Gemeinschaftsgedanke in Beit Zera

Beit Zera ist ein Kibbutz, das in den 20er Jahren gegründet wurden - von jüdischen Poniern der Kibbutzim Degania Alef und Degania Bet sowie Pionieren aus Deutschland und Österreich gegründet.

 

Heute leben rund 600 Menschen in der selbstverwalteten Kommune Beit Zera und damit etwas mehr als nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

Der Ort hat eine besondere Historie, denn in mehreren Kriegen, etwa 1948 im Arabisch-Israelischen Kriegen hielten die Bewohner durch und führten ihre landwirtschaftlichen Betriebe trotz all der Bomben fort.


Das Kibbutz Beit Zera stand kurz nach dem Besuch des deutlich touristischeren Kibbutz En Gev auf dem Programm.

 

Beide Touren zeigten, dass die Moderne auch in die Kibbutzim eingezogen ist. Früher lebten Kinder im Kinderhaus und wurden gemeinschaftlich erzogen. Nur vier Stunden täglich waren sie mit den Eltern zusammen.

 

Gegessen wurde gemeinsam im Speisesaal und keiner bekam Gehalt. Stattdessen gab es alles im Kibbutz umsonst, vom Haus über das Essen und die Kleidung bis hin zu Spielzeug und Fahrrädern.

 

Während zunächst nur die etwas von ihrem Gehalt behalten durften, die im Kibbutz lebten, aber außerhalb arbeiteten, bekommen inzwischen sogar diejenigen Lohn, die im Kibbutz arbeiten.

 

Das sei zwar ein Fortschritt, und man könne nun auch mal reisen, sagte Yoel, den wir trafen, aber es separiere eben auch die Gesellschaft und das sei ja gegen den Grundgedanken der zionistischen Einrichtung: Dass alle gleich sind, gleiche Rechte haben und es kein Eigentum gibt, da alles der Gemeinschaft gehört.