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Reisetipps für Norwegen: Visum, Route, Reisezeit & Co



Optimale Reisezeit:
Für Norwegen gibt es keine optimale Reisezeit, denn eigentlich ist die fast das komplette Jahr hindurch. Es kommt ein wenig drauf an, was ihr sehen und erleben und machen wollt. 

Wanderungen sind von Mai bis September am besten zu machen - da es in der Zeit meist schneefrei ist. 

Polarlicht-Saison ist von Ende August bis Anfang April. 

Die Hochsaison ist in ganz Norwegen von Juni bis August, im Nordpolarkreis rund um Tromsø zudem im Dezember und Januar. Dann sind auch die Wale an der nordnorwegischen Küste: Finnwale, Orcas und Pottwale. 

 

 

Währung und Preise: 

Bezahlt wird in Norwegischen Kronen (NOK), ein Euro entspricht knapp 11 NOK. In Norwegen ist bargeldloses Zahlen via Handy oder Kreditkarte sehr üblich, an einigen Stellen werden Münzen und Scheine gar nicht mehr angenommen. In einigen Geschäften lässt sich auch gut mit EC-Karte bezahlen. Es empfiehlt sich, Geld vor Ort am Geldautomaten zu ziehen und nicht vorab umzutauschen. Bei meinen letzten Trips nach Norwegen habe ich gar kein Bargeld mehr genutzt. 

 

Jeder weiß: Norwegen ist kein Low-Budget-Land. Es ist sehr teuer, in Norwegen ein Zimmer in einem Hotel zu nehmen oder im Restaurant essen zu gehen. Auch Alkohol und frisches Obst und Gemüse sind oft teuer. Dennoch geht eine Norwegen-Reise auch günstig: Das Jedermannsrecht erlaubt Wildcampen im ganzen Land, ich übernachte am liebsten in Hütten (viele sind auf Airbnb zu finden). Die Ausstattung ist oft Basic, aber es ist günstig und gibt mir das Norwegen-Gefühl. Haltbare Produkte wie Reis und Pasta sind ebenfalls nicht viel teurer als bei uns. 

 


Hinkommen: 

Es gibt verschiedene Airlines, die aus Deutschland nach Norwegen fliegen, unter anderem Lufthansa, Norwegian, Eurowings, Ryanair und SAS, die Kosten liegen etwa bei 50 bis 200 Euro für Hin- und Rückflug.

Außerdem gibt es eine direkte Fährverbindungen: die Colorline von Kiel nach Oslo für rund 200 Euro für Hin- und Rückfahrt. Viele Norwegen-Urlauber reisen mit dem eigenen Auto an, das geht auf dem Landweg via Dänemark und Schweden, dauert aber einige Zeit. Viele Urlauber kombinieren Autofahrt und Fähre und reisen etwa ab Hirtshals mit dem Schiff nach Kristansand (2h 15min, 42 Euro), Stavanger (10h 30min, ab 320 Euro) oder Bergen (16h 30min, ab 320 Euro).

Auch Busunternehmen wie Eurolines bieten Fahrten von Deutschland nach Norwegen an. 

 

 

 

Visum: 

Norwegen gehört zwar nicht zur EU, aber zum Schengen-Raum. Wer in der EU (oder auch in der Schweiz) lebt, braucht kein Visum. 

 

 

Einpacken: 

Was für Norwegen ins Gepäck gehört, ist sehr davon abhängig, wann und wohin ihr fahrt. Im Winter könnt ihr euch gute warme Wollkleidung auch vor Ort kaufen, sie ist nicht teurer als bei uns und man kriegt sie in jedem H&M oder Cubus. Gutes, festes Schuhwerk sollte immer ins Gepäck, sobald ihr auch in die Natur wollt. Ich habe einen extra Packliste-Beitrag geschrieben, was ihr im Winter für einen Trip nach Spitzbergen einpacken solltet - und eigentlich gilt diese Packliste auch für Nordnorwegen zwischen Oktober und April (und eigentlich auch für das restliche Norwegen zur Winterzeit, denn auch rund um Oslo kann es bis zu minus 20 Grad kalt werden). 

