Action im Kereita Forest im Rift Valley in Kenia

Ziplining, Paintball, Bogenschießen, Mountainbiken oder Wandern - all das ist im Outdoor-Park The Forest im Kereita Wald in Kenia möglich. Nur rund 50 Kilometer von der Hauptstadt Nairobi entfernt, im Süden der Aberdares im Rift Valley, gibt es dieses Paradies für Action-Fans - mit der längsten Zipline-Route in ganz Kenia. Wer es lieber ruhiger mag, kommt im The Forest Kereita aber auch auf seine Kosten, denn hier sind Natur und Abenteuer miteinander verbunden. Wer nur wenige Schritte in das Naturschutzgebiet hinein wandert, hat herrliche Ruhe und kann die Natur quasi ganz für sich alleine genießen. Nur hin und wieder ein Schrei eines wagemutigen Zipliners erinnert daran, dass noch andere Menschen hier sind.


The Forest Kereita im Rift Valley in Kenia: Hinkommen

Der Ausgangspunkt für einen Besuch ist Kimende, ein kleines armes Dorf zwischen Nairobi und dem Lake Naivasha im Rift Valley in Kenia, dem Großen Afrikanischen Grabenbruch. Es liegt rund eine Stunde Fahrzeit von der Hauptstadt Nairobi entfernt, ganz in der Nähe der Stadt Limuru, in deren Nähe das Kinderheim ist, in dem ich arbeite.

 

Der Ort Kimende liegt direkt am berühmten Nairobi-Naivasha-Highway, an dem jede Menge Buslinien verkehren. Von Nairobi aus musst du also nur einen Bus oder ein Matatu (einen Minibus) nach Naivasha nehmen. Aussteigen solltest auf Höhe des Kimende Market, dort siehst du auch schon andere Matatus und Moto-Taxis (Boda-Boda oder Piki-Piki genannt) stehen.

 

Und auf so eines solltest du auch zurückgreifen, insofern du nicht eh mit einem eigenen Auto anreist - denn vom Markt in Kimende bis zum Freizeitgebiet The Forest im Waldgebiet Kereita sind es rund sieben Kilometer. Da ich mit einem Freund auf dessen Motorrad unterwegs war, kann ich leider nichts zum Preis sagen, es sollten aber nicht mehr als 500 Kenia-Schilling sein. Am besten lässt du dir die Nummer vom Fahrer geben, damit er dich nachher auch abholen kann.

Wir haben erst einmal in Kimende in einem kleinen lokalen Schuppen für 100 Schilling etwas gegessen (Reis und Ugali mit Bohnen - viel mehr stand nicht auf der Karte) und sind dann die Schotterpiste nach oben gefahren. Das war manchmal auch ganz schön steil - und ich war froh, dass ich einen erfahrenen Fahrer an meiner Seite hatte, von dem ich wusste, dass er mich heil wieder nach Hause bringen möchte.


Kimende an sich hat als Dorf nicht viel zu bieten - spannend wird es, wenn man sich etwas außerhalb bewegt. In besagten The Forest, ein Outdoor-Freizeitzentrum. Dort kann man wandern (mit und ohne Guide), beim Ziplining schweben, Bogenschießen ausprobieren, beim Paintball aufeinander zielen, mit dem Segway herumkurven, Fuß-Golf spielen und das Gebiet mit Pferd oder Mountainbike erkunden. Und das alles noch zu annehmbaren Preisen!

 

Ausgangspunkt ist ein Restaurant, das auch einen Parkplatz hat. Da es für The Forest an sich keinen Eintritt gibt, gibt es also kein Gate oder keine Zufahrt. Um das Restaurant herum finden sich aber alle Aktivititäten und durch die Wegweiser findet man auch problemlos dorthin.

 

Das Ziplining, "The Flying Fox" genannt, war zumindest bei meinem Besuch im April 2017 noch das längste Ziplining in ganz Kenia. Es gibt im The Forest in Kereita insgesamt 6 Seile mit einer Gesamtlänge von 2,2 Kilometer. Wer nicht so viel machen will, kann mit der kleinen Runde beginnen: 2 Seile und 750 Meter. Die große Tour dauert etwa zwei Stunden und kostet 2800 Schilling für Erwachsene, rund 22 Euro, die kleine dauert 45 Minuten und kostet 1800 Schilling, rund 14 Euro (Preise November 2020). Leider war meine Begleitung ein kleiner Feigling und hat sich nicht getraut, obwohl es 2017 nur 1000 Schilling gekostet hat! Da ich Ziplining in Tortuguero in Costa Rica schon ausprobiert hatte, musste ich es auch nicht unbedingt machen und meine Begleitung warten lassen.

