Die 10: Meine schönsten Reisefotos

Ich habe einmal gesagt, dass ein Jahr ohne Norwegen für mich ein vergeudetes Jahr ist. Nun ist es in diesem Jahr tatsächlich zum ersten Mal seit 2003 passiert, dass ich nicht dort war. Dafür aber kamen einige neue Ziele auf meine Karte: Polen, Griechenland, Ghana und Togo kannte ich noch nicht und auch in Deutschland habe ich vieles erkunden können. Da das Jahr noch nicht vorbei ist - und mir noch wundervolle Zeiten in Westafrika und auf Sao Tomé und Principé bevorstehen, sind das schon einmal ein paar Highlights der vergangenen zwölf Monate! Von Safari über Paradies-Strände, spezielle Kultur-Angewohnheiten und anspruchsvolle Hikes in tollen Landschaften ist alles dabei. Aber seht selbst!


Seit einiger Zeit habe ich Blogparaden für mich entdeckt. Ich finde es schön, ein wenig Input zu bekommen und mich mit anderen Bloggern zu vernetzen. Und dann habe ich sie wohl auch gefunden, diese eine Blogparade, bei der gefühlt alle mitmachen - dann ich eben auch! Michael von "Erkunde die Welt" hat aufgerufen, die schönsten Reisefotos 2019 zu sammeln und er hat dafür sogar Kategorien entworfen. Da bin ich natürlich dabei - hier kommen also zehn Bilder, die in den vergangenen zwölf Monaten meine Highlights waren! Und weil ich ich bin, konnte ich es natürlich nicht bei 10 belassen - und habe euch noch mein emotionalstes Foto dagelassen und ein paar Fotos, die in den jeweiligen Kategorien in der engeren Auswahl waren! 


1. Stadt oder Landschaft?

Warum nicht beides in einem? Generell bin ich eher ein Landschafts-Typ, aber als ich das Gegensatz-Paar als Kategorie gelesen habe, fiel mir sofort mein Löwen-Bild aus dem Nairobi Nationalpark in Kenia ein! 

 

Es ist eines meiner Lieblingsbilder überhaupt, auch wenn es sehr traurig ist. Im Hintergrund die Skyline der Millionen-Stadt Nairobi zu sehen, in der Mitte die neue, noch im Bau befindliche, Eisenbahnlinie, die gegen entsprechendes Recht den Nationalpark teilt. Durch die Schienen werden die Tiere, etwa Löwen, gen Süden vertrieben - wo es dann allerdings zu Revierkämpfen mit Artgenossen kommt.



2. Tier oder Pflanze?

Es ist erstaunlich, bin ich doch normalerweise der absolute Tier-Typ. Aber in diesem Jahr gab es tatsächlich nicht so viele Tier-Sichtungen für mich. Ghana kann da keineswegs mit Kenia und Co mithalten. Beim Durchschauen meiner Fotos blieb ich immer wieder an diesem Bild hier hängen. Es ist in Preveli entstanden, dort hat sich zwischen Fluss und Canyon ein Palmenwald angesiedelt - der einzige auf der griechischen Insel Kreta. 

 

Diese plötzliche sattgrüne und vor allem super dichte Pflanzenwelt hat mich umgehauen, nachdem wir gefühlt zwei Stunden kein Grün gesehen haben! Um zu diesem wundervollen Ort zu kommen, bedarf es etwas körperlicher Anstrengung - es geht rund zehn Minuten Treppenstufen und einen steilen Weg hinunter vom Parkplatz zum Strand - und den muss man nach diesem Anblick dann auch leider wieder zurück! 

 

Im kommenden Jahr werde ich euch wieder mehr mit Tier-Fotos zusammen, dann geht es für mich wieder eine Weile nach Ostafrika - Kenia und Uganda sind geplant.



3. Berge oder Meer?

Berge oder Meer - das ist keine Frage für mich! Ich liebe das Wasser generell und das Meer im Besonderen! Ich fühle mich dort frei, leicht und total verbunden mit der Natur! 

