Kreta: Die schönsten Strände im Westen

Kreta - ein Urlaubstraum in Griechenland. 2019 habe ich es auch das erste Mal dorthin geschafft, hauptsächlich für Strandurlaub. Das ist wahrscheinlich der Klassiker, für mich eher ungewöhnlich, weil ich meist aktiv im Urlaub bin. Es gab natürlich auch mal eine Wanderung, aber die meiste Zeit lag ich tatsächlich am Strand. Allerdings möchte ich auch da ein wenig Abwechslung und deshalb haben wir während des Urlaubs mehrere Strände besucht und waren an keinem zweimal. Wer Strände in der Karibik oder am Indischen Ozean kennt, findet hier keine Traumstrände oder das Paradies - aber ein paar mit Südsee-Flair gibt es doch, etwa Balos mit seinem glasklaren Wasser und Elafonisi mit dem rosa Sand.


Balos Beach: Der berühmteste Strand auf Kreta

Oft wird übrigens auch der Balos Beach als schönster Strand Kretas bezeichnet. Balos fand ich wunderschön, wenn es auch nicht mein persönlicher Favorit war. Der Balos Strand ist recht mühsam erreichbar, zunächst geht es mit rund 15 Stundenkilometern acht Kilometer lang über eine Schotterpiste, dann noch einmal rund eine halbe Stunde zu Fuß bergab. Obwohl ich recht früh dort war, war es schon ziemlich überlaufen. Es gibt ein Kiosk, die Liegen kosten hier 10 Euro für zwei Liegen und einen Sonnenschirm. Balos ist eine Bucht und nicht so breit - im Wasser kann man sich also nicht so gut aus dem Weg gehen. Allerdings gibt es auf beiden Seiten Strand - denn es handelt sich beim Strand nur um eine Sandbank.


Glaros Beach: Kinderfreundlicher Strand bei Chania

Der Glaros Beach ist der längste Strand in der Hauptstadt des Westens und liegt westlich von Chanias Zentrum. Wir sind hier eher zufällig gelandet, weil wir den Vormittag in Chania verbracht haben und dann den Nachmittag noch am Strand sein wollten. Wir suchten etwas, was wir vom Zentrum aus schnell erreichen können und da fiel die Wahl auf Glaros. Der Strand gilt als familien- und kinderfreundlich. Da er sehr weitläufig ist und auch deutlich breiter und weniger beengt als Georgioupolis, hatte ich aber immer den Eindruck, an einer ruhigeren Ecke unterwegs zu sein. Was spannend ist, weil direkt dahinter Stadt ist.


Iguana Beach: Wunderschöne Badebucht bei Chania

Direkt neben dem Glaros Beach liegt die Bucht Iguana und die fande ich noch ein bisschen schöner. Ich mag einfach kleine Buchten lieber als weitläufige und endlose Strände und deshalb habe ich mich hier wohler gefühlt. Man kann zu Fuß von einem zum anderen Strand gehen - und in Richtung Chania liegen noch zwei weitere Buchten: die noch kleinere Bucht Agii Apostoli und der etwas längere Strand Chrissi Akti. Eigentlich hatten wir von vornherein vor, nach Iguana zu kommen, weil ich gelesen habe, dass man hier ganz gut schnorcheln kann, aber irgendwie haben wir dann einfach das Auto geparkt und wollten ans Wasser. Dafür war es ein schöner Spaziergang von Glaros hier rüber. Schnorcheln war ich auch, allerdings habe ich trotz der Felswände nichts entdeckt, was es für mich als Schnorchel-Spot empfehlenswert machen würde.


Elafonisi: Kretas Traumstrand mit rosarotem Sand

Es war der schönste Sandstrand, den ich auf Kreta gesehen habe: Elafonissi. Hier ist fast Südsee-Flair. Angeblich ist der Sand rosa, ich hab ihn allerdings eher weißlich gesehen und auch auf den Fotos sieht er nicht wirklich rosa aus ;-). Das Meer durchsichtig und schimmert in allen möglichen Türkis-Tönen. Da es sich am Strand um Sandbänke und Dünen handelt, gibt es viel Platz - was auch nötig ist, denn wahrscheinlich ist Elafonisi der am meisten besuchte Strand auf Kreta. Es gibt Hunderte, wenn nicht Tausende Parkplätze, sogar Busse haben hier geparkt. Die Liegen hingegen waren mit 9 Euro für zwei Liegen und einen Sonnenschirm erschwinglich. Allerdings stehen die so eng beieinander, dass man fast Platzangst bekommt - obwohl am Strand deutlich mehr Platz wäre