 

Auf der Website von The Forest steht, dass Voranmeldungen notwendig sind - das stand da bei meinem Besuch auch schon, dennoch hätte es bei allem freie Slots gegeben, sodass wir alles hätten ausprobieren können.


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The Forest in Kereita: Wandern am Rande der Aberdares

Der Vorteil von The Forest in Kimende ist, dass man sowohl viel Action haben kann, als auch die ruhige Natur genießen kann. Das Gebiet ist nämlich so groß, dass sich beides vereinen lässt. Die meisten Aktivitäten wie Bogenschießen oder Paintball sind auf einem bestimmten Gelände, während man beim Spaziergang, Radfahren oder Ausreiten nur höchstens mal die Schreie eines fliegenden Menschen am Ziplining hören (und sehen) kann. Wenn man in der Nähe der Seile ist, kann man auch das Summen der Anlage hören, wenn gerade jemand beim Ziplinign zugange ist.

 

Da Bogenschießen nicht unbedingt meines ist und Ziplining nichts für meine Begleitung war, haben wir uns für die Wanderung entschieden. Es gibt einen Wanderweg durch den Kereita Wald, für den man rund eine Stunde braucht, und der ist kostenlos zu begehen. Man kann sich allerdings auch einen Guide nehmen, der erzählt einem dann etwas zu Vögeln, Insekten und Pflanzen, die hier leben. Teuer ist die Tour nicht, zwei Stunden kosten 600 Schilling (4,70 Euro), eine Stunde 400 Schilling (3 Euro).

 

Ein wenig aufpassen muss man als Wanderer aber, denn immer wieder kreuzen auch die Mountainbike-Wege. Die sehen bisweilen recht spektakulär aus. So führte an einer Stelle nur ein schmales Stück Holz über einen kleinen Bachlauf - in der richtigen Geschwindigkeit dort rüber zu fahren und dabei das Gleichgewicht zu halten, stelle ich mir gar nicht so einfach vor.

 

Die Wanderung war nicht super atemberaubend, aber wir hatten einige schöne Aussichten. Ich hatte das Glück, einen ausgebildeten Safari-Guide an meiner Seite zu haben, der auch in seiner Freizeit gerne zu allem erzählt. So hatte ich quasi eine private Wald-Safari und habe über Käfer. Vögel und Pflanzen gelernt.

 

Sehr schön fand ich die Stelle, als wir einen kleinen Wasserfall erreicht haben. Es gibt einen Minibach, der den Namen eigentlich nicht verdient hat, und ein bisschen Wasser tropft dann aus drei, vier Metern Höhe von einem Stein herunter. Man kann hinter dem Wasserfall hindurchgehen, was ich natürlich sofort gemacht habe. Wer mich kennt, weiß, dass ich so etwas liebe. Mit den bisweilen spektakulären Wasserfällen, die der benachbarte Aberdare Nationalpark zu bieten hat, kann der kleine Wasserfall im The Forest in Kimende aber nicht mithalten. Dennoch war es schön, sich hier ein wenig zu erfrischen und Wasser auf die Arme und Beine zu spritzen. Außerdem flogen ganz viele Schmetterlinge und Libellen dort herum und ich hatte große Freude daran, sie zu beobachten.


The Forest Kereita: Welche Tiere gibt es zu sehen?

Generell leben im Kereita Forest, der den Südzipfel des Aberdare-Massivs bildet (der einzige Ort in Kenia, an dem nachweislich schwarze Panther leben), sehr viele verschiedenen wilde Tiere. Es handelt sich hier auch um ein Naturschutzgebiet. Ausgenommen davon ist der Bereich der Anlage The Forest. Deshalb ist es auch fast schöner, man geht so im Wald spazieren und nimmt nicht den einen Trail, der vom Restaurant von The Forest aus abzweigt.

 

Generell gibt es im Kereita Forest, auch bekannt als Gatamaiyu Forest Nature Reserve, mehrere Wanderwege. Ganz alleine darf man hier aber nicht losziehen, denn es besteht immerhin die Möglichkeit, dass man beispielsweise einem Elefanten begegnet. Das Risiko ist allerdings sehr niedrig, viel wahrscheinlicher ist es aber, einen Affen anzutreffen. Hier leben beispielsweise verschiedene Affenarten, darunter Colobus-Affen. Auf jeden Fall wirst du verschiedene Vogelarten kennenlernen, etwa Specht, Sperling, Turako oder Nashornvogel. Ebenfalls vorhanden, aber nur selten zu sehen, sind Säugetiere wie Ducker, Antilopen, Zibetkatze, Manguste, Riesenwaldschwein oder Stachelschwein.


Wandern, Ziplining oder Bogenschießen - was würdest du im The Forest am liebsten machen?

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