Couchsurfing um die Welt: Zu Gast bei Fremden

Kannst du dir vorstellen, um die Welt zu reisen und bei dir noch unbekannten Personen auf dem Sofa zu schlafen? Couchsurfing ist sicher nicht für jeden etwas - aber eine tolle Plattform für jene, die offen sind, gerne neue Menschen kennenlernen und ein bisschen Abenteuergeist in sich haben. Beim Couchsurfing sieht man nämlich erst einmal nur die Profile online und entscheidet dann, ob man bei einer Person übernachten möchte oder die Person zu sich einlädt. Meistens lernt man sich erst beim Einzug kennen. Für viele junge Reisenden ist Couchsurfing eine super Plattform, um günstig um die Welt zu kommen. Im Vordergrund sollte beim Couchsurfing aber der kulturelle Austausch stehen.


Couchsurfing - was ist das eigentlich?

Einmal hatte ich eine Couch mit Pool!
Einmal hatte ich eine Couch mit Pool!

Der Name verrät ja schon einiges: Couchsurfing bedeutet wörtlich, auf den Sofas verschiedener Gastgeber zu übernachten. Und so ähnlich funktioniert die Plattform auch - auch wenn sie weit mehr kann. Generell geht es darum, als Gastgeber (Host) entweder ein Sofa (oder eine Matratze oder ein Bett...) einem fremden Reisenden kostenlos anzubieten - oder als Gast (Surfer) kostenlos einen Schlafplatz zu finden.

 

Couchsurfing ist eine Website beziehungsweise eine App, man erstellt ein Profil - und kann Host, Surfer oder beides sein. Im Profil erzählt man ein paar Dinge über sich, welche Hobbys man hat, welche Sprachen man spricht, wie man sich den Kontakt mit dem Host oder Surfer vorstellt und wie man lebt. Außerdem gibt es Bewertungen von anderen Couchsurfern, sowohl von welchen, die Gastgeber oder Gast waren als auch von Personen, die man über die Plattform kennengelernt hat, ohne sich eine Wohnung zu teilen.

 

Wenn du eine Reise planst, kannst du entweder bei Couchsurfing direkt nach einem passenden Gastgeber suchen und kostenlos bis zu zehn Personen anschreiben. Oder aber du stellst deinen nächsten Trip in der App öffentlich sichtbar ein, sodass potenzielle Hosts sich bei dir melden können. Bist du verifiziertes (mit Ausweis identifiziert) und zahlendes Mitglied, kannst du unbegrenzt Anfragen stellen.

 

Ich habe schon beides gemacht, beides hat Vor- und Nachteile: Ist der Surfer selbst aktiv und schreibt Personen an, hat er keine Garantie, bei den zehn kostenlosen Anfragen auch wirklich einen Host zu finden - dafür selektiert er aber schon zuvor, wer möglicherweise passt und wer nicht. Stellt der Surfer einen öffentlichen Trip ein, melden sich überwiegend Menschen, die einen auch aufnehmen würden - allerdings bei uns Frauen auch öfter mal Männer mit etwas anderen Absichten.


Couchsurfing: Mehr als nur ein billiger Schlafplatz

Die ursprüngliche Idee von Couchsurfing war, dass Couchsurfing Menschen zusammenbringt, die Low Budget unterwegs sind - also wenig Geld haben. Im Gegenzug zum Sofa gibt es dann kulturellen Austausch, man kocht als Surfer beispielsweise mal für den Host oder bringt ihm heimische Produkte mit.

 

Für einige ist Couchsurfing tatsächlich nur eine Plattform, um möglichst billig durch die Welt zu tingeln - denn Verpflichtungen gibt es nicht. Das ist aber schade, weil so viel von der eigentlichen Idee des kulturellen und persönlichen Austauschs verloren geht.

 

Ich hatte schon beides - Gastgeber, die viel unternehmen wollten und Gastgeber, die kaum Zeit hatten. Beides war okay für mich, aber wir haben trotzdem - bis auf einmal  - immer mindestens an einem Abend mal ein paar Stunden zusammen verbracht und ein Bier getrunken (das ich übernehmen habe) oder ich habe uns was zum Essen gekocht. Ein Austausch hat also immer stattgefunden.

