Wandern auf und an den Volcanes de Teneguía

Einen tollen Tagestrip zu Fuß auf La Palma ist die Vulkanwanderung (festes Schuhwerk!) durch das Areal Los Volcanes de Teneguía im Süden der Insel.

 

Ausgangspunkt ist die Stadt Los Canarios (ehemals Fuencaliente), dort gibt es das Besucherzentrum zum Volcan San Antonio.

 

Im Centro de Visitantes erfährt man für 5 Euro mehr über das vulkanische Leben auf der Insel. Es gibt etwa eine kleine Plattform, auf die man sich stellen kann, und die Erdbeben in verschiedenen Stärken simuliert.


Ein kleiner, bisweilen leicht steiler Weg führt auf den Krater des Vulkans, der 1677 zuletzt ausbrach. Im Krater wachsen zwischen der schwarzen Erde erste Pflanzen.

 

Obacht, am Kraterrand auf 657 Metern Höhe kann es durchaus sehr windig werden, Seile helfen beim Aufstieg.

 

Von oben zeigt sich ein toller Blick über den Süden der Insel bis hin zu den Nachbarinseln El Hierro und La Gomera. Von hier oben ist auch der weitere Weg bis zum jüngeren Vulkan Teneguía zu sehen.

 

Hier zeigt sich, wie die Landschaft durch den Ausbruch des Teneguía vor 35 Jahren die Landschaft geprägt hat. Noch ist alles schwarz überzogen, die Insel wurde größer, erste grüne Pflanzen wachsen dazwischen. Es zeigt sich deutlich, wo die Lavaströme gen Meer flossen. Rund um den Vulkan lassen sich auch Dromedare mieten, um die Gegend zu erkunden.

 

Vom Parkplatz aus führt ein kleiner, schmaler, sehr steiler Weg nach unten auf den Hauptwanderweg.

 

Der Abstieg ist trickreich, daher sollte man sich etwas Zeit dafür nehmen und auf jeden Fall sollte man genug Wasser dabei haben.

 

 

Der nun ebenerdige, breite Weg führt vorbei am Roque Teneguía, einem kleinen Hügel, der, wenn man einen Abstecher dorthin macht, ebenfalls einen schönen Ausblick bietet.

 

Nach einer Weile nähert man sich dem Vulkan Teneguía, der ebenfalls auf der rechten Seite liegt. Ein kleiner Weg führt durch das Lavafeld hin zum Vulkan.

 

Der 438 Meter hohe Vulkan ist der jüngste auf der Insel und er lässt sich besteigen. Der Weg ist allerdings noch nicht gesichert, teilweise muss man über Felsen und Steine klettern, daher ist er trickreich und es ist bisweilen sehr windig und stürmisch. Daher sollte man sich beim Aufstieg Zeit nehmen und sich nicht überschätzen.

 

Ich wanderte alleine nach oben, nach einer Weile traf ich auf eine kleine Reisegruppe, deren Anführer Geologe war, der seit vielen Jahren jedes Jahr auf den Teneguía steigt, um zu dokumentieren, wie er sich verändert. Er hob ein paar Steine an und ließ mich die Hand in ein Loch halten, aus dem noch immer heiße Luft strömte. Auch ein paar Schwefelecken kannte er gut. Das war für mich noch einmal extra interessant, denn ich hätte die Stellen alleine natürlich niemals gefunden.

 

Ganz zur Spitze nach vorne am Kraterrand bin ich aufgrund des sehr starken Windes nicht gewandert, allerdings schaffte ich es auf die natürliche Mini-Aussichtsplattform an der höchsten Stelle (ich bewegte mich allerdings am Boden fort, aufgrund des starken Windes), ehe ich mich wieder an den Abstieg machte.

Der Weg, der mit kleinen Steinen markiert ist, führt durch die Lavafelder des Teneguía Richtung Südkap.

 

Wir hatten uns als Ziel die Punta oder Faro de Fuencaliente, den Leuchtturm an den Salinas de Fuencaliente, gesetzt.

 

Der Weg durch die wundervolle schwarze Landschaft vor dem türkis schimmernden Meer zog sich etwas, doch die Aussicht war überwältigend.

 

Geschafft kamen wir nach insgesamt rund sechs Stunden Wanderung am Ziel an, den Salinen, die zur Salzgewinnung genutzt werden.

 

Nebenan liegt das Restaurante Temático El Jardín de la Sal. Eigentlich soll von dort aus ein Bus zurück nach Los Canarios fahren. Wir hatten das Auto extra an einer Bushaltestelle im Dorf und nicht auf dem Besucherparkplatz abgestellt. Allerdings kam während wir dort saßen kein Bus. Wir trafen zum Glück ein Ehepaar wieder, das wir auf der Bussarf kennengelernt hatten. Sie waren mit dem Auto gekommen und fuhren uns zurück ins Dorf.