Zentrum von Sardiniens Westküste: Oristano

Oristano ist eine Stadt im Westen Sardiniens, die auch Hauptstadt der gesamten Region ist. Oristano hat nicht nur allerlei Einkaufsmöglichkeiten und anderen Komfort, weswegen einige Strandurlauber im Westen hier irgendwann mal einkehren, sondern auch eine sehr hübsche Altstadt, deren Besuch absolut lohnt. Noch sind allerdings nur wenige Touristen hier, um sich die Stadt anzusehen, was wiederum einen ganz eigenen Charme hat.


 

Oristano liegt zwischen Meer und Lagune und an der Mündung des Flusses Tirso - sie ist also überall von Wasser umgeben. Generell lohnen auch die Strände drum herum, bisweilen ist die Küste hier noch frei vom Massentourismus.

 

Experten sagen, Oristano ist im Jahr 1070 erbaut worden, von Menschen, die aus Tharros flüchteten, als die Stadt belagert wurde. Heute sind im Museum Antiquarium Arborense in der Via Parpaglia Fundstücke aus und um Tharros ausgestellt.

 

In der Altstadt gibt es einige sehenswerte Gebäude. Dort steht etwa der Dom, der 1228 erbaut wurde. Später wurde er immer wieder umgebaut, weshalb sich typische Baustile aus verschiedenen Epochen zeigen, etwa gotische, barocke und byzantinische. Besonders auffällig ist der Zwiebelturm. Im Inneren findet man eine aufwendige Gestaltung, hauptsächlich aus dem 18. Jahrhundert. Hauptattraktion ist eine aus Holz geschnitzte Statue aus dem 14. Jahrhundert, die Madonna del Rimedio.

 

Generell braucht es nicht lange, um das historische Zentrum zu erkunden. Schöne Bürgerhäuser und Paläste sieht man rund um die Plätze Piazza Roma und Piazza Eleonora, die durch die Fußgängerzone Corso Umerto verbunden sind, dort findet man auch viele kleine Läden und Handwerksbetriebe, die typisch sardinische Dinge verkaufen.

 

Der Torre di San Cristoforo ist ein alter Verteidigungsturm, der noch auf der Piazza Roma steht. Er stammt aus dem Jahr 1291.

 

An der Piazza Eleonora hingegen findet man das Rathaus, das in einem alten Klostergebäude untergebracht ist.

Ein Denkmal erinnert an die Namensgeberin des Platzes: Eleonora d'Arborea, einer Richterin im Judikat Arborea aus dem 14. Jahrhundert, die als Volksheldin gilt, weil sie die spanischen Aufständigen dadurch vertrieb, dass sie die verschiedenen Widerstandsgruppen der Sarden einigte. Außerdem entwarf sie ein Gesetzbuch, das die Gesetzesgrundlage Sardiniens bildete.

 

Ansonsten sehenswert: Die Pinakothek in der Via San Antonio, die Werke wichtiger Künstler ausstellt. Außerdem sind rund ums Stadtzentrum einige alte Wehrtürme erhalten, die Teil der Stadtfestung aus dem Jahr 1291 waren, darunter der Torre di Mariano IV und der Torre di Portixedda.





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