Fahrradtour durch Soweto

Das größte Township Südafrikas, Soweto (kurz für South Western Townships) ist nicht unbedingt ein Touristen-Hotspot.

 

Bewohner klagen über die vielen Busse, die durch das Township fahren und aus denen heraus Leute die Bewohner fotografieren.

 

Wer Soweto wirklich besucht, erlebt eine sehr authentische und gastfreundliche Bevölkerung.


Blick vom Oppenheimer Tower
Blick vom Oppenheimer Tower

Es gibt einige Anwohner, die geführte Touren durch das Township anbieten, wir erkundeten es per Fahrrad mit der bezaubernden Charmaine zusammen.

 

Die Fahrräder waren ein Erlebnis an sich, denn ständig fiel ein Pedal ab oder die Bremse ging nicht.

 

Ein Freund von Charmaine begleitete uns, um immer wieder zu reparieren.

 

Die vierstündige Tour führte unter anderem zur Kirche Regina Mundi, in der sich während des Aufruhrs in Soweto im Jahr 1976 Jugendliche versteckten. Noch heute sind die Einschusslöcher der Polizei zu sehen.

Im oberen Stockwerk gibt es eine Ausstellung zu den Schüler- und Studentenaufständen.

 

Weiter ging es in die Oppenheimer Gardens mit dem Oppenheimer Tower, von dem aus sich ein wunderbarer Ausblick über das riesige, flache Soweto ergibt.

 

Nebenan liegt das Credo Mutwa Cultural Village, eine Erinnerung an vergangene Zeiten und das Stammesleben.

 

Dort stehen unter anderem verschiedene alte Hütten, wovon zwei noch bewohnt sind, Gräber wurden nachgestellt. Auch Kunst ist zu sehen.

 

Die Tour hat uns rund 300 Rand pro Person gekostet - gut investiertes Geld!

 

Über meine Zeit in Soweto habe ich damals auch einen Artikel für die Frankfurter Rundschau verfasst, den findet ihr hier.