Canyon, Pool und Filmkulissen in Sesriem

Das Highlight einer jeden Namibia-Tour und ein absolutes Muss ist das Sossusvlei mit seinen roten Sanddünen.

 

Allerdings ist es ohne eigenes Auto nicht erreichbar, also muss man sich entweder einer geführten Tour anschließen oder einen Mietwagen mieten.

 

Da das ab Swakopmund sehr teuer ist, obwohl es näher am Sossusvlei liegt, musste ich zuerst zurück nach Windhuk. Dort habe ich mich mit zwei anderen Reisenden zusammengeschlossen und wir haben eine kleine Ein-Mann-Tour-Company gefunden.


Jona, unser Fahrer, hatte einen voll mit Campingausstattung versehenen Jeep.

 

Auf der Hinfahrt haben wir die Panorama-Route gewählt. Man fährt lange durch Wüste, aber in Namibgrens wartet ein absolut spektakulärer Ausblick: Von den Bergen oben lässt es sich ins grün-braune Tal schauen. Faszinierend! 

 

Dort haben wir dann auch unsere Frühstückspause gemacht, da wir früh los fuhren. Und es gibt wirklich kaum schönere Orte für ein Frühstück!

 

Weiter führt die Fahrt durch das kleine Dorf Solitaire, das erste Stück Zivilisation seit gut 300 Kilometern.

 

Dort gibt es allerdings auch nicht viel: zwei, drei schicke Hotels, ein Restaurant, eine Tankstelle und viele kaputte alte amerikanische Autos als Deko.

 

Solitaire sieht aus wie die Kulisse eines amerikanischen Westernfilms - surreal, aber irgendwie doch auch in die Umgebung passend.

 

Wir hatten unsere Basis in Sesriem, dem Tor zum Sossusvlei Nationalpark.  

 

Jona hatte uns einen Plot auf dem Campingplatz organisiert. Den sollte man eigentlich weit im Voraus buchen, denn er ist häufig ausgebucht. Oder man braucht Kontakte.

 

Es gibt in der Umgebung auch einige besseren Hotels und Lodges, die allerdings alle sehr teuer sind.

 

Der Campingplatz hatte alles, was man braucht: Mehrere sanitäre Anlagen, eine Bar, einen Kiosk, eine Tankstelle mit Shop, wo auch am Wochenende und an Feiertagen Alkohol verkauft wird, und einen schönen Swimmingpool mit Aussicht auf Gnus, Antilopen und Wüstenlandschaft. 

 

Wir kamen am Nachmittag in Sesriem an und fuhren direkt weiter zum Sesriem Canyon, den man in gut einer halben Stunde/Stunde zu Fuß erkunden kann.

 

Der Abstieg ist nicht schwierig und daher kann ihn jeder meistern.

 

Wir sind mit einem Cider ausgestattet und in Flip Flops runter gekrabbelt, was kein Problem war. Wer nicht so gut zu Fuß ist, sollte sich aber ordentliche Schuhe anziehen.

 

Unten kann man in den Schluchten spazieren gehen, allerdings ist der Canyon auch nicht sehr groß, sodass sich das alles relativ schnell erkunden lässt.

 

Wer in Sesriem oder umzu Halt macht, sollte einen Abend auf jeden Fall einen Sundowner auf der Elim Dune einnehmen, die etwa fünf Kilometer vom Campingplatz entfernt liegt.

 

Um den Sonnenuntergang richtig zu sehen, muss man zeitig los, weil es doch ein paar Dünen zu überwinden gibt.

 

Aber auch wer es, wie wir, nicht rechtzeitig ganz nach oben schafft, hat einen fantastischen Ausblick.

 

Die Wüste, wie sie plötzlich in rot gehüllt wird und die unfassbare Ruhe, die das Gebiet ausstrahlt.

Der Abstieg ist dann etwas tricky, weil es stockfinster ist. Das geht in Namibia bzw generell im südlicheren Afrika super schnell, weshalb entweder gute Augen und eine gute Orientierung notwendig sind, oder besser: eine Taschenlampe, um zum Auto zurück zu finden.

 

Ungefähr alle Menschen kommen nach Sesriem, um ins Sossusvlei zu fahren. Wer auf dem Campingplatz nächtigt, darf schon vor der offiziellen Gateöffnung um 5.45 Uhr hinein fahren.

 

Zur Dune 45 und zum Sossusvlei mit Deadvlei und Big Daddy habe ich eigene Beiträge verfasst.





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