 

Man trifft ja generell auch offene Menschen, die Interesse haben, andere Menschen kennenzulernen - warum sollte man sich die Person sonst in die Wohnung einladen und Kosten auf sich nehmen? Ich habe jedenfalls mit einigen Personen, die ich über Couchsurfing kennengelernt habe, nach wie vor Kontakt - und es sind immerhin zwei Freundschaften entstanden.


Couchsurfing Hangouts: Triff Locals in jeder Stadt

Kpookeke (Ingwer-Erdnuss-Schnaps) beim CS-Treffen
Kpookeke (Ingwer-Erdnuss-Schnaps) beim CS-Treffen

Inzwischen ist Couchsurfing aber viel mehr als eine reine Plattform für Übernachtungsangebote und Übernachtungsgesuche. Es ist eine Community, die schon seit vielen Jahren sehr aktiv ist und Couchsurfing ist zu einem wirklichen sozialen Netzwerk geworden.

 

In nahezu jeder Stadt gibt es sogenannte Couchsurfing Hangouts. Man schreibt, dass man gerade in der Stadt ist und Lust hat, etwas zu unternehmen und andere können sich anschließen. Man geht dann beispielsweise gemeinsam was trinken oder sucht Begleitung für Ausflüge - das können dann sowohl Locals sein als auch andere Reisende. Wer im Netzwerk öffentlich eine Begleitung für was auch immer sucht, kann von Hosts wie auch anderen Surfern, die sich gerade in der Nähe der ausgewiesenen Stadt befinden, gesehen werden.

 

In Livingstone in Sambia habe ich das gemacht. Ich hatte eigentlich gehofft, einen Host zu finden und daher öffentlich inseriert - vor allem, weil alle Unterkünfte enorm teuer waren. Daraufhin meldete sich ein junger Mann und wir trafen uns zum Abendessen und auf ein Bier. Obwohl es sehr nett war, hatten wir danach keinen Kontakt mehr.

 

In manchen Städten haben sich sogar richtige Communities gebildet. In Accra in Ghana gibt es beispielsweise nicht nur die offenen Hangouts, wo jeder was einstellen kann - es gibt auch eine große WhatsApp-Gruppe mit mehr als 100 Teilnehmern. In der Gruppe sind vor allem Locals und auch viele, die sich länger in Accra aufhalten, weil sie beispielsweise mehrere Monate dort arbeiten - aber auch Kurzzeit-Reisende, die Anschluss suchen und die Abende nicht alleine verbringen wollen. Einmal im Monat gab es ein großes Treffen, eine Art Couchsurfing-Party, zu der auch immer viele Leute gekommen sind. Aber über die Gruppe gab es wöchentlich auch mehrere Verabredungen. Ich war beispielsweise zweimal in Accra mit Leuten aus der Couchsurfing-WhatsApp-Gruppe abends aus und wir hatten viel Spaß bei Cocktails, Bier und Live-Musik.

 

Leider lässt sich auf die Art nicht immer vermeiden, dass auch Leute dabei sind, die eher auf der Suche nach einem Partner sind und die Frauen angraben. Als ich damals der WhatsApp-Gruppe in Accra beigetreten bin, habe ich sicher zehn private Nachrichten bekommen - obwohl das laut Gruppenregeln untersagt ist. Mit der Zeit wurde ich gut darin, es zu ignorieren, auch wenn es mich doch genervt hat.


Mein erstes Mal Couchsurfing: Bei Nina in Kopenhagen

Mein erstes Mal Couchsurfen - das führt zurück ins Jahr 2008. Damals habe ich ein Praktikum in Flensburg gemacht und hatte Lust, mir Dänemark mal genauer anzuschauen. Ich hatte immer mal wieder Tagesausflüge gemacht, etwa zum Fjordvej, aber da ich über Ostern frei hatte, hab ich mich in Padborg in den Zug gesetzt und bin für vier Tage nach Kopenhagen gefahren.

 

Unterkünfte waren damals recht teuer (und sind es immer noch) und ich hatte als Studentin, die eh schon zwei Wohnungen zahlen musste zwecks Praktikum, kein Geld übrig - und so fand ich zu Couchsurfing. Für das erste Mal suchte ich gezielt nach einer jüngeren Frau, denn die Plattform war mir noch nicht so geheuer. Aber das war tatsächlich sehr simpel - und ist es immer noch: Man kann bei Couchsurfing angeben, ob man männliche oder weibliche (oder beides) Surfer oder Hosts sucht.

