Roadtrip: 9. Stopp Hannover

Was macht man als Student, wenn man wenig Geld hat, um zu verreisen? Und nach dem Praktikum in Flensburg noch rund drei Wochen bis zum Semesterbeginn in Passau hat? Richtig, man nutzt die Autofahrt, die man ohnehin machen müsste und quartiert sich bei Freunden unterwegs ein. Mehr als 1500 Kilometer waren es am Ende.

 

Mit meinem kleinen roten Polo machte ich mich 2008 auf den Weg. Ich hielt dort an, wo ich Freunde und Bekannte hatte. Über Flensburg mit einem Abstecher nach Glücksburg ging es nach Kiel, über den Nord-Ostsee-Kanal nach Heide mit einem Ausflug nach Büsum an die Nordsee. In Hamburg und Oldenburg besuchte ich Leute, es gab einen Tagesausflug nach Bremen. Über einen Stopp in Hannover bin ich in Kassel gelandet, wo wir Ausflüge nach Bad Sooden-Allendorf, Hessisch Lichtenau, auf den Hohen Meißner und nach Melsungen machten.

 

In diesem Teli sind wir in Hannover. Die anderen Teile finden ihr am Textende.


Dieser Text stammt noch aus dem April 2018, also zu einem Zeitpunkt, als ich noch nicht wusste, dass ich noch in diesem Jahr in Hannover landen würde. Der Text wird daher demnächst upgedatet, wenn ich die Stadt besser erkundet habe.


Von Hannover hab ich viel Negatives gehört - das hat sich für mich aber absolut nicht bestätigt. Ganz im Gegenteil, ich habe mich sofort wohl gefühlt und könnte mir auch vorstellen, hier mal zu leben.

 

Da meine Freundin keine Zeit hatte, mich herum zu führen, habe ich die Stadt alleine erkundet. Und das ist mega simpel, es gibt nämlich in Hannover den "Roten Faden", eine 4,2 Kilometer lange Strecke, die zu 36 wichtigen Sehenswürdigkeiten führt. Verlaufen kann man sich dabei eigentlich nicht, denn der Rote Faden ist auf dem Boden eingezeichnet und man muss ihm einfach folgen.

 

Los geht es am Ernst-August-Platz gegenüber vom Hauptbahnhof (an der Touristen-Information) und er endet am Ernst-August-Denkmal am Hauptbahnhof - allerdings kann man je nach Ausgangslage auch zwischendrin einsteigen. In der Touri-Info gibt es auch eine Broschüre mit Erklärungen zu dem, was man entlang des roten Fadens so sieht.

 

Wer den Roten Faden komplett abläuft, hat die wichtigsten Dinge der Stadt gesehen, etwa das Opernhaus, die Georgstraße, die Aegidienkirche und das Aegidientor, den Bogenschützen vor dem Neuen Rathaus am Tammplatz, das Wangenheimpalais, das Wappenportal, die Waterloosäule, die Schlossbrücke am Leineschloss, in letzterem tagt heute der Landtag, das Marshalltor, das Leibnizhaus, das alte Fachwerk in der Altstadt, die Marktkirche, das Alte Rathaus und den Kröpcke.

 

Vor der Marktkirche sollte man auf ein Steinkreuz im Pflaster achten (auf dem Hanns-Lilje-Platz an der Ecke von Kramer- und Knochenhauerstraße). Es ist der einzige Ort in Hannover, von dem aus man alle vier Kirchtürme der evangelischen Hauptkirchen sehen kann: Marktkirche, Aegidienkirche, Kreuzkirche und Neustädter Kirche. Es heißt deshalb "Vierkirchenblick".

 

Ein Abstecher lohnt sich am Wangenheimpalais, dem Neuen Rathaus. Denn das liegt idyllisch im Maschpark im Süden der Innenstadt - also etwas außerhalb der historischen Innenstadt.

 

Hinter dem Rathaus beginnt der Maschteich, an dessen Ostufer das Landesmuseum liegt.

 

Wer noch etwas südlicher geht, erreicht den Maschsee. Am südlichen Ende gibt es einen Badestrand. Insgesamt ist der Maschsee rund zwei Kilometer lang.

 

Der Maschsee wird an der Westseite vom Sportpark begrenzt, in dem etwa die HDI Arena steht.

 

Wer noch nicht genug hat, kann den inzwischen ebenfalls eingerichteten Blauen Faden entlang gehen. Er ist als Verlängerung (ab Waterloosäule als gemeinsame Station der beiden Fäden) gedacht und führt durch den Stadtteil Calenberger Neustadt.

 

Zu den 38 Stationen gehören etwa das Jüdische Mahnmal, die Skulpturenmeile, die Grabstätte von Gottfried Wilhelm Leibniz und das Schrader Denkmal.

 

Der Blaue Faden ist im Gegensatz zum Roten Faden nicht auf dem Pflaster eingezeichnet, man kann allerdings den Schildern folgen. Eine Website informiert zur Strecke.





Weitere Stopps