 

 

Rumkommen:

In Norwegen gibt es ein gut ausgebautes Bus- und Zugnetz. Die norwegische Bahn fährt vom Süden bis auf die Höhe Bodø, ähnlich dem deutschen Sparpreis gibt es auch hier Sonderangebote, die Minipris genannt werden - Tickets müssen auch hier am besten Wochen vorher gebucht werden und können nicht umgebucht werden. 

Überlandbusse wie Lavprisekspressen oder Nor-Way fahren zwischen größeren Städten, lokale Busse fahren auch in abgelegenere Ecken. Dennoch sind viele vor allem landschaftlich reizvolle Gebiete kaum mit dem ÖPNV erreichbar, weshalb ein Mietwagen sinnvoll ist. Ich bin außerhalb von Oslo oder bei Städtetrips nach Bergen oder Trondheim immer mit Mietwagen unterwegs, die Preise variieren stark, ich buche meist für rund 20 bis 25 Euro am Tag. 

Innerhalb Norwegens gibt es drei Fluglinien: SAS, Norwegian und Widerø. Oft ist es recht günstig, etwa von Oslo in den Norden zu fliegen. Bedenkt bei allen Reisen in Norwegen, dass das Land enorm lang und groß ist. Von Kristansand zum Nordkap sind es rund 2400 Kilometer - und in Norwegen gilt ein strenges Tempolimit, ihr solltet nicht mit mehr als 60km/h im Schnitt rechnen. 

 

 

Sehenswürdigkeiten:

Oslo: Kleine Hauptstadt, viel los: Shoppen, den Oslofjord erkunden, in Museen gehen und Munch entdecken.

Tromsø: Highlight ist die Eismeerkathedrale; Ausgangspunkt für Nordlicht- und Whale-Watching-Touren.

Lofoten: Das berühmteste Insel-Archipel des Landes.

Vesterålen: Die kleine Schwester der Lofoten, weniger bekannt, genauso schön, im Winter kommen die Wale.

Senja: Norwegen in Miniaturformat: Wasserfälle, Elche, Rentiere, Fjorde und Klippen im Norden.

Bergen: Stadt mit historischem Kern rund um die Tyske Brygge und den Fischmarkt; Ausgangspunkt für West-Fjorde. 

Hardangerfjord: Malerischer Fjord in der Nähe von Bergen. 

Geirangerfjord: Der bekannteste Fjord in Norwegen; häufig sind Kreuzfahrtschiffe im Sichtfeld.

Preikestolen: Beliebte kürzere Wanderung im Westen in der Nähe von Stavanger. 

Trondheim: Bunte Häuser auf Stelzen prägen das Stadtbild.

Olavsweg: Berühmtester Fernwanderweg des Landes. 

Lillehammer: Der Ort des Wintersports und der Olympischen Spiele; Ausgangspunkt für Touren in die Berge

Trollstigen: Eine der bekanntesten Straßen des Landes, die sich über einen Pass schlängelt.

Trolltunga: Anstrengende Wanderung zu einer Felszunge; inzwischen recht überlaufener Instagram-Hotspot.

Runde: Kleine Insel im Nordwesten, die zwischen April und August Heimat für brütende Papageientaucher ist. 

Spitzbergen: Großes Inselarchipel zwischen Nordkap und Nordpol. Eine eigene Reise wert. 

 

 

Meine Routen

Oslo - Eidsvoll Verk - Tyrilfjord - Søndre Land - Lillehammer - Valdres - Trondheim - Grong

Oslo - Asker -  Drammen - Kongsberg 

Nordkap - Honningsvåg - Tromsø - Vesterålen

Oslo - Bergen - Hardangerfjord - Trolltunga - Fjell - Bergen

Oslo - Tromsø - Spitzbergen 

Oslo - Tromsø - Sørreisa - Senja

 

 

 

Empfohlene Route

 

Es ist schwierig, hier eine Route zu empfehlen - da es doch sehr davon abhängt, welche Gegend man erkunden möchte und zu welcher Jahreszeit. Meine Highlights waren definitiv Senja und Vesterålen, was sich sehr gut mit einem Trip rund um Tromsø und die Lofoten verbinden lässt.

 

 

Linktipps: Preikstolen und Lofoten fehlen mir noch in der Liste, dafür haben andere Reiseblogger darüber geschrieben. Reisewut stellt dir Highlights auf den Lofoten vor, Ferngeweht ist zum Preikestolen gewandert.

 


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