Jordaniens Wüstenschlösser

Jordanien hat einige Wüstenschlösser, die vor allem nördlich und östlich von Amman liegen. Sie können auf einer Tagestour besichtigt werden - oder man macht es wie wir: Wir haben uns für zwei Wüstenschlösser entschieden und haben sie auf dem Weg besichtigt.

 

Wüstenschlösser sind keine Schlösser im eigentlichen Sinne, sondern Reste von einstigen Prachtbauten, etwa Palästen oder wie beim Qasr Amra ein überbliebenes Hamam-Bad.


Das wohl beeindruckenste Wüstenschloss Jordaniens liegt an der Straße 40 zwischen Al Azraq und Amman, das Qasr Amra.

 

Das Schlösschen ist rosa-beige gehalten und fügt sich so perfekt in die Landschaft ein.

 

Es wurde im frühen achten Jahrhundert erbaut und gehört zum Unesco Weltkulturerbe. Und es hat mich total fasziniert.

 

Ein Guide führt zu dem Bau, von dem vor allem das Badehaus und ein Thronsaal übrig geblieben sind. Es ist zwar nur ein sehr kleines Gebäude, aber absolut beeindruckend sind die zahlreichen Wandmalereien, echte Fresken im Mauerwerk. Überall sind Tiere und Dinge angemalt und erzählen dabei ganz eigene Geschichten. Wer in der Nähe ist, sollte unbedingt vorbeischauen!

 

Ein weiteres Wüstenschloss, das aber viel mehr Ruine ist als Qasr Amra, ist das Qasr Azraq, das Wüstenschloss der Stadt Al Azraq.

 

Die Burg an der Hauptstraße Richtung Irak gelegen, ist aus Basalt gebaut und noch relativ gut erhalten. Die Burg wurde Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet - an einem klugen Ort, immerhin liegt sie an der Oase Azraq, der einzigen Oase in dem weitläufigen Wüstengebiet.

 

Die großen Tore werden gerne von dem Mitarbeiter geöffnet, mit dem Jordanpass ist der Eintritt frei. In der Vorhalle sind im Boden Überreste von einem Gesellschaftsspiel eingeritzt.

 

Man kann die alten Räume innerhalb der quadratischen Mauer betreten, unter anderem das Büro von Lawrence von Arabien, der 1917 von hier aus die arabische Revolte gegen das Osmanische Reich führte. In der Mitte des Areals ist eine alte Moschee.





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