 

So fand ich Nina. Nina war wie ich Studentin, lebte in einer Ein-Zimmer-Wohnung im Studentenwohnheim und hatte eine Isomatte auf dem Boden, wo ich drei Nächte geschlafen habe. Das wusste ich auch vorher schon - es stand in ihrem Profil. Nina war leider gerade in der Prüfungsphase und hatte nicht so viel Zeit für mich. Da Couchsurfing ja eh noch neu war, hatte ich damit aber auch gar nicht gerechnet und war schon darauf vorbereitet, Kopenhagen alleine zu erkunden. Einen Abend aber hat Nina sich doch noch Zeit genommen und sie hat mich in ihre Lieblingsbar mitgenommen, wir haben Bier und Cider getrunken und Musik gehört.


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Couchsurfing in Afrika: Freundschaften, die bleiben

Nach meiner Erfahrung in Dänemark habe ich Couchsurfing ganz lange vergessen - obwohl es eine schöne Zeit bei Nina in Kopenhagen war! Dann kam aber das Jahr 2017 und von Kenia aus wollte ich nach Namibia - und dabei ein wenig Abenteuer erleben.

 

Ich reaktivierte also meinen Account, aktualisierte alle Informationen und schaute mich ein wenig um. Ich wollte für meine Reise einen Mix aus Lodges/Camps, Hostels und Couchsurfing - je nachdem, wonach mir auch gerade war. Wenn ich meine Ruhe wollte, waren Hostels oder Couchsurfing nicht gerade die besten Möglichkeiten - wollte ich Anschluss und hatte Lust, mit jemandem zu quatschen und Zeit zu verbringen, schon viel eher.

 

Ich habe an vielen Orten geschaut, aber nicht immer hat sich Couchsurfing als Alternative angeboten. In Daressalam in Tansania hat es dann aber gepasst, und das bei einer vierköpfigen Familie, wo ich ein eigenes Zimmer haben sollte. Das war mit Abstand meine merkwürdigste Couchsurfing-Erfahrung: Es handelte sich nämlich um ein enorm schickes Zimmer mit eigenem Luxus-Bad - und das Zimmer wurde eigentlich für 80 USD die Nacht vermietet, wie ich später rausfand.

 

Irgendwie hatte ich im Gefühl, dass mein Gastgeber nicht so recht wusste, was Couchsurfing eigentlich ist. Da war zum einen dieses mega Zimmer, dann schickte er mich wie ein "Hotelier" einfach aufs Zimmer und fragte, wann ich frühstücken wollte - und bei meiner Recherche fand ich dann die Anzeige bei Booking. Um nicht Gefahr zu laufen, spät am Abend auf der Straße zu stehen, suchte ich das Gespräch - und es war tatsächlich so, er hatte sich schon gewundert, warum er beim Inserat keinen Preis eingeben musste für die Nacht. Er war aber super entspannt und sagte, dass das ja sein Fehler gewesen wäre und es schon in Ordnung ist. Er würde sich freuen, wenn ich am Ende bei Google oder TripAdvisor eine ehrliche Beschreibung abgeben würde - und Frühstück bekam ich sogar auch serviert am nächsten Morgen. Das war auch mein einziger Aufenthalt, bei dem ich mich nicht revanchiert habe.

 

Foto: Dario M.
Foto: Dario M.

Nach einigen Tagen alleine auf Sansibar habe ich mir für Sambias Hauptstadt Lusaka dann wieder einen Host gesucht. Adrian. Es war das erste Mal, dass ich bei einem Mann eingezogen bin. Und die Umstände waren skurril - ich kam nämlich nachts um 1.30 Uhr an. Adrian schickte einen befreundeten Taxifahrer, um mich abzuholen und begrüßte mich auch kurz, ehe er mir mein Zimmer zeigte. Er machte ein Auslandsjahr in Lusaka und hatte von seiner christlichen Organisation eine möblierte Wohnung mit zwei Schlafzimmern bekommen - aber er brauchte nur eines. Adrian zeigte mir am nächsten Tag die Stadt und half mir dabei, mich zurecht zu finden. Wir kaufen eine Handykarte für mich und er zeigte mir den Busbahnhof, wo ich zugleich erfahren konnte, wann ich am nächsten Morgen wo loskomme. Abends habe ich für uns Spaghetti gekocht - für Adrian, der von den Philippinen kommt, waren es die ersten Spaghetti seines Lebens. Wir haben heute noch Kontakt.

