Tierische Diebe im Manuel Antonio Nationalpark

Der  Nationalpark Manuel Antonio liegt wunderschön am Pazifik, von Traumstränden umgeben. Er liegt etwas abgelegen von den üblichen Sehenswürdigkeiten, rund dreieinhalb Stunden Fahrt entfernt von San José.Ausgangspunkt ist in der Regel der Ort Quepos oder der Ort Manuel Antonio.

 

Schon kurz vor dem Eingang winken einen Parkwächter, die nicht nur Parktickets ausstellen, sondern einem auch einreden, dass man unbedingt einen Tourguide braucht. Das tut man nicht! Daher lieber selbst losziehen - wer mit Guide gehen möchte, kann auch direkt an der Kasse nach einem fragen, bzw. dort welche finden.


Die Wege sind sehr gut ausgebaut und beschildert. Wir haben uns zwei Tage Zeit genommen, um den Park zu entdecken, wobei auch ein Tag gereicht hätte. Es gibt einen schönen, aber anstrengenden Wanderweg zu einem Wasserfall.

 

Dort haben wir dann auch unser erstes Faultier am Baum hängen sehen. 

 

Es gibt auch den "Sloth Trail", auf dem man sehr häufig Faultiere zu Gesicht bekommt. Wir trafen dort eine Mutter mit zwei Babys. Der Trail ist ein Holzsteg, unter dem sich etwa zahlreiche rote Krabben befinden. Außerdem springen hin und wieder Weißkapuzineräffchen über dem Kopf hinweg. Vorsicht: Manchmal werfen sie auch mit Stöcken.

 

Es gibt noch eine Wanderung zu verschiedenen Aussichtspunkten - und Aussichtspunkte sind immer mit Anstrengung verbunden, da es ziemlich nach oben geht.

 

Bei einer derartigen Luftfeuchtigkeit wirklich anstrengend. Dafür wird man unterwegs entschädigt.

 

So stand etwa plötzlich eine Gruppe Weißkapuzineräffchen mitten auf dem Wanderweg. Die Tiere hatten gar keine Scheu und schauten neugierig und machten auch keine Anstalten, wegzugehen. So hatten wir lange Zeit, die Äffchen zu beobachten.

 

Am Strand hingegen trifft man regelmäßige Diebe. Allerdings tierische Diebe. Dort zeigen sich nämlich nicht nur Weißkapuzineräffchen und Faultiere (die nicht klauen, im Gegensatz zu den anderen beiden Arten), sondern auch freche Waschbären.

 

Waschbären und Äffchen wissen, wie sie Rucksäcke öffnen und man sollte seine Sachen auf jeden Fall sehr gut schützen, wenn man ins Wasser geht, da die Tiere schnell und dreist sind. Häufig ließen sie sich nur mit Holzstöcken vertreiben.

 

Es gibt übrigens außer den tollen Stränden innerhalb des Nationalparks auch noch einige davor. Sie sind daher ohne Zutrittsgebühr nutzbar, etwa die Playa Playita oder die Playa Espadilla.

 

Eigentlich ist Manuel Antonio auch bekannt für vorgelagerte Inseln und dass man dort schnorcheln kann. Wir hatten allerdings etwas Pech, denn die Strömung war so stark, dass man quasi nichts gesehen hat.

 

 

Dafür konnten wir dann nach der anstrengenden Wanderung am Nachmittag faul am schneeweißen Sandstrand liegen, umgeben von Urwald und Tieren und zur Abkühlung im warmen Wasser plantschen.

 

 

 

Gesehene Tiere:

- Faultier

- Weißkapuzineräffchen

- Mantelbrüllaffe

- Totenkopfäffchen

- Waschbär

- Aguti

- Papagei / Ara






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