 

Der Strandbereich Elafonisi ist auch sehr weitläufig - und wer ins Wasser geht und eine Weile läuft (das Wasser ist enorm flach, man muss ein gutes Stück gehen, um nicht mehr stehen zu können), hat dann doch auch seine Ruhe. Da es auch ein paar Felsen gibt, war ich hier auch schnorcheln. Sehr viel habe ich nicht gesehen, auch bei den Felsen, die etwas weiter draußen sind, nicht. Wer ein wenig Zeit hat und etwas mehr Ruhe sucht, sollte sich auf in die Dünen machen. Ein kleiner Weg führt hindurch und am Ende wartet ein weiterer Traumstrand. Dort gibt es keine Liegen und es dürfen auch keine Sonnenschirme genutzt werden, weshalb sich nicht so viele Menschen dort aufhielten. Auf jeden Fall ein schöner Ort.


Almyrida: Windiger Touristen-Hotspot

Almyrida war unser erster Strand auf Kreta. Von Kefalas aus, wo unsere Ferienwohnung war, gibt es zwei Sandstrände in der Nähe: Georgioupolis und Almyrida.

 

Almyrida ist eine absolute Touristen-Hochburg, hier finden sich zahlreiche Hotels, Tavernen, Beachbars und Souvenirshops. So ganz konnte ich das nicht verstehen, denn als wir dort waren, war es unheimlich windig. Der Sand befand sich dann echt überall, was nicht so mega angenehm war.

 

Da es allerdings so windig war, war nicht allzuviel los. Eine Liege gab es in den meisten Bars gegen eine Cola oder eine andere Bestellung und das war auch absolut okay so. Das Meer fand ich hier wunderschön, es war glasklar und hatte eine angenehme Temperatur, der Sand war recht fein, sodass das auch schön war. Gegen 17 Uhr etwa haben wir uns aber auch wieder auf den Rückweg gemacht - durch den Wind war es doch recht frisch und irgendwann zu kalt, um nur in Badeklamotten am Strand zu liegen.


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Preveli Beach: Kretas einziger Palmenstrand

Der Preveli-Beach ist nicht unbedingt der schönste Strand, aber auf jeden Fall ein sehr besonderer Strand und wer Zeit hat, sollte sich diesen unbedingt anschauen. Er liegt an der Südküste im Westen Kretas und ist nicht per Auto erreichbar, zumindest nicht direkt. Vom Parkplatz aus geht es rund zehn Minuten Treppenstufen nach unten, bis man schließlich den Strand erreicht. Wem das zu anstrengend ist: Es gibt auch Boote, die am Strand halten, sie starten an verschiedenen Stellen, etwa der unweit gelegenen Stadt Plakias.

 

Das spannende ist nicht der Strand selbst, sondern die unglaubliche Natur drum herum. Am Preveli Strand mündet das Fluss Megalopotamos in das Libysche Meer und der Fluss hat durch das Gebirge eine Schlucht geschlagen. Und am Rande des Flusses hat sich ein eindrücklicher Palmenwald gegründet. Vom Strand aus lässt sich der Palmenwald erwandern, immer wieder erhascht man dabei wundervolle Blicke auf den Fluss - in dem man mit viel Glück Schildkröten entdeckt.


Georgioupolis Beach: Wo die Skandinavier Urlaub machen

Georgioupoli rund 20 Kilometer von Rethymno entfernt an der Nordküste und ist vor allem bei skandinavischen Strandurlaubern beliebt. Generell ist es ein absoluter Ferienort. Der Sandstrand ist einige Kilometer lang, wobei sich die meisten Urlauber am Stadtstrand tummeln. Als Strandurlaubsort fand ich Georgioupolis, das auch für seine vielen Eukalyptusbäume berühmt ist, nicht ganz so toll, denn vor allem in der Stadt ist der Strand sehr schmal und es gibt nur wenig Platz auf Ruhe und Ungestörtheit. Mir war es zu voll und zu laut.