 

Dieses Foto ist am berühmtesten Strand Kretas entstanden, dem Elafonissi Beach, der für seinen rosaroten Sand bekannt ist. Gut, den habe ich nicht wirklich erkennen können (auf dem Foto sieht man es ein klein wenig), dafür aber war das Wasser kristallklar und hat in den schönsten Türkis- und Blautönen geschimmert. 

 

Leider hat man diesen Strand nicht für sich alleine. Liege reiht sich an Liege und man hat kaum Platz zum Atmen. Um dieses Foto zu machen, musste ich fast eine halbe Stunde warten - allerdings ist das bei dem Anblick ja auch nicht so wahnsinnig schlimm. 

 

In diesem Jahr hatte ich übrigens sehr viele besondere Stranderlebnisse. Wobei ich den ein oder anderen Strand in Ghana und Togo zwar mag, aber da man wegen der Strömung und dem vielen Plastikmüll dort kaum bis gar nicht schwimmen kann, fiel meine Wahl auf Kreta. 



4. Fremdländisch oder einheimisch?

Das mag überraschen, aber in der Kategorie habe ich tatsächlich ein Foto aus der Heimat ausgewählt - zumindest, was das Land angeht. Dieses komplett unbearbeitete Foto ist im Gradierwerk von Bad Orb entstanden. Im Frühjahr war ich fünf Wochen zur Reha im Spessart und obwohl ich die meiste Zeit durch Viren und Bakterien ans Bett gebunden war, habe ich es total genossen, im Kurpark zu sein, als es mir endlich besser ging. 

 

Ich finde, dass dieses Foto ganz viel Stimmung transportiert. Es ist zwei Tage vor der offiziellen Saisoneröffnung entstanden, als das Wasser testweise an den Salinen entlang herunter lief (man sieht rechts und links an den Wänden ein paar Funken glitzern, das sind Wassertropfen) und den kleinen Holzsteg schon befeuchtet hat.

 

Wenn ich dieses Foto anschaue, kann ich das Salz quasi riechen und bin quasi direkt im Gradierwerk. 



5. Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang?

Sonnenaufgänge sehe ich als Eule ja kaum. In diesem Jahr kann ich mich tatsächlich nur an einen erinnern: Mitte November in Ghana, als ich um kurz nach fünf Uhr mein Zimmer verließ, weil der Strom ausfiel und es so heiß war, dass ich lieber am Strand spazieren gegangen bin. Das Foto aus dem Teaser ist von diesem Tag.

 

Zurück zu diesem Foto: Hier gibt es einen Sonnenuntergang - beziehungsweise die Abendstimmung ganz kurz bevor die Sonne verschwand. Das Foto zeigt den Timmendorfer Strand an der Ostsee - nachdem meine beste Freundin und ich spontan beschlossen haben, einen kleinen Ausflug zu machen.



6. Schwarz-weiß oder bunt?

Die perfekte Kategorie für ein Foto von meinem Lieblingstier, dem Zebra. Aber ich habe mich für ein anderes Motiv entschieden, nämlich für einen Künstler auf Ghanas größtem Street-Art-Festival Chale Wote, das Ende August in Accra stattgefunden hat. 

 

Was Kunst angeht, ist hier alles vertreten: Menschen, die auf dem Boden malen, Menschen, die Bilder malen, Menschen, die Schmuck machen, Menschen, die tanzen, Menschen, die traditionelle Kulturen vorführen, Menschen, die politische Performances zeigen, Menschen, die Tiere oder Kinder dressieren und diese präsentieren.

 

Letzteres fand ich jetzt weniger cool, aber die Stimmung insgesamt war großartig. Überall war Musik zu hören, alles war bunt, die ganze Stadt war gefühlt auf den Beinen und hat diese Atmosphäre genossen. 

