Kultur, Natur, Entspannung in Stockholm

Stockholm ist eine wundervolle, abwechslungsreiche und interessante Stadt, die auch jene ansprechen sollte, die sonst nicht so für Städtetrips zu haben sind. Denn Stockholm ist gleichzeitig auch wahnsinnig grün. Schon allein die Lage macht Stockholm speziell, immerhin besteht die Hauptstadt aus vielen verschiedenen Inseln, die meist mit Brücken miteinander verbunden sind. Allerdings muss ich gestehen, dass ich trotz zahlreicher Aufenthalte in Stockholm und unter anderem drei Monaten als Kindermädchen in der Nachbarstadt Täby (siehe unten) noch immer nicht den kompletten Überblick habe.


Gamla Stan

Berühmt ist vor allem die Insel Gamla Stan, die Altstadt Stockholms. Hier lässt es sich wundervoll durch die alten Gassen schlängeln, an Souvenierläden vorbeizuschauen, am Stortorget einen Kaffee trinken und natürlich steht hier auch das royale Highlight: Der Königliche Palast. 

 

Das Kungahuset kann man auch besuchen, die Öffnungszeiten variieren je nach Monat, ist mit 160 SEK aber nicht ganz günstig.

 

In Gamla Stan sollte man sich vor allem etwas berieseln lassen, außerdem ist die Altstadt generell nicht groß, man ist immer wieder schnell am Wasser oder an Brücken, vom Hafen im Süden aus fahren auch einige Fähren ab (Slussen Fährterminal), etwa nach Skeppsbron, Djurgården oder Strömkajen

 

Wer sich für deutsche Kultur in Schweden interessiert, kann die Tyska Kyrkan besuchen, die auch viele Veranstaltungen organisiert, vor allem für deutsche Auswanderer.

 

Ebenfalls in der Altstadt finden sich das Nobelmuseet und das Postmuseet, die ich beide noch nicht besucht habe und weshalb ich dazu auch noch nichts weiter sagen kann.

 

Da der Palast gleich nebenan liegt, gibt es natürlich auch einiges royales, etwa das Royal Coin Cabinet, die Riddarholmskyrkan und das Riddarhuset.

 


Norrmalm

Wer Gamla Stan in die andere Richtung verlässt, vorbei am Königlichen Schloss, kommt zunächst auf die kleine Insel Helgeandsholmen, ehe die Riksbron, eine kleine Brücke, zur Drottningsgatan führt, der Einkaufsstraße im Zentrum von Stockholm.

 

Die Straße zieht sich fast komplett durch den Stadtteil Norrmalm und bietet dabei das ein oder andere abwechlungsreiche an.

 

So warten zu Beginn der Straße etwa das Medelhavsmuseet, das ich allerdings noch nicht besucht habe, und das Dansmuseet. Dort werden vor allem Kinder viel Spaß haben, aber auch alle Leute, die an verschiedenen Kulturen und Tanzstilen interessiert sind. Dort sind etwa Kostüme und Tanzoutfits von allerlei Kulturen ausgestellt, außerdem erfährt man mehr zur Geschichte des Tanzes und es gibt Wechselausstellungen zu bestimmten Themen.

 

Das Museum hat dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und am Wochenende von 12 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet für Studenten 80, für Erwachsene ab 18 Jahren 120 SEK.

 

 

 

Westlich der Drottningsgatan liegt die Konstakademien, die königliche Kunstakademie. Dort verstellen verschiedene schwedische Künstler ihre Werke aus, außerdem gibt es eine große Bibliothek (dienstags bis donnerstags 13 bis 18 Uhr). Die Ausstellungen sind dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und am Wochenende von 12 bis 16 Uhr zu sehen.

 

Östlich der Straße warten die Oper und der sehenswerte Kunsträdgården, ein großer Park, in dem im Winter eine Eislaufbahn aufgebaut ist.

 

Drum herum gibt es allerlei Cafés und Bars.