 

In Ghana 2019 hatte ich meine wohl aktivste Couchsurfing-Phase. Als ich in Accra ankam, hatte ich über meinen Praktikumsplatz eine Unterkunft, aber da ich dort gekündigt hatte, fiel auch die Wohnung weg. Ich war mir noch nicht sicher, ob ich mir einen neuen Job suche (und so schnell einen finde), ob ich reise oder nach Hause zurückkehre - und so habe ich auf Couchsurfing nach einem Schlafplatz für ein paar Tage gesucht, um mich zu sortieren. Ich fand Dario, einen Schweizer, der in Accra lebte. Wir trafen uns schon vor meinem Umzug aus meinem Praktikanten-Zimmer auf sein Sofa zum Fußballschauen und waren uns gleich sympathisch.

 

Ich bin deutlich länger bei Dario geblieben als ich vor hatte (und das lag nicht nur an dem Pool und Fitnessstudio, die zu seinem Mehrparteienhaus gehörten!) und etwas später auch gleich noch ein zweites Mal bei ihm eingezogen. Er hatte mir mein neues Praktikum vermittelt und wir waren nicht nur Kollegen, sondern sahen uns auch außerhalb der Arbeit bei Film-, Kultur- und Partyabenden, gingen zusammen zum Fußball ins Stadion oder fuhren gemeinsam mit anderen Couchsurfern ein Wochenende nach Dzita. Viele derjenigen, die mit uns gefahren sind, hatten wir auf verschiedenen Couchsurfing-Events kennengelernt und so waren wir ohnehin öfter mal zusammen unterwegs.


Gefahren beim Couchsurfing: Hierauf solltest du achten

Couchsurfing war für mich also vor allem sehr bereichernde Erfahrungen - auch wenn ich selbst bisher nur als Surfer und nicht als Host dabei bin. Wenn ich Menschen aber erzähle, dass ich couchsurfend (und trampend) in Subsahara-Afrika unterwegs war, erschrecken viele. Ist das nicht gefährlich?

 

Nun, Gefahren kann man nie ganz ausschließen. Das zu behaupten, wäre Illusion. Aber gerade beim Couchsurfen wie auch generell beim Soloreisen oder auch Trampen, solltest du auf dein Gefühl achten. Hast du ein mulmiges Gefühl? Dann lass es und nimm dir lieber ein Zimmer! Nicht jeder Surfer passt zu jedem Host!

 

Ich finde es enorm wichtig, sich die Profile der potenziellen Gastgeber vorher anzuschauen - und vor allem auch Bewertungen durchzulesen von anderen Hosts oder Surfern. Man kann schon viel über die Intention eines Menschen erfahren, wenn man auf solche Dinge achtet. Männer beispielsweise, die sofort eher persönlich wurden a la "Du bist hübsch" kamen für mich nie als Gastgeber infrage. Das hat mit Couchsurfing und der Idee dahinter nichts zu tun.

 

Wie geschrieben, auch mir war es anfangs wichtig, bei einer Frau zu übernachten. Und das ist auch vollkommen okay so. Über eine Familie war Adrian dann der erste Mann, bei dem ich couchsurfen war. Ehrlich gesagt bin ich hinterher selbst ein wenig über meinen Mut erschrocken - vor allem, weil es ja mitten in der Nacht war und der Taxifahrer ja auch von ihm kam. Aber ich wurde belohnt damit, dass ich einen wundervollen Menschen kennengelernt habe.


Couchsurfing: Das sollte in deinem Profil stehen

Wie du im letzten Abschnitt vielleicht schon gesehen hast, ist ein gutes Profil also das A und O. Es ist ein bisschen wie ein Mix aus Xing und Facebook - du sollst zwar viel Privates verraten, aber trotzdem noch so seriös wirken, dass dich jemand in seine Wohnung lässt.

 

Zunächst einmal steigen die Chancen, einen Host oder Surfer zu finden, wenn du ein Bild hochlädst, auf dem du freundlich ausschaust. Und je mehr Informationen du in deinem Profil angibst, desto besser. Hobbys, Lieblingsfilme und Job gehören beispielsweise dazu, aber auch, welche Sprachen zu sprichst. Du kannst mehr über dich erzählen und wie du wohnst - und auch alle Länder listen, in denen du schon einmal gereist bist oder in denen du schon gelebt hast.

