Entspannen am Toten Meer / Jordanien

Das Tote Meer gilt als eines der großen Highlights. Da ich es schon in Israel erlebt habe, war mein Überraschungseffekt natürlich gering.

 

Das Tote Meer hat einen Salzanteil von durchschnittlich 28 Prozent (teils bis zu 33 Prozent), weshalb man darin schweben kann. Es ist schwierig darin zu gehen, meistens zieht es einem die Beine hoch, wenn man über knietief im Wasser ist.

 

Man kann also nicht ertrinken, dafür ist das Salz extrem gefährlich. Kriegt man es ins Auge, kann man erblinden. Es dient also nicht zum Plantschen, sondern eher zum Entspannen.

 


In Israel befinden sich die meisten Hotelanlagen ganz im Süden des Toten Meeres, der nördliche Teil ist quasi ausgetrocknet. In Jordanien ist das noch nicht derart spürbar, die Hotelanlagen sind quasi allesamt ganz im Norden und man kann dort baden.

 

Die meisten Hotelanlagen stellen die typischen Schlammmasken, so war es auch bei uns. Man schmiert sich ein, lässt es 20 Minuten trocknen und wäscht sich dann im Wasser ab.

 

Wir waren übrigens im Crown Plaza übernachtet, das ganz okay war, aber nicht herausragend. Der Strand wurde  bereits kurz vor dem Sonnenuntergang gesperrt, auch die Pools machten dann allesamt zu. Ausnahme war der "Erwachsenen-Pool", wo einige Partys stattfanden. Da wir zur Nebensaison da waren, hatten viele Bars geschlossen, sodass die Auswahl eher gering war. Das Frühstück hingegen war sehr gut.

 

Wer nicht nur baden und floaten will, kann im Dead Sea Museum mehr zu dem Phänomen des am tiefsten gelegenen Sees der Welt (mehr als 400 Meter unter Normalnull) erfahren.

 

Wer den Jordan Valley Highway gen Süden fährt, kommt acht Kilometer nach den Dead Sea Hotelanlagen wie Mövenpick an eine Stelle, wo es links eine Serpentinenstraße hochgeht.

 

Ausgeschildert ist die brachliegede Ferienanlage Salt Sea Apartments Dead Sea, aber auch das Dead Sea Museum (2 JOD). Man folgt einfach der Ausschilderung.

 

Am Museum gibt es einerseits ein Café, aber auch eine Ausstellung zur Geografie und Beschaffenheit. Außerdem führt ein kleiner Wanderweg über Steine und Sand am Berg entlang mit fantastischen Ausblicken über das Tote Meer und das naheliegende Wadi Mujib Nature Reserv

 

Eines der größten religiösen Highlights für Christen ist die Taufstelle von Jesus - die Stelle im Jordan, wo Johannes Jesus getauft haben soll. Sie ist sowohl von Israel als auch von Jordanien aus zu erreichen. Von Amman aus folgt man der Straße 40 Richtung Totes Meer und biegt dann irgendwann rechts ab. Das ist aber ausgeschildert.

 

Madaba gilt als die Mosaik-Stadt, weil es dort sehr viele Mosaike gibt. Diese sind etwa im Stadt- und Mosaikmuseum zu sehen, einige sind beispielsweise auch in der Kirche Johannes der Täufer zu sehen.

 

Die römisch-katholische Kirche steht auf einer Grotte, in der die Überreste von Johannes lagern sollen. Außerdem gibt es Reste eines moabitischen Brunnens. Das berühmteste Mosaik allerdings findet sich in der Kirche St. Georg. Es handelt sich dabei um eine  Landkarte, die das einstige Palästina zeigt. Das Werk wird auch "Madaba-Mosaik" genannt und stammt aus dem 6. Jahrhundert.