 

Wer sich für Kunst interessiert, macht auch einen Abstecher ins Kulturhuset am Sergels Torg. Dort sind auf verschiedenen Etagen wechselnde Ausstellungen zu sehen, die Themen sind vielseitig. Außerdem lässt sich Stockholm vom Café oben überblicken.

 


Östermalm

Das Leben im Stadtteil Östermalm spielt sich vor allem rund um den Karlaplan ab. Rund um den Platz lässt es sich nicht nur schön schlendern, hier sind auch allerlei Cafés und Shops angesiedelt, vor allem zwischen Humlegården, Östermalmstorg und Karlavägen. Das sportliche Leben der Stadt spielt sich hier ab, hier liegt nämlich das Stockholm Stadion.

 

Wer sich in Richtung der Kungliga Borgen, der königlichen Burg im Osten des Stadtteils begibt, findet nicht nur riesige grüne Parks, sondern auch einige Museen, etwa das Reichsportmuseum Riksidrottsmuseet, das Historische Museum Historiska Museet, das Technisches MuseumTekniska Museet, das Sjöhistoriska Museet - Seehistorische Museum, das Polismuseet - Polizeimuseum, und das Ethnografische Museum - Etnografiska Museum. Leider habe ich es bisher in keines der Museen geschafft, weshalb ich hier nur auf die Einrichtungen verlinken kann. Dort findet ihr mehr zu den Ausstellungen, den Öffnungszeiten und den Eintrittspreisen. Wer noch ein paar Schritte weiter geht, erreicht den rund 155 Meter hohen Fernsehturm, den Kaknästornet, an dessen Spitze sich eine Skybar mit Ausblick auf die Djurgårdsbrunnsviken befindet.


Djurgården

Die Insel Djurgården darf bei keinem Stockholm-Besuch fehlen. Hier ist es nicht nur wunderschön, auch fast alle wichtigen und tollen Museen sind hier angesiedelt.

 

Dazu gehören etwa das Astrid Lindgren Museum Junibacken, das Schiffsmuseum Vasa, das Abba-Museum, der Freizeitpark Gröna Lund sowie Schwedens erstes Freilichtmuseum Skansen, in dem heimische Tiere und Kultur und Tradition einer früheren Zeit vorgestellt werden. 

 

Da es auf Djurgården so wahnsinnig viel zu entdecken gibt, habe ich der Insel einen eigenen Beitrag gewidmet, wo ihr mehr über die jeweiligen Museen lesen könnt, die sich dort befinden.

 


Skeppsholmen & Kastellholmen

Die kleine Insel Skeppsholmen erreicht man von Norrmalm aus über eine kleine, schöne Brücke, die Skeppsholmbro, die einen wundervollen Blick Richtung Gamla Stan und in die Wasser-Insel-Landschaft drum herum erlaubt.

 

Ins Auge stechen das kleine rote Schlösschen mit seinen Türmen, das am Amiralitetsbacken 1 liegt, zu rechter Seite von der Brücke kommend.

 

Auf der anderen Seite liegen etwa der Konzersaal Eric Ericsonhallen, aber auch die schönen Gebäude von Skärgårdsstiftelsen und dem Östasiatiska Museet, dem Ostasiatischen Museum mit Kulturgütern aus Japan, China, Indien und anderen ostasiatischen Ländern. Generell findet man viele Museen auf der kleinen Insel.

 

Auch ohne einen Museumsbesuch lohnt sich Skeppsholmen aber auch, weil es einfach viele schöne alte Gebäude zu bestaunen gibt, dazu ist man immer direkt am Wasser, auch legen hier Schiffe ab.

 

Um die Sammlung zu vollenden, ihr findet hier: Moderna Museet, das Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst, das Armémuseum, also Militärmuseum, das Leksaksmuseet, also das Spielzeugmuseum. Außerdem sind auf Skeppsholmen die Kunstbibliothek mit ihrem Archiv und die Königliche Kunsthochschule anzufinden, wo ebenfalls regelmäßig Ausstellungen zu sehen sind.

