Flanieren in Helsinki

Helsinki ist eine recht übersichtliche Stadt, die allerdings auch einige Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Im Zentrum der Stadt wartet der Dom, Helsingin Tuomiokirkko genannt. Es ist ein riesiges, wunderschönes Gebäude auf einer Anhöhe und man kann es keinesfalls verfehlen. Es lohnt sich auch, am Markt und Hafen entlang zu schlendern. Vormittags ist auf dem Marktplatz, Kauppatori genannt, Markt und dort lässt sich leckeres und verhältnismäßig günstig essen. Außerdem gibt es allerlei Wollutensilien - auch im Sommer. Ebenfalls am Hafen liegt die Markthalle, die allerdings bei meinen beiden Helsinki-Besuchen renoviert wurde.


Wer sich am Hafen aufhält, kann eigentlich in jede Richtung etwas Nettes sehen. Auf der Halbinsel Katajanokka liegt die Uspenski-Kathedrale, Uspenskin katedraali genannt, eine sehr aufwendig gestaltete Kirche. Davor findet sich eine Brücke, an der die in allen Städten beliebten Liebesschlösser angebracht sind.

 

Wer sich etwas mehr zur Geschichte der Stadt inklusive Stadtbrand und Pest einlesen will, kann das kostenlose Helsinki City Museum, Helsingin kaupunginmuseo, zwischen Hafen und Dom besuchen.

 

Zum Entspannen eignet sich der Park Kaivopuisto, den man vom Markt aus in 15 bis 20 Minuten zu Fuß erreicht. Am schönsten ist die Tour am Wasser entlang.

 

Der Park liegt auf einer Anhöhe, sodass man einen schönen Blick Richtung Stadt und einen schönen Blick Richtung der vorgelagerten Inseln hat.

 

Zum Schlendern eignet sich der Esplanadi, ein grüner Streifen im Zentrum, an dem zahlreiche Cafés und auch Geschäfte angesiedelt sind. Die

 

Akateeminen kirjakauppa, den Akademischen Buchhandel zwischen Esplanadi und Aleksanterinkatu. Es ist nicht nur eine der größten Buchhandlungen Nordeuropas mit einem umwerfenden Sortiment - auch zahlreichen englischen Werken. Auch die Architektur ist spannend. Um die Ecke liegt auch das große Einkaufszentrum Forum.

 

 

 

Wer von Kaivopista gen Westen an der Küste entlang spaziert, kommt irgendwann zum Denkmal "Merenkulkijoiden ja mereen menehtyneiden muistomerkki".

 

Noch ein paar Schritte weiter und man erreicht den Stadtstrand. Dort gibt es zwar auch einen richtigen Sandstrand, aber auch einige Felsen, auf denen sich chillen lässt. Wer unterwegs Durst bekommt, kann im Cafe Carusel einkehren - zwar nicht ganz günstig, aber lecker und man zahlt eben auch für die tolle Aussicht.

 

 

 

Wer ohnehin schon in der Gegend ist, kann eine der vorgelagerten kleinen Inseln erkunden - und da gibt es einiges zu sehen. Von Kompassitori aus fahren für ein paar Euro Fähren dorthin. Sehr lecker Essen kann man im Restaurant Skiffer auf einer der Inseln, bei Uunisaari - es ist für Deutsche zwar immer noch teuer, aber nicht so teuer wie man vielleicht erwarten würde. Wir haben für einen sehr leckeren und gut belegten Flammkuchen etwa 12 Euro bezahlt (im Jahr 2013). Auch die Insel selbst lässt sich nett erkunden, beziehungsweise die umliegenden. Es gibt Strände und ein paar Naturparks. Einen Besuch wert ist auf jeden Fall die Insel Harakka, wo Kunst und Natur aufeinander treffen. Es gibt wunderschöne grüne Flecken, wo überall Vögel zwitschern. Und es gibt zahlreiche Ateliers und Galerien lokaler Künstler, die meisten sind frei zugänglich.

 

Wer ein paar Stunden Zeit mitbringt, sollte unbedingt die Insel Suomenlinna besuchen, die mit der Fähre aus ab dem Marktplatz erreichbar ist. Bei dem Weltkulturerbe handelt es sich um eine Festung aus dem 18. Jahrhundert, die erkundet werden kann.

 

Es geht etwa durch alte Gänge, an und auf Mauern entlang, man kann alte Raketen besichtigen und durch die Tore stolzieren. Das Museum kostet 6,50 Euro Eintritt (Stand 2017). Außerdem gibt es rund um Suomenlinna, auf den zu Fuß erreichbaren Inseln, weitere Museen, etwa das Spielzeugmuseum oder das Submarine- und Militärmuseum.





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