Roadtrip: 11. Stopp Werra-Meißner-Kreis

Was macht man als Student, wenn man wenig Geld hat, um zu verreisen? Und nach dem Praktikum in Flensburg noch rund drei Wochen bis zum Semesterbeginn in Passau hat? Richtig, man nutzt die Autofahrt, die man ohnehin machen müsste und quartiert sich bei Freunden unterwegs ein. Mehr als 1500 Kilometer waren es am Ende.

 

 

Mit meinem kleinen roten Polo machte ich mich 2008 auf den Weg. Ich hielt dort an, wo ich Freunde und Bekannte hatte. Über Flensburg mit einem Abstecher nach Glücksburg ging es nach Kiel, über den Nord-Ostsee-Kanal nach Heide mit einem Ausflug nach Büsum an die Nordsee. In Hamburg und Oldenburg besuchte ich Leute, es gab einen Tagesausflug nach Bremen. Über einen Stopp in Hannover bin ich in Kassel gelandet, wo wir Ausflüge nach Bad Sooden-Allendorf, Hessisch Lichtenau, auf den Hohen Meißner und nach Melsungen machten.

 

In diesem Teli geht sind wir im Werra-Meißner-Kreis. Die anderen Teile finden ihr am Textende.


In Hessisch-Lichtenau führte mein erster Weg in den Stadtteil Quentel, wo es seit 2006 den Frau-Holle-Park gibt.

 

In der Heimat von Frau Holle geht es durch ein futuristisches Tor, im Park ist eine Bronzeskulptur der Frau Holle zu sehen. Außerdem sind im Park Bronzeplatten angebracht, die Zitate aus dem Märchen der Gebrüder Grimm enthalten.

 

Genau genommen soll das Märchen auf dem Hohen Meißner spielen, einem Bergmassiv im Fulda-Werra-Bergland mit 754 Metern Höhe.

 

Dort gibt es auch einen Frau-Holle-Teich mit der Figur, die ihr unten auf dem Foto seht. Es handelt sich um eine Holzfigur von Viktor Donhauser.

 

Frau Holle ist nach den Sagen gestaltet, die länger existieren als die Version der Grimm-Brüder. Sie hält ein Kissen in der Hand, mit dem sie den Schnee schütteln kann.

 

Östlich vom Teich gibt es noch eine weitere Holzstatue, der Waldarbeiter Ferdinand Urff hat sie mit einer Motorsäge hergestellt. Bei dem Teich soll es sich um einen verzauberten Teich handeln. Der Sage nach hat er keinen Boden und ist der Eingang in die andere Welt.

 

Rund um den Hohen Meißner gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört die auf 720 Metern Höhe gelegene Aussichtsplattform "Kalbe" auf einer Basaltkuppe. Man sieht das Werratal, den Harz und den Thüringer Wald - manchmal sogar die Rhön.

 

Man kann vom Frau-Holle-Teich über einen Pfad hierhin kommen. Vom Parkplatz Schwalbenthal aus, in 612 Metern Höhe, lässt sich Richtung Vockerode und Thüringen blicken. Kellerwald, Habichtswals und Kaufunger Wald sind vom Naturfreundehaus Meißnerhaus aus zu sehen.


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