 

 

Eine weitere kleine Brücke verbindet Skeppsholmen mit der noch kleineren Insel Kastellholmen. Sie ist auch nur per Schiff oder über Skeppsholmen zu erreichen.

 

Dort steht die einstige Festung der Stadt, das Kastellet Stockholm. Es wurde im 17. Jahrhundert gebaut und ist in seiner jetzigen, roten Stein-Form, seit 1848 erhalten. Man kann durch den Burggarten schlendern oder zu Konferenzen und für Restaurants das Innere aufsuchen.

 

Wer ohnehin in der Gegend ist, sollte einen Blick auf ein Gebäude mit dem Namen Skridskopaviljongen werfen, das heute ein Hotel beherbergt. Da das Hotel auf einem Hügel liegt, hat man einen tollen Blick über die Stadt.

 


Södermalm & Slussen

Södermalm ist sowas wie das Szene- und Inviertel Stockholms. Hier ist vor allem abends Leben. Rund um Mariatorget und den angrenzenden Park gibt es viele Lokals, Bars und Restaurants, etwa in den Straßen Swedenborgsgatan, Wollmar Yxkullsgatan, Hornsgatan und Roselundsgatan. Außerdem findet sich ein kleines Viertel mit Bars und Restaurants zwischen Skånegatan.

 

Auch rund um Slussen, das die Grenze zu Gamla Stan bildet, lässt es sich herrlich schlendern, dort warten am Abend auch ein paar Clubs. Im Debaser habe ich so manche Nacht durchgetanzt. Wobei ausgehen in Stockholm nicht ganz so günstig ist.

 

Ansonsten ist Södermalm ein sehr grüner Stadtteil mit vielen Parks. Sehenswert ist auch die Kirche Katarina Kyrka auf dem Katarina Platz und das Fotografiemuseum Fotografiska Museum, wo man auch selbst Fotokurse belegen kann.

 


Drottningsholm

Der Stadtteil Drottiningsholm liegt ziemlich außerhalb des Zentrums, und lohnt auch hauptsächlich, wenn man mehr Zeit hat und das Zentrum schon erkundet hat. Hier wartet ein royales Highlight, das Schloss Drottningholms Slott. Das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und kann auch von innen erkundet werdet. Seit 1981 lebt die schwedische Königsfamilie im Palast in Drottningsholm. Kinder zwischen 7 und 17 Jahren zahlen 65 SEK Eintritt, Erwachsene 130 SEK, in Kombination mit dem Kina Slott sind es 90 bzw. 190 SEK. Das Museum hat je nach Jahreszeit geöffnet, meist von 10 / 11 Uhr bis 15.30 / 16.30 Uhr, die Öffnungszeiten findet ihr auf der Website, die oben verlinkt ist. Es gibt auch täglich mindestens zwei geführte Touren.

 

Im großzügigen Schlosspark lässt es sich verweilen und spazieren gehen, sehenswert ist auch der kleine chinesischer Pavillion, Kina Slott genannt, im Park, genau wie das Schlosstheater. Wer sich ein wenig sportlich betätigen möchte, kann gegen das nötige Kleingeld im Golfclub aufspielen.


Vaxholm

Vaxholm ist eine kleine Insel in der Schärenlandschaft vor Stockholm, die man sowohl per Land, aber viel schöner auch per Boot erreicht. Die meisten Fähren aus Stockholm und dem Umland halten hier, weshalb Vaxholm ein sehr beliebter Tagesausflug der Schweden ist.

 

Hier warten allerlei alte Gebäude, die ein wenig Bullerbü-Charme versprühen. Besonders im Frühjahr und Sommer blüht es zudem überall und es ist ein wundervoller Ort, um die Seele baumeln zu lassen. Es gibt auch allerlei Shops, Spielplätze, Cafés und Restaurants. Im Sommer kann man auch baden.

 

Ich lege euch einen Besuch auf Vaxholm absolut ans Herz, es ist ein kleines Paradies. Deshalb habe ich der Insel auch einen eigenen Beitrag gewidmet.

 


Weitere Impressionen