Großstadtleben in Nairobi

Nairobi ist eine wahnsinnig hektische, laute und chaotische Stadt. Es gibt viel zu viele Autos und daher permanent Stau. Viele der rund 3 Millionen Einwohner leben in Slums, was das Stadtbild genauso prägt wie die Finanztower im Zentrum. Wer sich nicht nur im Zentrum aufhält, kann aber sehr viel Grün, viel Kultur und so manch ein wildes Tier entdecken, im Karura Forest, dem Arboretum, dem Nairobi Nationalpark - oder im Nationalmuseum, den Bomas of Kenya oder im Karen Blixen Museum. Tierliebhaber kommen außerdem im Langatta Giraffe Center und dem Elefantenwaisenhaus auf ihre Kosten.


Aussicht und Stadtmitte

City Hall
City Hall

Einen schönen Ausblick über die Stadt gibt es im Kenyatta International Conference Centre (KICC).  An klaren Tagen - was es zwecks Smog und Staub aber eher selten gibt - kann man bis zu Mount Kenya im Norden und Mount Kilimandscharo im Süden schauen.

 

Gegenüber des KICC liegt auch das Rathaus, um die Ecke wartet das Parlamentsgebäude, auch der Gerichtshof liegt dort. Ohnehin stehen rund um das Rathaus einige interessante Gebäude, die sich rund um Harambee Avenue und City Hall Way besichtigen lassen.

 

Oft lohnt übrigens auch ein Blick nach oben. In Nairobi sind häufiger Marabus unterwegs, die es sich auf den Bäumen gemütlich machen.

 

Uhuru Park
Uhuru Park

Essen und Trinken lässt es sich gut an der Moi Avenue, die ebenfalls um die Ecke liegt. Am Ende der Straße findet sich auch der große Massai Market.

 

Spannend anzusehen ist auch die größte Moschee der Stadt, die Jamia Mosque Nairobi.

 

Wer lieber etwas Grün mitten im Zentrum mag, ist im Uhuru-Park gut aufgehoben, dort kann man sich etwa Tretboote mieten. In der Nähe klärt das Railway Museum über die Geschichte der Eisenbahn auf.

Die Geschichte Kenias im National Museum

Jamia Mosque
Jamia Mosque

Weitere Grünanlagen finden sich nördlicher in der Stadt gelegen. Dazu gehört das City Park und das Nairobi Arboretum (Eintritt frei). In letzterem trifft man nebst Vögeln auch auf einige Affen.

 

Im Norden der Stadt liegt auch eines der weltweit vier Büros der Vereinten Nationen. Das Visitors Center organisiert für 1500 KSH Touren durch das afrikanische Headquarter. 

 

Lohnenswert ist auch ein Besuch des Nairobi National Museum of Kenya. Dort sind etwa Fossilien zu sehen und Schädel, die von den ältesten Menschen der Welt stammen sollen. Aber auch die Geschichte Kenias, vor, während und nach der Kolonialzeit wird aufgearbeitet, die Bedeutung der ersten Eisenbahn - der Uganda-Bahn und die Tierwelt wird vorgestellt, Fische, Vögel und Säugetiere haben dabei jeweils einen eigenen Raum. Auch der Naturforscherin Joy Adamson ist ein Rundgang gewidmet. Ein weiterer Rundgang erzählt aus dem Alltag eines Kenianers von der Geburt bis zum Tod.

Draußen finden sich der Botanische Garten, der kostenfrei besucht werden kann und in dem etwa Heilkräuter zu sehen sind. Erklärt wird auch, wofür sie in der traditionellen Medizin genutzt werden. Zudem ist auf dem Gelände auch der Snake Park, den ich jedoch nicht besucht habe, weil ich mir nicht so gerne Tiere in Käfigen anschauen möchte.

Shoppen in den Malls und auf dem Massai Market

Massai Marked im Village Marked
Massai Marked im Village Marked

 Wer an einem Freitag im Norden der Stadt unterwegs ist, kann einen Abstecher zum Village Marked machen. Dort findet auf dem Parkplatz der große Massai Marked statt, wo allerlei Handwerk, Dekoratives und Stoffe verkauft werden.

 

Es handelt sich dabei übrigens zumeist um Dinge, die man auch in Souvenirshops erwerben kann. Handeln ist absolut erwünscht, man sagt, dass bei Weißen die Preise um zwei Drittel steigen beim ersten Angebot.

Der Village Marked war lange Zeit Anlaufstelle für Expats und Europäer. Hier findet sich ein guter Foodcourt und einige höher preisige Geschäfte. Kurz nachdem die Supermarkt-Kette Nakumatt pleite ging und 2018 unweit Ostafrikas größte Shopping Mall Two Rivers eröffnet hatte, litt der Village Market - erholte sich allerdings wieder, nachdem ebenfalls 2018 ein großer Anbau eröffnet wurde.

 

Freizeitpark vor der Two Rivers Shopping Mall
Freizeitpark vor der Two Rivers Shopping Mall

Dennoch ist Two Rivers eine Sehenswürdigkeit geblieben: Ich finde es drinnen zwar mega unübersichtlich, aber es ist durchaus ein Erlebnis, diese moderne Anlage zu erkunden. Es gibt auch einen Aqua- und Freizeitpark draußen - mit Riesenrad, Wasserspielplatz, Karussells und mehr.

 

Obwohl sie in unmittelbarer Nähe liegen, liegt dazwischen noch ein drittes Einkaufszentrum, die neueste Rosslyn Riviera Mall, die unter Leerstand leidet.

 

Shopping Malls sind beliebt in Nairobi, es gibt zudem die Westgate Mall im Westen der Stadt, das auch durch die schlimmen Anschläge 2013 bekannt wurde, und die Junction Mall im Süden.

Wilde Tiere in der Stadt: Nairobi Nationalpark

Im Süden der Stadt finden sich einige der großen Highlights von Nairobi. Dem Nairobi Nationalpark, wo sich Giraffen, Löwen und Co vor der Skyline der kenianischen Hauptstadt fotografieren lassen, ist ein einem separaten Beitrag aufgeführt.

 

Am Eingang von der Mombasa Road aus kommend kann man auch zum Safari Walk aufbrechen. Allerdings wandert man dabei nicht durch den Nationalpark, sondern auf einem langen Holzsteg über Gehege mit geretteten Tieren - oder anderweitig eingesperrten Tieren. Es wird dabei über das Leben und die Vielfalt der Vorkommen in Kenia informiert, allerdings hat es mit einer Safari herzlich wenig zu tun.

 

Tiere finden sich auch im Langatta Giraffe Center, bei dem Kinder Rothschild-Giraffen füttern dürfen, und im Daphne Sheldrick's Orphanage, wo Elefantenkinder, die durch etwa Wilderei zu Waisen wurden, aufgenommen und aufgepäppelt werden. Dazu gibt es auch einen eigenen Beitrag.

 

Wer sich ohnehin im Süden der Stadt aufhält, kann einen Abstecher ins Karen Blixen Museum machen. Die Dänin wurde durch die Verfilmung ihres Romans "Jenseits von Afrika" berühmt. Ihr Haus wurde vor einigen Jahren vom Staat aufgekauft und ist nun ein Museum, teils mit Originalmöbeln, teils mit Filmrequisiten.

 

Außerdem wartet in der Gegend auch das Freilichtmuseum "Bomas of Kenya", wo das traditionelle Leben in kenianischen Dörfern vor einigen Jahrzehnten nachempfunden ist. Hier gibt es ebenfalls einen separaten Beitrag.


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