Artikel mit dem Tag "Sklaverei"



03. Februar 2020
Die Roça Sundy ist ein historischer Ort auf Príncipe, der nördlichen Insel von São Tomé und Príncipe. Während der Kolonialzeit fand sich hier die größte Plantage der Insel - und auch die erste. 1822 begannen die Portugiesen, hier Kakao anzubauen - Sklaven kümmerten sich um den Betrieb. Heute leben noch 420 Menschen in Sundy. Bekannt wurde der Ort auch, weil hier die Relativitätstheorie von Albert Einstein verifziert wurde. Inzwischen ist das Herrenhaus ein Hotel und der Strand einladend.
10. Januar 2020
Wenn man vier Monate in einem Land verbringt, dort eine Wohnung hat, einen Job und all diese Dinge, dann ist es auch ein Stück ankommen und weniger Reisen an sich. Klar, meine Wochenenden waren gut gefüllt und ich war immer unterwegs, um das Land kennenzulernen, aber es waren eben auch viel Alltag. Auch wenn Ghana einige schöne Ecken hat, die für Touristen reizvoll sind, so ist mein Fazit, dass ich nicht unbedingt zurück muss. Zu viele Dinge haben mich im Endeffekt dann doch gestört.
30. Dezember 2019
Deutschland, Niederlande, Kreta, Polen, Ghana, Togo und São Tome und Príncipe standen in diesem Jahr auf meiner Reiseliste - und damit habe ich auch gleich fünf Länder neu kennengelernt. Das Jahr war auch geprägt von historischen Orten: Das jüdische Leben in Krakau, der Horror von Auschwitz, die Gräuel der Sklaverei, die Überreste der Kolonialzeit - all das war an vielen Reisezielen noch sehr präsent. Aber auch Tierisches stand im Fokus: Etwa kleine Schildkröten in Ghana und große auf São Tome.
05. November 2019
Elmina Castle trohnt auf einer kleinen Zunge, die ins Meer hinein ragt. Als Fort São Jorge da Mina errichteten die Portugiesen 1482 diesen Bau, um ihren Handel an der Goldküste voran zu treiben: Gold, Elfenbein, Pfeffer, Zucker und Holz - und einige Jahrzehnte später: Menschen. Das Castle, ein Schreckensort der transatlantischen Sklaverei, ist die erste Festung, die Europäer in Subsahara-Afrika bauten. 150 Jahre trieben die Portugiesen hier Geschäfte, dann die Niederländer, dann die Briten.
22. Oktober 2019
Cape Coast Castle ist eine der Sehenswürdigkeiten, die ich in Ghana unbedingt besuchen wollte - und die ich aufgeschoben habe, weil ich wusste, dass der Besuch intensiv wird. Mit was ist Cape Coast Castle zu vergleichen in seiner historischen Bedeutung? Für mich als Deutsche fiel mir nur Auschwitz ein. Denn Cape Coast war die Hochburg des Sklavenhandels. Allein im größten Castle, Cape Coast Castle, wurden zwei bis vier Millionen Menschen durchgeschleust - und das sind nur die Überlebenden.
10. Oktober 2019
Wer nach Togo kommt, sollte auf jeden Fall einen Abstecher an den Togosee machen. Es ist einer der wenigen Seen in Afrika, in dem man bedenkenlos baden kann, auch jede Menge Wassersport-Angebote von Jetski über Tretboot warten. Doch noch spannender sind Nord- und Südufer: Togoville gilt als Geburtsort des Voodoo und hier wurde einst auch Togo an die Deutschen überschrieben. Im Süden finden sich Spuren der Sklaverei - und der deutschen Kolonialzeit.
25. Dezember 2014
Im Tal des Zuckerrohrs dreht sich wie der Name schon sagt alles ums Zuckerrohr. Hauptattraktion ist der Torre de Iznaga in Manaca Iznaga, den man nach rund 15 Kilometern auf der Straße aus Trinidad (Nummer 12) erreicht und schon frühzeitig sieht. Der rund 50 Meter hohe Turm wurde gebaut, um die Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen zu beaufsichtigen. Die Stockwerke sind mal rund, mal eckig, was den Turm sehr markant macht. Von oben kann man prächtige Kolonialbauten und Sklaven-Barracken sehen.