Kenia, Norwegen, Äthiopien, Tansania, Komoren, Mayotte, Kapverden, Lettland, Schweiz, Teneriffa, Niederlande und Deutschland - was war das für ein verrücktes Reisejahr für mich! So viele Augenblicke, von denen ich geträumt hatte und die so viel mehr waren als ein Haken auf meiner Bucketlist. Schnorcheln mit Orcas, Tauchen mit Haien, Schwimmen mit Schildkröten, am Strand mit Flughunden, Füttern von Rentieren, Wandern unter Nordlichtern, Übernachten im Eishotel - das Jahr hatte einige Highlights.
Eine Märchenlandschaft und Traumwelt aus Eis und Schnee – so habe ich mir ein Eishotel vorgestellt. Im Dezember verbrachte ich eine Nacht im Sorrisniva Igloo Hotel in Alta in Nordnorwegen. Bei minus 5 Grad Zimmertemperatur muss man sich warm anziehen. Figuren aus Schnee und Eis zieren den Weg, die Wodka-Shots gibt es aus Eisgläsern und die Eisrutsche ist nur mit Skihose empfehlenswert. Nach der kalten Nacht wärmen Sauna, Whirlpool und Kaminzimmer. Eine Nacht im Eishotel ist teuer – und magisch!
Ich habe den Umgang mit der Natur erst im Laufe meines Lebens gelernt. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, auf unsere Umwelt aufzupassen, aber vor allem, wie gut es mir tut, wenn ich mich im Freien aufhalte. Als ich 2005 nach Norwegen gezogen bin, wurde ich im wahrsten Sinne des Wortes geerdet. Die Norweger haben ein ganz spezielles Verhältnis zur Natur, es gibt sogar ein Recht auf die Natur, das Jedermannsrecht. Friluftsliv werden in Norwegen alle Outdoor-Aktivitäten genannt.