Reisetipps für Costa Rica: Visum, Route, Reisezeit & Co



Optimale Reisezeit für Costa Rica:
In Costa Rica gibt es viel Regenwald - ergo auch viel Regen. Das solltest du bei der Auswahl deiner Reisezeit beachten. Trockenzeit ist in der Regel zwischen Dezember und April - das wäre dann auch die beste Reisezeit. Allerdings fällt auch in dieser Zeit Niederschlag, nur nicht so häufig wie in der Regenzeit. Hochsaison ist im Februar und März. 

 

Wer spezielle Vorlieben hat, sollte aber unbedingt die Zeiten checken. Die Eiablage der meisten Meeresschildkröten rund um Tortuguero ist beispielsweise im August, September und Oktober, wenige Wochen später schlüpfen die kleinen Tiere. Die Lederschildkröte kommt im April und Mai an Land. Die beste Reisezeit für Badeurlaub ist Februar, März, April, September und Oktober an der Karibikküste und Dezember bis April an der Pazifikküste. Generell sind die Temperaturen aber das ganze Jahr über so hoch, dass du baden kannst. In der Trockenzeit liegen sie bei 25 bis 30 Grad, in der Regenzeit ist es etwas frischer. Costa Rica liegt übrigens nicht im Hurrikan-Gebiet, auch wenn die Wirbelstürme selten vorkommen können. 

  

 

Währung und Preise in Costa Rica: 

In Costa Rica zahlst du mit Colón, wobei US-Dollar als Zahlungsmittel auch weit verbreitet ist. Der Colón ist eine jener Währungen, für die man einen großen Geldbeutel braucht. 1 Euro entsprechen 743 Colón. 

 

Costa Rica wird gerne als die Schweiz Mittelamerikas bezeichnet und das liegt nicht nur an der wunderschönen Natur, die das Land zu bieten hat: Costa Rica ist eines der sichersten Reiseziele (du kannst auch abends problemlos rausgehen), aber auch eines der teuersten. So ungefähr gar nichts außer frischen Früchten ist hier wirklich günstig. Der Mietwagen mit Allrad-Antrieb war einer der teuersten Mietwagen, die ich auf Reisen je gebucht habe. Bei den Hotels gab es durchaus einige Mittelklasse-Option für mittleres Budget, das hat dann auch gepasst für uns. Generell fand ich es aber einfacher, teurere Unterkünfte zu finden als günstige. Essengehen im Restaurant war preislich oft ungefähr auf dem europäischen Level. Viel günstiger und mindestens genauso lecker ist das Essen aber in den sogenannten Sodas, kleinen sehr einfachen Restaurants mit lokaler Küche. 

 

 

Hinkommen nach Costa Rica: 

Es gibt derzeit meines Wissens nach keine Direktflüge von Deutschland nach Costa Rica. Die typischen Routen führen entweder, vor allem mit der spanischen Airline Iberia, über Madrid. Oder mit den amerikanischen und britischen Linien über die USA. Auch Verbindungen über Panama und Mexiko sind nicht unüblich. Für einen Flug solltest du mit rund 800 Euro rechnen. Es kann günstiger sein, einen Flug mit einem Aufenthalt von ein paar Tagen in Panama-Stadt zu buchen. Bei uns hat das damals so viel ausgemacht, dass wir das Hotel für die vier Nächte in Panama-Stadt raus hatten durch die Ersparnis beim Flug mit dem langen Zwischenstopp. 

 

 

Visum für Costa Rica: 

Deutsche, die für touristische Zwecke bis zu 90 Tage in Costa Rica weilen, benötigen kein Visum. Du musst bei der Einreise lediglich deinen Reisepass vorweisen und bekommst einen Stempel. Wer für ein Praktikum oder auch für Freiwilligendienst (unabhängig davon, ob du dafür Geld bekommst oder nicht!) nach Costa Rica kommt, benötigt ein spezielles Visum. Eine Pflichtimpfung gibt es für Costa Rica übrigens nicht, wenn man aus Deutschland kommt. Wer allerdings aus einem Gelbfiebergebiet einreist, muss den Impfpass mit dem Nachweis der Gelbfieberimpfung vorweisen.

 

 

Einpacken für Costa Rica: 

Costa Rica verfügt über viel Regenwald - das heißt, es regnet viel. Du solltest also unbedingt eine Regenjacke mitnehmen, wasserfeste Schuhe und Moskitoschutz. Wenn die Sonne rauskommt, ist ein Sonnenschutz in Form einer Kopfbedeckung und Sonnencreme unerlässlich. Abends war es zumindest im November in einigen Gegenden recht frisch, daher würde ich auf jeden Fall eine Fleecejacke oder ähnliches einpacken, was warm hält. Wanderschuhe beziehungsweise festes Schuhwerk für Wandertouren durch den Dschungel und die Nationalparks gehören ebenfalls ins Gepäck. 

