Weltwunder Victoria Falls

Der Nationalpark Victoria Falls Zambia ist von Livingstone aus zehn Kilometer entfernt, die Fahrt im Sammeltaxi kostet einen Euro (im Taxi zehn).

 

Der Nationalpark ist groß und schön angelegt, man kann hier gut einige Stunden verbringen.

 

Es gibt vier verschiedene Wanderwege, wobei man nicht auf allen nass wird.

 

Eine Übersicht der Lage der Victoria Fälle mit den jeweils einzelnen Wasserfällen und den Wanderpunkten findet ihr hier.


Der Fotografie-Walk führt am weitestens von den Fällen weg, etwa auf Höhe der Fallkante.

 

Es geht durch Urwald, begleitet vom dauernden Tösen des Wassers. Es kann hin und wieder ein wenig spritzeln, aber nass wird man auf der Tour nicht.

 

Allerdings sieht man auch nicht so wahnsinnig viel von den Vic Falls, sie schimmern hin und wieder in der Ferne durch, allerdings verdeckt der Wassernebel häufig die Sicht.

 

Der Weg endet fast genau an der Grenze zu Simbabwe, ein Zaun trennt die Grenz-Brücke und den Nationalpark.

 

Als zweiter Weg bietet sich der zum Boiling Pot an, eine etwas anstrengendere, aber kürzere Route in die Tiefe des Sambesis hinunter.

 

Vorbei an Pavianen, die einem teils den Weg streitig machen und hin und wieder auch Angriffe auf Rucksäcke starten, geht es viele Treppenstufen nach unten, mit einem faszinierenden Panorama-Blick auf Sambesi, Schluchten und die Grenz-Brücke, und dann noch ein paar Minuten durch den Regenwald, an einem kleinen Flussausläufer entlang, zum Boiling Pot, einem Art Strudel in der Nähe des Sambesi-Ufers. Hier zeigt sich die ganze Gewalt des Wassers.

 

Der Weg ist absolut lohnenswert, aber gutes Schuhwerk ist unverzichtbar. Der Aufstieg ist etwas anstrengender, es geht gut 20 Minuten nach oben.

 

Der dritte Weg ist der, auf dem man auch wirklich nass wird - dafür aber auch sehr nahe an die Falls herankommt.

 

Zu Beginn des Weges lässt sich ein Regencape ausleihen - wer keines dabei hat, sollte sich auf jeden Fall eines ausleihen - man wird klatschnass.

 

Auch Kamera, Handy etc sollten so verpackt werden, als würde man mit ihnen schwimmen gehen wollen.

 

Der Weg führt nah am Eastern Cataract vorbei, es geht dabei etwa über eine kleine Brücke, auf der einen Seite die Fälle, auf der anderen der Weiterfluss des Sambesis.

 

Ich war im April am Ende der Regenzeit in Sambia - der Sambesi war gut gefüllt und manchmal war es schwierig, in all dem dichten Wasserneben mehr zu erkennen als weiß und grau. Aber wenn sich die Fälle mal für ein paar Sekunden gezeigt haben, war es der absolute Wahnsinn.

 

Von Sambia aus kommt man an nur einen der fünf Fälle ran.

 

Wer noch trocknen muss oder möchte, kann auf dem Rückweg einen kleinen Abstecher hoch zum Sambesi machen, dort, wo der Fluss noch ruhig ist, um sich dann als Eastern Cataract in die Tiefe zu stürzen.

 

Wer in der Trockenzeit von September bis Dezember vor Ort ist, kann im vielleicht gefährlichsten Pool der Welt baden: dem Devil's Pool.

 

Es ist ein kleines natürliches Becken am oberen Sambesi, nur eine kleine Felswand trennt es von der Fallkante.

 

Das Baden ist auch in der Trockenzeit gefährlich, schon einige haben ihr Leben verloren, weil sie von einem Strom erwischt wurden und 110 Meter mit dem Wasser zusammen in die Tiefe stürzten. Deshalb sollte man nur mit einem zertifizierten Guide ins Wasser gehen. 

 

Auf jeden Fall ist auch ein Besuch auf der simbabwischen Seite der Victoria Falls absolut lohnenswert. Dazu findet ihr einen separaten Beitrag.


Wissenswertes

  • Der Eintritt in den Nationalpark kostet 20 USD und kann auch per Kreditkarte bezahlt werden 
  • Der Eintritt auf simbabwischer Seite kostet 30 USD, dazu fallen Visumsgebühren an
  • Ausgangspunkt in Sambia ist die Stadt Livingstone mit einer touristischen Infrastruktur






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