Schnorcheln und Wandern an den Felsen der Platja D'Aro

Im Gegensatz zu seinen berühmten Nachbarn Calella de Mar und Lloret de Mar ist Platja d'Aro trotz der Lage an der Costa Brava deutlich ruhiger und ein bisschen weniger touristisch. Was ich nicht verstehen kann, denn von den tollen Buchten aus bietet sich nicht nur ein herrlicher Ausblick auf Meer und Felsenlandschaften, durch die vorgelagerten Felsen ist Platja d'Aro der perfekte Ausgangsort für Schnorcheltouren im Mittelmeer. An den Felsen kann man herrlich entlang wandern, auf dem Markt gibt es frische Meeresfrüchte und Fische, direkt von den Fischerbooten. Auch die katalanische Metropole Barcelona ist nur 100 Kilometer entfernt und locker als Tagesausflug zu besuchen. 



Rund 100 Kilometer nördlich von Barcelona liegt der Küstenort Platja d'Aro. Mein Besuch dort ist schon sehr lange her, 2004 war es, um genau zu sein. Damals war ich auf Klassenfahrt dort. Ich habe viele ganz wundervolle Erinnerungen an die Woche dort - und als mir die Tage zufällig ein paar Bilder in die Hand fielen (bzw auf dem Desktop erschienen), dachte ich, dass ich euch doch mal von diesem tollen Ort erzählen könnte! 

 

Untergebracht waren wir im Hotel Cap Roig und auch daran habe ich viele gute Erinnerungen. Mein persönliches Highlight war damals, dass man mit dem Aufzug direkt zum Strand fahren konnte! Ja, richtig gelesen, das Hotel liegt auf einer Anhöhe und man hat einen herrlichen Blick über das Mittelmeer. Aber um sich den kleinen Weg hinunter zum Strand, umsäumt von Felsen, zu sparen, kann man einfach mit dem Aufzug ins Geschoss -1 fahren - et voila - ist am Strand!

 

Da das Hotelareal recht groß ist, hat sich die Menschenmenge ganz gut verlaufen und es war auch trotz 30 Abiturienten recht ruhig. Abends haben wir uns zum Lagerfeuer und mit Gitarren am Strand getroffen und haben ein Bier getrunken - und es war einfach wundervoll! 

 

Platja d'Aro, beziehungsweise Cap Roig, ist eher eine kleine Bucht als ein kilometerlanger feiner Sandstrand.  Ich fand das super - denn ich liebe es zu schnorcheln. Und welch ein Glück - wir hatten unseren Biolehrer dabei, der jeden Tag mit einer kleinen Gruppe (eben denen, die wollten), ins Meer hinaus ist zum Schnorcheln. Das ging ganz wunderbar vom Strand aus, also ohne weitere Kosten für Boot und Co! Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich dort eine Seegurke gesehen - und sicher bin ich mir nicht, aber ich glaube, auch meinen ersten Seestern!  

 

Wer etwas mehr Bewegung braucht, ist in Platja d'Aro auch gut aufgehoben. Der Fernwanderweg Cami de Ronda führt nämlich hier vorbei und man kann sowohl gen Süden am Sandstrand als auch gen Norden an der Felsenküste entlang gehen. Vor allem Richtung Norden gibt es auch immer wieder Aussichtstürme auf die wunderschönen Buchten mit ihrem blau- und türkisschimmernden Kristallwasser! 

 

 

Wir sind gen Norden gegangen, zur Hafenstadt Palamós. Ich weiß noch, dass ich großen Spaß hatte auf dieser Wanderung, aber einige meiner Klassenkameradinnen in Flipflops fanden es recht anstrengend, damit rumzuklettern. Also: Besser richtige Schuhe anziehen oder mitnehmen! Unser Ziel war ein Markt am Fischerei-Hafen von Palamós. Dort haben wir uns die Hallen angeschaut, in denen die Meeresfrüchte von den Booten abgeladen, verarbeitet und gekühlt werden. Es war auf jeden Fall ein recht unangenehmer Duft.

 

Außerdem hat uns unser Biolehrer ein wenig Beifang besorgt - Tiere, die den Fischern in die Netze gehen, die aber nicht verkauft und gegessen werden. Die werden meist einfach aussortiert und bleiben zum Sterben irgendwo liegen. Wir haben ein rotes Tier bekommen, ich weiß nicht mehr genau, was es war, so in die Richtung Krake. Fridolin hat allerdings nicht allzu lange gelebt, trotz unserer Rettungsversuche. 




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