 

 

Rumkommen in Costa Rica:

 

Es gibt Busverbindungen innerhalb Costa Ricas, allerdings liegen einige Orte so entlegen, dass man kaum mit ÖPNV hinkommt. Tortuguero beispielsweise ist kaum zu erreichen, wenn man kein eigenes Auto hat. Daher würde ich auf jeden Fall zu einem Mietwagen raten. Wir hatten einen Wagen mit Allrad-Antrieb und waren mehrmals sehr froh darum, etwa, als es darum ging, auf der Schotterpiste nach Monteverde hochzukommen.

 

 

Sehenswürdigkeiten in Costa Rica:

Monteverde Nebelwald: Einer der berühmtesten und ältesten Nebelwälder überhaupt - drum herum gibt es viele Hängebrücken-Parks im gleichen Ökosystem. 

Manuel Antonio Nationalpark: Der bekannteste Nationalparks Costa Rica mit guten Chancen auf Faultiere.

Cahuita Nationalpark: Kostenloser Nationalpark direkt am Karibikstrand, gute Chancen auf Affen und Waschbären.

Tortguero: Schon die Anreise mit dem Boot ist ein Highlight - absolutes Dschungel-Feeling und viele Möglichkeiten a la Kajaken, Wandern. Zwischen September und November schlüpfen Babyschildkröten.

San José: Die Hauptstadt wird gerne auf Costa-Rica-Reisen ausgelassen - zu Unrecht. Es gibt durchaus schöne Ecken und viel Kultur. 

Corcovado Nationpark: Der südlichste Nationalpark ist wenig touristisch erschlossen, ist aber eines der artenreichsten Gebiete überhaupt - mit Tapiren, Jaguaren und Affen. 

La Fortuna: Die Stadt wenn es um Action und Adrenalin geht - danach kannst du in den zahlreichen heißen Quellen entspannen. 

Volcan Arenal: Ein noch aktiver Vulkan, der von La Fortuna aus gut bewandert werden kann. 

Laguna Arenal: Der Ort für Wassersport und eine entspannte Atmosphäre zwischen La Fortuna und Monteverde. 

Rincón de la Vieja Nationalpark: Vulkane, Wasserfälle, heiße Quellen und Tiere wie Affen oder Faultiere finden sich im Nationalpark, Aktivitäten wie Rafting, Wandern oder Kajaken sind möglich.

Santa Teresa: Wer Traumstrände sucht, wird in Santa Teresa fündig - im Südwesten der Nicoya-Halbinsel zeigt sich der Pazifik von seiner schönsten Seite. 

Montezuma: Im Süden der Halbinsel Nicoya liegt Montezuma mit netten Stränden. Galt einst als Hippie-Ort mit günstigen Preisen, ist heute sehr touristisch. 

 

Isla Tortuga: Die kleine Insel Isla Tortuga, etwas südlich von der Halbinsel Nicoya im Pazifik gelegen, hat die schönsten Strände von ganz Costa Rica. Schnorcheln ist gut möglich.

 

 

Meine Route in Costa Rica

(San José -) Tortuguero - San José - Quepos - Manuel Antonio - Santa Elena - Monteverde - Bajo del Tigre - Selvatura - Curi Cancha - Cañas - Laguna de Arenal - La Fortuna - Volcano de Arenal - Tambor - Curu - Montezuma - Cabo Blanco - San José.  

 

 

Empfohlene Route für Costa Rica

Wir hatten uns für unsere dreiwöchige Reise nach Costa Rica auf sechs Übernachtungsstätten geeinigt: Tortuguero, San José, Quepos, Santa Elena, La Fortuna und Tambor. Bei der nächsten Reise würde ich die Route wohl ein wenig ändern - denn zwei wundervolle Nationalparks haben wir gar nicht weiter beachtet, dafür waren wir in vielen kleineren Parks rund um Santa Elena und Monteverde unterwegs, deren Besuch nicht unbedingt lohnt. Wir haben am Ende Badeurlaub in Tambor gemacht - da gibt es sicher auch schönere Strände und nicht so riesige Anlagen, etwa an der Playa Santa Teresa. 

 

Tortuguero - (Puerto Limón -) Cahuita - San José - Quepos/Manuel Antonio - Corcovado - Jacó oder Tarcoles (als Zwischenstopp) - Monteverde - La Fortuna - Rincón de la Vieja - Santa Teresa - Curu - Isla Tortuga. 