 

Sehr schön ist aber die unweit gelegene Kapelle St Nicolas. Es handelt sich dabei um ein Gebäude auf dem Meer. Man erreicht die Kapelle über einen kleinen Steg, den man allerdings nicht barfuß gehen sollte, da er aus vielen kleinen und großen Steinen besteht. Die St. Nicolas Chapel ist eines der beliebtesten Fotomotive von Georgioupoli.


Episkopi Beach: Die ruhige Alternative zu Georgioupolis

Ich muss gestehen, dieser Ort sieht auf den Bildern schöner aus als in der Realität. Da uns Georgioupolis zu voll und eng war, wollten wir etwas aus der Stadt raus Richtung Rethymno. Dort hatte ich nämlich auch eine Kirche entdeckt, die ich unbedingt noch einmal sehen wollte (bei der Einmündung des Flusses Rema Kaminia  ins Meer).

Wir hielten einfach irgendwo an, wo es uns auf den ersten Blick ganz gut gefiel und die Wahl fiel auf einen Strandabschnitt bei der Beachbar M&M. Da war enorm wenig los, die Liegestühle konnten wir kostenlos nutzen, wenn wir etwas bestellten. Allerdings war der Strand auch nicht so dolle, was auch erklärt, warum es so leer dort war.

 

Der Sand war nicht so fein, eher Richtung Kies gehend. Also nicht so schön wie etwa bei Elafonissi oder am Balos Beach. Dafür hatten wir hier endlich mal Ruhe. Beim nächsten Mal würde ich wohl noch länger an der Küstenstraße entlang fahren und einfach mal schauen, ob der Strand andernorts schöner ist.


Octopus Bay in Kefalas: Traumbucht zum Schnorcheln

Octopus Bay oder Ompros Gialos ist eine kleine Bucht zwischen Georgioupoli und Almyrida. Wer ein Auto hat, sollte unbedingt selbst dorthin fahren, zwischen Kefalas und Paleloni führt eine Serpentinen-Straße zum Meer hinunter. Die Bucht ist einfach schon wunderschön anzuschauen. Das Meer funkelt in allen möglichen Türkistönen und sieht einfach wundervoll aus. Ich habe mich schon beim ersten Blick verliebt. Einen Sandstrand gibt es hier nicht und zudem ist die Bucht ja nur schwer zugänglich, deshalb tummeln sich hier auch nicht allzu viele andere Menschen. Es gibt Treppen und eine kleine Rampe, die ins Meer führen. Der Ort ist auch zum Schnorcheln ganz toll. Man sieht zwar keine super außergewöhnlichen Meeresbewohner, aber doch einiges an Unterwasserwelt.

 

Ich hatte vor allem Spaß an den vielen Krebsen und Krabben, die auf dem Boden herum gewuselt sind. Wer ein wenig gen Westen schwimmt oder schnorchelt, kommt zudem an eine kleine Höhle. Hier legen auch gerne mal Ausflugsboote an, die ihre Gäste in der Nähe auch zum Schnorcheln ins Wasser lassen. Einen Oktopus habe ich hier übrigens nicht gesehen.


Amnissos Beach: Party-Strand in der Hauptstadt Iraklio

Die letzte Nacht unserer Kreta-Reise haben wir in der Hauptstadt Heraklios oder Iraklio verbracht. Wir hatten ein Hotel in Strandnähe gebucht, damit wir am Nachmittag, nach dem Besuch von Knossos, noch ein wenig chillen können. Wir haben uns die Anemos Suites ausgesucht - was leider deutlich mehr Kinder- und Familienhotel mit riesigem Spielplatz war, als das, was wir aufgrund der Bilder erwartet hatten. Der Strand war fußläufig erreichbar, allerdings ist der Anemossos Beach offenbar ein Partyort. In den Beachbars war es enorm voll, die Musik war laut aufgedreht und überall tranken Menschen Cocktails, feierten, tanzen und spielten Beachvolleyball. Der Strand war auch etwas verdreckt und eine Möglichkeit auf Schatten gab es für uns nicht - die Beachbars hatten keine Liegen mehr frei und Bäume und ähnliches sucht man hier vergeblich.


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