Roadtrip: 2. Stopp Glücksburg

Was macht man als Student, wenn man wenig Geld hat, um zu verreisen? Und nach dem Praktikum in Flensburg noch rund drei Wochen bis zum Semesterbeginn in Passau hat? Richtig, man nutzt die Autofahrt, die man ohnehin machen müsste und quartiert sich bei Freunden unterwegs ein. Mehr als 1500 Kilometer waren es am Ende.

 

Mit meinem kleinen roten Polo machte ich mich 2008 auf den Weg. Ich hielt dort an, wo ich Freunde und Bekannte hatte. Über Flensburg mit einem Abstecher nach Glücksburg ging es nach Kiel, über den Nord-Ostsee-Kanal nach Heide mit einem Ausflug nach Büsum an die Nordsee. In Hamburg und Oldenburg besuchte ich Leute, es gab einen Tagesausflug nach Bremen. Über einen Stopp in Hannover bin ich in Kassel gelandet, wo wir Ausflüge nach Bad Sooden-Allendorf, Hessisch Lichtenau, auf den Hohen Meißner und nach Melsungen machten.

 

In diesem Teli sind wir in Glücksburg. Die anderen Teile finden ihr am Textende.


Willkommen in der nördlichsten Stadt Deutschlands, in Glücksburg. Häufig wird Flensburg als nördlichste Stadt bezeichnet, doch Glücksburg auf der Halbinsel Angeln, direkt an der Flensburger Förde, liegt rund zehn Kilometer nordöstlich von Flensburg. Auffällig ist die Steilküste, die Kolonien an Seevögeln, die hierher zum Brüten kommen und die namensgebende Glücksburg. Es handelt sich dabei um ein historisches Wasserschloss der Spätrenaissance, das aussieht, als wäre es einer Postkarte entsprungen. Es liegt idyllisch im Grünen, direkt in der Flensburger Förde. 1582 wurde es von Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg erbauen lassen. In einem Teil des Schlossparks wartet das Rosarium Glücksburg, in dem rund 500 Arten von Rosen beherbergt sind.

 

Auf der Nicht-Wasser-Seite des Schlosses befindet sich die Innenstadt. Ein beeindruckendes Gebäude ist der ehemalige Kleinbahn-Bahnhof der Flensburger Kreisbahn. Heute ist dort eine Bushaltestelle und die städtische Bücherei sitzt dort. Wer weiter die Rathausstraße gen Norden geht, kommt an das Waldmuseum im Glücksburger Wald. Generell lohnt es sich, die Halbinsel bis an die Spitze nach Holnis weiter zu erkunden, etwa rund um den Pugumer See. Ganz an der Spitze, in Holnis, wartet ein Aussichtspunkt und ein Seemannsgrab. An der Nachbildung des Eiszeitdorfes wird noch gearbeitet.

 

 

Wer sich eher gen Nordwesten orientiert, kann an dieser Seite der Flensburger Förde die Turmuine Erlkron in der Schwennaustraße 46 erkunden, die aus Steinen der ehemaligen Duburg gebaut wurde. Vom Schwennauhof mit Strandservice aus kann man über die Förde nach Dänemark schauen. Die Inseln, kleine und große Ochseninsel, gehören bereits zu Dänemark. Entlang der Küste auf dänischer Seite führt der wunderschöne Fjordvej, über den ihr mehr in meinem Dänemark-Teil lest. Südlich vom Schwennauhof liegt die Seebrücke Glücksburg, ein schickes Hotel mit bewirtetem Strandabschnitt. Als Ausflugsziel gilt auch das Quellental mit der Hanseatischen Yachtschule und dem Menke-Planetarium. Wer hier in Glücksburg seine Freizeit verbringen möchte, ist ebenso gut aufgehoben. Es gibt ein Ostseebad mit Stränden - und wer lieber mit etwas mehr Action und unter Aufsicht schwimmen mag,  besucht einfach die Fördeland-Therme.




Weitere Stopps