 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele sehr spannende Personen Couchsurfing nutzen. Sie sind viel um die Welt gereist und das nicht in All-Inclusive-Hotels, sondern in Kontakt mit Einheimischen. Sie sind wie ich auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und generell sehr offen, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Das sieht man auch oft schon beim ersten Blick aufs Profil.

 

Wenn du jemanden anschreibst, weil du bei ihm surfen oder ihn hosten möchtest, kannst du auch auf das Profil eingehen und beispielsweise schon schreiben, über was du dich gerne unterhalten würdest, was dich interessiert und wo du gerne mehr drüber wissen möchtest. Das macht immer einen guten Eindruck, weil es zeigt, dass du dir das Profil auch angeschaut hast und nicht nur wahllos Anfragen verschickst.


Couchsurfing - Ist das was für mich?

Reisende sollten auf jeden Fall bedenken, dass Couchsurfing nicht mit einem Aufenthalt in einem Hotel oder auch Hostel vergleichbar ist. Du hast nicht automatisch Ruhe oder einen Rückzugsort - auch könnte es als unhöflich gelten, wenn du dich zurückziehst. Je nach Host wird von dir als Surfer erwartet, dass du Zeit mitbringst und ihr euch austauschen könnt.

 

Couchsurfing ist also nur für dich geeignet, wenn du Interesse an kulturellem Austausch hast - und daran, neue Menschen kennenzulernen. Hast du wenig oder kein Interesse, solltest du das von Beginn an offen kommunizieren - die Plattform ist nämlich eigentlich anders gedacht.

 

Zudem solltest du eine Portion Menschenkenntnis haben und an das Gute im Menschen glauben. Wer zu skeptisch ist, wird keine entspannte Reise mit Couchsurfing erleben, sondern nur nach möglichen Gefahren oder Ungereimtheiten Ausschau halten. Um Couchsurfing zu genießen, solltest du dich also voll darauf einlassen.

 

Wenn du neugierig, aber noch ein wenig ängstlich bist, kannst du dich ja einfach mal anmelden und vielleicht zu einem öffentlichen Treffen mit mehreren Personen gehen. Dort siehst du schon, ob dir diese Art des Reisens und Austauschens zusagt. Vielleicht wird dir dadurch die Angst genommen? Der große Vorteil von Couchsurfing ist eben, dass es verschiedene Abstufungen gibt - du kannst dich erst nur so mit Surfern und Hosts treffen, du kannst dich nur mit Hosts und Surfern eines Geschlechts treffen und und und. So hast du immer die Wahl. Und wenn du trotz Anmeldung feststellst, dass das nichts für dich ist, kannst du dein Profil einfach wieder löschen.


Hast du schon einmal Couchsurfing gemacht? Wäre das was für dich?

Du möchtest mir etwas zu dem Artikel sagen? Du hast eigene Gedanken und Anregungen, oder auch Kritik, die du einbringen möchtest? Ich freue mich über deinen Kommentar.


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Kommentare: 10
  • #1

    M. Rotter (Freitag, 06 November 2020 09:55)

    2021 möchte ich von Bilbao nach Santiago de Compstella gehen. Weil ich Herbergen nicht besonders mag, werde ich diese Möglichkeit mal prüfen. Allerdings - nach 20 Kilometern Tagesetappe werde ich nicht mehr Cocktails trinken gehen. Aber kochen ist noch drin �.

  • #2

    Auszeitgeniesser (Freitag, 06 November 2020 12:38)

    Zugegeben, aktuell ist Couchsurfing eher ein bisschen träumen von fernen Ländern und schönen Reisen :-)

    Doch zurück zum Thema.
    Ich habe noch nie Couchsurfing gemacht, warum eigentlich nicht? Gute Frage, denn es ist sicher eine der schönsten und authentischsten Arten, Land und Leute wirklich kennenzulernen.
    Ich werde es mal näher - für mich - unter die Lupe nehmen.

