und einen Abstecher an den Wannsee machen kann - ich bin gespannt, ob er mir heute noch so gut gefällt wie ich ihn aus 2008 in Erinnerung habe.

Die 4: Ricklinger Kiesteiche, Niedersachsen

Die Ricklinger Teiche sind eines der Naherholungsgebiete in Hannover. Sie grenzen im Süden an den viel berühmteren, aber deutlich überlaufeneren Maschsee und bestehen aus drei Badeseen, die nicht bewacht werden.

 

Es gibt an den meisten Stellen auch keinen klassischen Strand, das Ufer ist von Bäumen und Gras umgeben und während das Hineinspringen noch einfach ist, ist das herauskommen nicht immer ganz so einfach. Wer es einfacher mag, besucht den Hemminger Strand, dort gibt es am Beachclub einen Strand. Dort finden sich daher aber auch eher Familien mit Kindern

 

Es gibt übrigens auch einige Kiosks, beispielsweise zwischen Siebemeterteich und Dreiecksteich. An letzterem bin ich am liebsten, weil man noch herrlich abgeschieden liegen kann und das Publikum recht angenehm  ist. Hier kann man in Ruhe mal ein paar Stunden die Seele baumeln lassen, ein gutes Buch lesen und sich zwischendurch erfrischen.

Die 3: Schweriner See, Mecklenburg-Vorpommern

(c) Horst-schlaemma
(c) Horst-schlaemma

Eine meiner ersten richtigen Reisen alleine ohne meine Eltern führte mich nach Schwerin! Warum Schwerin? Nun, dort fanden 2002 die Jugendmedientage statt, eine Art Camp für Nachwuchsjournalisten. Damals wusste ich schon, dass ich einmal Journalistin werden wollte und bin öfter zu solchen Camps gefahren (und habe beispielsweise auch Bonn, Leipzig, Kiel und Oslo dadurch kennengelernt). Viele Stunden saß ich damals im Zug.

 

Sehr viele Erinnerungen an Schwerin habe ich nicht mehr, aber ich weiß noch, dass es mir unheimlich gut gefallen hat. Ich war damals schon unheimlich gerne am Wasser und dass es in der Stadt so viel Wasser gibt, hat mich total umgehauen. Außerdem ist mir das Schweriner Schloss in Erinnerung geblieben und das liegt nun wahrlich wunderschön idyllisch auf der Schlossinsel zwischen Schweriner See und Burgsee.

 

Damals hatte ich keine Zeit, auch im Schweriner See zu baden - aber das geht - sogar mit Schlossblick! Als Geheimtipp gilt die Badestelle Am Reppin im Stadtteil Mueß, die nur zu Fuß erreichbar ist.

Die 2: Chiemsee, Bayern

Der Chiemsee ist einer der bekanntesten Seen Deutschlands und ich war eher zufällig dort. Denn eine Freundin von mir, meine ehemalige Mitbewohnerin aus Studienzeiten in Passau, kommt aus dem Chiemgau und hat dort vor drei Jahren geheiratet. Da mussten wir natürlich auch einen kleinen Ausflug an den See machen!

 

Zunächst sind wir nach Prien gefahren, dort hat es uns nicht so gut gefallen, deshalb ging unsere Tour noch weiter nach Bernau. An nur einem halben Tag kann man natürlich nicht so wahnsinnig viel entdecken, aber es war unheimlich schön, in der Sonne am Strand zu liegen (ohne Badeklamotten), auf die Boote und Wassersportler zu schauen und ein Bierchen zu trinken.

 

Schon allein wegen des Berg-Panoramas ist der Chiemsee eine Reise wert - denn er liegt einfach sehr idyllisch. Ich bin nicht so der absolute Bayern-Typ, aber hier habe ich mich gleich wohlgefühlt. Ein Besuch bei meiner Freundin, die nun auch wieder in die Ecke gezogen ist, ist fest eingeplant!

Die 1: Steinhuder Meer, Niedersachsen

Einfach für einen Tag ans Meer fahren - das wäre schön. In etwa so etwas ist ein Tagesausflug von Hannover aus ans Steinhuder Meer. Das ist zwar gar kein Meer, sondern der größte See Niedersachsens, aber ein bisschen Strandpromenaden-Feeling und Badespaß gibt es hier auch.

 

Wer nicht nur Baden, Flanieren und Entspannen möchte, hat allerlei Angebote am Steinhuder Meer. Selbst mit Kanu oder Tretboot fahren, oder sich mit dem Boot ans andere Ufer bringen lassen, mit dem Fahrrad einmal den See umrunden (32 Kilometer!), eine Vogelwanderung oder ein Spaziergang durch den Naturpark machen.

 

Weil es mir am Steinhuder Meer so gut gefallen hat, habe ich hierzu einen eigenen Artikel verfasst, inklusive Tipps für die Fahrradtour ab Hannover.


Und sonst so...?

Großkrotzenburger See, Hessen
Großkrotzenburger See, Hessen

Als Bremen-Fan steht der Werdersee bei mir natürlich sehr hoch im Kurs. Ich habe damals in der Bremer Neustadt gewohnt und von dort war ich in wenigen Minuten am Werdersee. Leider gab es damals kaum Infrastruktur rund um den See, keine Toiletten, kein Kiosk, nichts. Daher hat es der See trotz seiner Idylle nicht in meine Top Ten geschafft.

 

In Frankfurt hat mir das direkte Wasser (zum Baden) gefehlt, so attraktiv ist der Main nicht. Dafür ging es dann öfter mal mit Fahrrad und S-Bahn nach Hanau zum Großkrotzenburger See, der teilweise in Hessen, teilweise in Bayern liegt. Im Schwarzwald hat mir auch der Mummelsee immer gut gefallen, wobei der Schluchsee fast noch schöner ist. Wenn ich meine Familie am Niederrhein besuche, machen wir oft einen Abstecher an den Borner See in Brüggen - dort kann man nicht baden, aber wunderschön spazieren gehen (das große Foto am Textende).

 

Plötzensee, Berlin
Plötzensee, Berlin

Obwohl ich Seen so gerne mag und eigentlich immer einen Abstecher einlege, gibt es doch noch einige, die auf meinem Plan stehen.

 

Ganz oben auf der Bucketlist findet sich der Eibsee - obwohl ich schon oft in Garmisch-Partenkirchen war, hab ich es nie dorthin geschafft. Auch der Königsee mit seinem wundervollen Berg-Panorama steht hoch im Kurs. Und dann kommt gleich noch ein dritter im flächenmäßug größten Bundesland hinzu: der Alatsee bei Füssen. Von dem habe ich neulich zum ersten Mal gelesen und die Farben haben mich absolut überzeugt!

 

Den größten See, der komplett in Deutschland ist, die Müritz, habe ich auch noch nicht gesehen. Und wenn ich nur daran denke, wie schön die Schweriner Seen sind, dann muss die Müritz in der Mecklenburger Seenplatte mindestens genauso wundervoll sein.

 


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