 

 


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Kommentare: 9
  • #1

    wurm400@gmail.com (Montag, 22 Februar 2021 16:19)

    Momentan ist das mit den Reisen ja nicht gerade leicht und empfehlenswert. Dein Beitrag ist aber sehr gut geschrieben und man bekommt auch direkt Lust, selbst in den Urlaub zu fahren =D
    Allerdings wüsste ich nicht, ob Costa Rica meins wäre, bin da eher der Typ für die (wirklich) kalten Gegenden der Welt.
    MfG

  • #2

    Mo (Montag, 22 Februar 2021 16:34)

    Liebe Miriam,

    ich wusste gar nicht, dass als reiner Tourist aus Deutschland kein Visum benötigt wird. Das macht das Ganze ja doch recht "entspannt". Für mich wäre wohl die beste Reisezeit dann, wenn der Niederschlag nicht so hoch ist. Meine bessere Hälfte würde es vermutlich in der Regenzeit besser finden. Aber vielleicht könnten wir ja auch das Ende von dem einen und den Anfang von dem anderen mitnehmen.
    Egal. Costa Rica finde ich schon allein wegen der Flora und Fauna total reizvoll. Das einzige was mich echt ein bisschen schreckt sind die Moskitos. Aber da gibt es ja auch so einiges, was ich zum Schutz (auf)tragen kann.

    Liebe Grüße
    Mo

  • #3

    Vivienne Claus (Montag, 22 Februar 2021 20:13)

    Liebe Miriam,
    beim Lesen Deines Beitrags bekomm ich direkt Lust, in den Urlaub zu fahren. Besonders die Nebelwälder und die Wanderung zum noch aktiven Vulkan würden mich sehr interessieren. Auf Deinen Reisen lernst Du bestimmt immer eine ganze Menge dazu. Sehr interessant.
    Herzliche Grüße Vivienne

  • #4

    Cornelia (Dienstag, 23 Februar 2021 09:17)

    Costa Rica muss wirklich wunderschön sein. Wir hatten das auch mal auf unserer Wunschliste, aber bisher hat es einfach noch nie gepasst. Dein Bericht macht direkt wieder Lust darauf. Das Klima ist bestimmt eine Herausforderung - heiß und feucht ist eine ziemlich anstrengende Kombination. Schließlich möchte man dort ja auch viel sehen und unternehmen, wegen Badeurlaub würde ich eher nicht so weit reisen.

  • #5

    Katharina (Dienstag, 23 Februar 2021 09:33)

    Oh ja, Costa Rica ist ganz weit oben auf meiner Reiseliste. Da möchte ich sehr gern irgendwann mit den Kindern hin, wenn sie dann mal Grundschulalter oder so haben. Im Moment ist mir der Flug zu lang und sie sollen ja auch viel mitbekommen. :) PURA VIDA! :)

  • #6

    View of my Life (Dienstag, 23 Februar 2021 09:43)

    Das Reisen ist seit letztem Jahr echt zurück gegangen. Ich hoffe so sehr das es heuer mehr möglich ist. Costa Rica wäre schon ein Traum von mir. :-) Deine Bilder laden zum Träumen ein und wecken Fernweh in mir. Liebe Grüße Claudia

  • #7

    Jana (Dienstag, 23 Februar 2021 10:20)

    Costa Rica steht schon seit Jahren ganz oben auf meiner Liste. Tatsächlich habe ich überlegt, dieses Jahr im Januar dorthin zu reisen. Leider macht es die aktuelle Lage ja unglaublich schwer - auch wenn es theoretisch momentan erlaubt ist, dort einzureisen. Ich hoffe dass ich es im Laufe der nächsten Jahre endlich mal schaffe. Definitiv eine Traumdestination!

    Liebe Grüße
    Jana

  • #8

    stephan (Dienstag, 23 Februar 2021 11:20)

    Hi Miriam,
    dass man kein Visum benötigt um Urlaub in Costa Rica zu machen hätte ich jetzt nicht erwartet.
    Ich glaube ich würde es wie ihr machen und den Flug mit mehrtägigem Aufenthalt über Panama wählen.
    Wann hat man schon einmal die Möglichkeit zwei so interessante Länder zu bereisen und gleichzeitig finanziell nicht deutlich teurer weg zu kommen?
    Dass Costa Rica so sicher ist, ist ein weiterer Punkt den ich nicht erwartet hätte, dachte immer, dass es ein sehr unsicheres Land ist, keine Ahnung wie ich auf diesen Gedanken gekommen bin.
    LG
    Stephan

  • #9

    Julia (Dienstag, 23 Februar 2021 13:01)

    Hallo Miriam,
    ich hätte jetzt nicht gedacht das es so viel Regenzeit dort gibt. Aber es gibt ha viele tolle Monate, die man dort sein sollte. Was mich interessieren würde ich die Eiablage und das Schlüpfen später. Das wäre ein Traum.

    Liebe Grüße
    Julia