Die großartige Wüstenlandschaft des Wadi Rum

Das Wadi Rum war eine der schönsten Erfahrungen in meinem Leben. Die zwei Tage und zwei Nächte dort waren magisch.

 

Worte können kaum beschreiben, wie toll diese Wüstenlandschaft im Süden von Jordanien ist. Und wie abwechslungsreich. Denn Wüste ist nicht nur Sand. Hier finden sich Berge, Schluchten, Dünen und unfassbar tolle Aussichtspunkte.

 

Auch wenn ihr hier Text findet, sprechen die Bilder doch für sich.


Unsere Tour haben wir bei Suleiman gebucht, der das Beduinencamp und die Agentur Wadi Rum Sky zusammen leitet und zusammen mit seiner Familie betreibt.

 

Vorab wichtig: Auch wenn es in der Wüste tagsüber sehr heiß ist, sollte man sich der Kultur angemessen kleiden, das bedeutet bedeckte Schultern und lange Hosen - sowohl für Frauen als auch für Männer.

 

Im Wadi Rum selbst gibt es nur ein Dutzend Beduinencamps, die alle schon länger dort sind.

 

Wer mehr Luxus will, muss außerhalb der Anlage buchen.

 

 

Wir sind mit dem Auto durch das Entre, wo man seine Reservierung vorzeigt oder eine vornehmen kann, gefahren. Dort kann man auch nochmal shoppen etc.

 

Geparkt haben wir im Wadi Rum Village, dort wurden wir gegen 12 Uhr von Suleiman empfangen und dann von seinem Bruder abgeholt, der unser Guide war.

 

Wir fuhren mit dem Jeep zu verschiedenen Stellen in der Wüste, kletterten über Steine zu Aussichtspunkten hoch, liefen durch Schluchten und Krater, waren auf der Suche nach Quellen, probierten uns im Sandboarding auf den roten Dünen und genossen die einfach unfassbar tolle Aussicht.

 

Den ersten Abend verbrachten wir im Beduinencamp, wo es leckeres Essen und ganz schlichte Zelte mit Betten gab.

 

Zum Sonnenuntergang (und auch zum Sonnenaufgang) kann man auf den direkt angrenzenden Felsen klettern, von wo aus man einen wundervollen Ausblick hat.

 

Am zweiten Tag haben wir eine Wanderung zu einem in 800 Metern Höhe eingeklemmten Stein gemacht.

 

Der Aufstieg war nicht ganz ohne, es wurde viel über Steine geklettert, oft am Abgrund, aber wir wurden gut angeführt.

 

Nach rund einer Stunde waren wir auf der Zwischenplattform, dann ging es noch einmal ein sehr steiles Stück nach oben.

 

Dort konnten wir auch wählen, ob wir einen Klettergurt anlegen und damit gesichert nach oben wollen, was wir aber ablehnten. Und von ganz oben konnte man dann einfach eine wahnsinnig tolle Aussicht genießen. 

 

Unten angekommen hatten wir Lunch mit einer herrlichen Aussicht.

 

Danach fuhren wir noch mit dem Jeep durch die Wüste und genossen die Zeit und die Aussicht, hatten auch noch kleinere Wanderungen.

 

Die zweite Nacht war dann auch sehr speziell, denn wir schliefen unter freiem Himmel.

 

Nach der Tagestour gingen wir ins Camp zurück, konnten uns dort nochmal frisch machen und dann ging es hinaus in die Weite.

 

Wir machten auf einer Düne Halt, wir sprangen vom Auto in den Sand und machten dabei Unsinn, sahen einen tollen Sonnenuntergang und dann konnten wir die Matratzen auf den Boden legen, etwas geschützt an einem Felsen.

 

Wir haben viele Decken bekommen, unser Guide hat uns ein ganz tolles Abendessen gezaubert und hat sich dann zurückgezogen, sodass wir nur noch zu zweit mit der Natur alleine waren.

 

Wir konnten erneut einen wahnsinnig tollen Sternenhimmel sehen, mit deutlich sichtbarer Milchstraße, und viele Sternschnuppen zählen.

 

Am nächsten Morgen fuhren wir zum Frühstück ins Camp, holten dort unsere Sachen und dann ging es zum letzten Mal mit dem Jeep ein Stück in die Wüste hinaus.

 

Dort warteten dann Kamele auf uns und wir ritten noch rund zwei Stunden durch die Gegend, bis zum Village zurück, wo unser Auto wartete.

 

Die gesamte Tour hast uns zu zweit 250 USD gekostet, mit allen Sachen, und es war ein absolut gut angelegtes Geld.