Die rote Wüstenlandschaft Sossusvlei

Das Sossusvlei steht bei eigentlich jedem Namibia-Besucher auf der Liste der Sehenswürdigkeiten. Auch Bilder, die man vom Land sieht, häufig auch die Titelseiten von Reiseführen, zeigen die roten Sanddünen.

 

Das Sossusvlei ist ein Nationalpark, der zwar nicht nur aus Sand besteht, aber im Inneren eine riesige Ansammlung von Sanddünen hat, die rot schimmern. Wer auf eine hochklettert, sieht in eine Richtung nur noch rot und Sand.


Ausgangspunkt für die Erkundung des Sossusvlei ist Sesriem, eine Kleinstadt, die sich voll auf die Versorgung von Touristen eingestellt hat. Was man dort so alles unternehmen kann, etwa im Canyon wandern, erfahrt ihr in einem eigenen Beitrag.

 

Am berühmtesten ist die Dune 45, die ebenfalls im Park liegt, und zwar 45 Kilometer hinter dem Gate, das am Sesriem Campingplatz beginnt. Da die Tour so speziell und ein absolutes Highlight ist, habe ich ihr ebenfalls einen eigenen Beitrag gewidmet.

Weitere 15 Kilometer hinter der Dune 45 verbirgt sich dann das eigentliche Sossusvlei.

 

Es gibt dort an einem Parkplatz noch einmal Toiletten und wer keinen Allradantrieb hat, muss sein Auto nun abstellen, denn die restlichen gut zwei Kilometer führen durch zentimeterhohen Sand, in den das Auto gern eintaucht.

 

Wir hielten zunächst etwas abseits an einem Picknickplatz, wo außer uns niemand war, und haben das Frühstück bei einer fantastischen Aussicht inmitten der Sanddünen genossen.

 

Die Landschaft sieht wirklich aus wie gemalt und Worte können das auch nicht beschreiben.

 

Frisch gestärkt ging es ans Wandern - und das ist in der Hitze und im Sand ganz schön anstrengend.

 

Zunächst haben wir versucht, den Big Daddy zu erklimmen, quasi den Kraterrand. Nach gut zweieinhalb Stunden und einigen Pausen haben wir allerdings aufgegeben.

 

Dann kam der lustige Teil: Man kann entweder den ganzen Weg zurückgehen (bergab geht natürlich viel schneller) oder aber einfach die steile Düne an der Seite runter ins Deadvlei (Totes Tal/Death Valley) rennen.

 

Wir haben uns natürlich für die zweite Variante entschieden und sind losgerannt, einen Teil auch aufm Po runtergerutscht und hatten einen riesigen Spaß!

 

Es war einfach großartig.

 

Allerdings musste ich mehrmals anhalten, um den ganzen Sand aus meinen Schuhen zu entfernen.

 

Und ich hatte auch ziemlich schnell eine Blase, weil ich in den Sportschuhen keine Socken anhatte und der Sand gescheuert hat.

 

Im Deadvlei gibt es keinen Sand. Man läuft auf getrocknetem weißen Salz um viele tote, schwarze Bäume herum, umgeben einzig von roten Sanddünen. Das ist wirklich großartig und ich glaube, wer es nicht selbst gesehen hat, kann es sich nicht wirklich vorstellen.

 

Da die Tour sehr anstrengend ist, zumindest wenn man ein gutes Stück die Dünen hinauf wandert, ist man dankbar für einen ruhigen Nachmittag in der Hitze: am Pool.

 

Unbedingt solltet ihr genug Wasser für die Tour einpacken und gute Schuhe, denn mittags ist der Sand so heiß, das man nicht mehr barfuß gehen kann.





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