    Liebe Grüße, Katja

  • #3

    Jana (Samstag, 07 November 2020 00:42)

    Ich LIEBE Couchsurfing. Habe es das erste Mal 2009 in Australien ausprobiert und so viele tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich teilweise bis heute Kontakt habe. Hach... Ich hoffe dass so etwas bald wieder möglich ist. ❤️

    Liebe Grüße
    Jana

  • #4

    Renate (Samstag, 07 November 2020 09:00)

    Ich habe früher öfters Couchsurfing gemacht. Allerdings gab es damals keine Plattform oder Ähnliches. Ich war viel per Anhalter unterwegs und habe dabei tolle Leute kennen gelernt, die mich zum Übernachten eingeladen haben. Vor allem in Irland habe ich dabei ganz tolle Erfahrungen gemacht und sehr nette Menschen getroffen. Wegen der gesparten Übernachtungskosten konnte ich dann viel länger im Land bleiben, als ich eigentlich vorgehabt hatte. Die Plattform schaue ich mir mal an. Sehr interessant!

  • #5

    Jana (Sonntag, 08 November 2020 10:39)

    Ich muss echt zugeben, dass ich eher der Hotel- oder Pensionstyp bin! Auf fremden Couchen zu schlafen, finde ich zwar spannend, aber man weiß ja nicht, wo man da am Ende landet. Es kann ein tolles Erlebnis werden, oder auch ein mulmiges Gefühl auslösen! Aber vielleicht sollte ich doch mal die Erfahrung machen! :)

    Liebe Grüße
    Jana

  • #6

    Katrin Haberstock (Sonntag, 08 November 2020 20:20)

    Schon so oft davon gehört und gelesen. Aber noch nie ausprobiert. Sollte ich vielleicht mal machen.

    Danke für deine Anregungen diesbezüglich

    Liebe Grüße

    Katrin Haberstock

  • #7

    Sabine (Dienstag, 10 November 2020 16:15)

    Hy Miriam,
    Couchsurfing habe ich bisher noch nie gemacht. Ich glaube aber, dass man hier unglaublich viele tolle Leute kennenlernen kann.
    Schön, dass Du das Couchsurfing genauer vorgestellt hast.
    Herzliche Grüße
    Bine

  • #8

    Sabrina Bechtold (Freitag, 13 November 2020 01:05)

    Sehr cool, dass Du dich auch daran schon angetraut hast. Ich finds richtig spannend und auch eine tolle Möglichkeit um Grenzen zu überwinden und Vorurteile abzubauen. Da taucht man halt richtig tief ins Leben ein.
    Muss allerdings ehrlich sagen, dass ich wohl nicht so der richtige Typ dafür wäre. Bin halt auch sehr gerne alleine und würde mich da ständig verpflichtet fühlen, was mit dem jeweiligen Host zu unternehmen. .. Und darum gehts ja auch eigentlich...

  • #9

    Lisa (Dienstag, 17 November 2020 21:22)

    Liebe Miriam,

    es war ja mal mein Traum als Couchsurferin um die Welt zu reisen. Letztendlich habe ich es aber nie gemacht, weil mir Hostel irgendwie immer einfacher erschien. Hinfahren, einchecken und da sein. Und ich habe mich alleine auch nie so richtig getraut...

    Aber ein paar coole Couchsurfing-Erfahrungen hatte ich trotzdem: in Bangkok vor Unistart war ich 1 Woche bei einer Thailänderin und wir haben mit ihren Freundinnen Songkran gefeiert. In Japan hat mir ein Couchsurfer eine sehr coole Wanderung in Kyoto gezeigt. Und in Rom hatte ich dann meine eigene Reiseführerin :)

    Viele Grüße
    Lisa

  • #10

    Michelle (Sonntag, 22 November 2020 11:09)

    Liebe Miriam,
    vielen Dank für den ehrlichen und super ausführlichen Bericht. Ich hab schon einiges übers Couchsurfing gehört, es aber leider noch nicht selbst probiert. Könnte mir das aber gut vorstellen sowohl als Host als auch selbst als Surfer unterwegs zu sein.
    In meiner kleinen Bude in Oldenburg fänd ich das nicht cool, aber wenn ich später mal mehr Zimmer habe, würde ich gerne eines bereitstellen.
    Außerdem glaube ich, dass ich viel Spaß am Couchsurfing hätte, denn alleine in Jakarta im Hostel damals hab ich durch das Gruppenzimmer so viele coole Leute kennengelernt. Wenn die Pandemie wieder vorbei ist bzw. Reisen erneut möglich ist, würde ich das super gerne mal ausprobieren.

    ♥️
    Michelle