Oase in der Wüste: Azraq Wetlands

Eigentlich ist die Geschichte des Sumpfgebiets Azraq Wetlands eher traurig. Früher erstreckte es sich über ein riesiges Areal, aber es wurde so viel Wasser für die Menschen abgepumpt, dass es 1992 erstmals komplett austrocknete.

 

Nach Projekten zum Erhalt ist heute ein kleiner Mini-Rest übrig ist. Obwohl es inzwischen zahlreiche Schutzmaßnahmen gibt und man mehr wert auf die Ökologie legt, geht der Wasserspiegel weiter zurück.

 

Außerdem hat man wieder einige Wasserbüffel angesiedelt. Früher lebten in dem Gebiet nicht nur Wasserbüffel, sondern auch Löwen, Nashörner, Gazellen, Antilopen, Flusspferde und Geparde, allerdings wurden sie verdrängt und sind an dem Ort ausgestorben


Die Azraq Wetlands liegen von Amman kommend auf der anderen Seite der Hauptstraße, man biegt am Ende der Straße 40 rechts ab. Die Anlage ist ausgeschildert.

 

Wer in der Azraq Lodge übernachtet, hat freien Eintritt, da die Parkverwaltung RSCN auch die Lodge verwaltet. Ansonsten kostet der Eintritt für Touristen 8 JOD.

 

Zunächst kann man sich im Informationszentrum über das Gebiet und seine Tiere informieren. Dann kann man den rund zwei Kilometer langen Trail gehen, der durch einen Teil der Anlage führt, teils über Holzstege, teils durch Wald und über Wiesen.

 

Es gibt immer wieder tolle Möglichkeiten, Vögel und Frösche zu beobachten. Als wir dort waren, haben sich leider keine Wasserbüffel gezeigt.

 

Dennoch war es einer der schönsten Orte der Reise - schon allein, weil es der einzige wirklich fruchtbare Ort in der Wüste ist. 

 

 

Man kann auch Fahrradtouren in die Wetlands buchen, was uns allerdings zu teuer war - unter anderem, weil eine Gruppengröße von mindestens vier Leuten vorgeschrieben war und wir damit hätten doppelt zahlen müssen. Organisiert werden die Touren von der Lodge aus.

 





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