 

Das Foto ist übrigens noch vor dem Eingang entstanden. Aber der Herr hat ein wenig nur für meine Begleiter und für mich getanzt. 



Beitrag wird unterhalb der Link-Box fortgesetzt! 


Mein vielleicht emotionalstes Foto 2019

Dieses Foto habe ich aus der Reihe rausgenommen, weil ich es zwar schön, aber irgendwie auch nicht ganz passend für eine Fotoparade finde. Vorenthalten möchte ich es euch aber trotzdem nicht: Die Steine, die ihr hier seht, sind die Trümmer einer der Gaskammern im Konzentrationslager Birkenau, einer Außenstelle des KZ Auschwitz. Hier wurden Hunderttausende ermordet - und diese Rose steht hier mittendrin, schon ein bisschen welk, und erinnert an diese Gräuel. 



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... und das schönste Foto?

Wenn ich einen Ort auswählen müsste, der mich 2019 am meisten begeistert hat, wäre es dieser hier: Die Lodge Meet Me There in Dzita, im Südosten Ghanas. Die Lodge hat eine ganz eigene Atmosphäre, ich habe mich von der ersten Sekunde an entspannt und pudelwohl gefühlt. Der Strand der Lodge führt zu einer Lagune, diese kann man entweder durchschwimmen oder mit dem Boot überqueren (oder außen herum laufen), dann ist man am Strand - das Meer hört man aber sogar im Zimmer. Wenn Flut ist, schaffen es die Wellen über die Sandbank und das Bild ist perfekt. Dieser Ort hat mich einfach verzaubert - und es ist der einzige Ort, den ich in meinen vier Monaten in Ghana zweimal besucht habe.

Drei weitere Lieblingsfotos aus der engeren Auswahl:

Auch mein zweitliebstes Bild des Jahres kommt aus Ghana: Der Ausblick von Amedzofe in der Volta Region ist einfach großartig. In der höchsten menschlichen Siedlung des Landes sieht man von nahezu überall nichts außer grün, grün, grün.

 

Der Regenwald schimmert in den verschiedensten Grün-Tönen und der Wald scheint unendlich groß zu sein. Immer wieder zeigen sich Schauer am Himmel - und ich bin sehr erstaunt gewesen, dass ich auf dem Bild sowohl die Sonne (bei mir) als auch den Regen im Tal hinter den Bergen einfangen konnte. 


Als ich das Bild auf meinem Handy entdeckt habe, war ich einfach nur begeistert. Für mich fängt es perfekt die Stimmung am Togosee an diesem Morgen ein.  Mit diesen kleinen Booten werden bis zu 20 Menschen, ein Motorrad, sieben Ziegen und ca. 50 Hühner transportiert- die Segel sind selbst gebaut aus Plastik-Planen. Ich habe mich auf den Weg gemacht an diesem Morgen und während wir auf dem See waren, kam es zu dem Unwetter, das sich hier schon ankündigte. Ich war noch nie in meinem Leben so nass wie an den Tag! Man sagt, nördlich des Togosees sei der Voodoo-Kult erfunden worden - und verhext habe ich ich an diese Tag gefühlt! 


Dieses Foto ist eigentlich außerhalb jeder Wertung und für mich persönlich natürlich DAS Bild 2019. Aber da es eben auch auf einer Reise war, teile ich diesen Moment mit euch. Nach achteinhalb Jahren Beziehung rechnet man ja irgendwie damit, dass irgendwann ein Antrag kommt. Aber in dem Moment hat er mich dann doch überrascht. Wir hatten den Tag am Efalonissi Beach auf Kreta verbracht, er kränkelnd, ich auf dem Heimweg einen kleinen Auffahrunfall bauend. Er wollte unbedingt in unserer Unterkunft essen und ich hab es nicht verstanden. Übrigens auch den Antrag nicht - bis er sehr deutlich wurde. Ich habe natürlich Ja gesagt. 2021 wird geheiratet! 



Zugabe!

Interessiert euch vielleicht, welche Fotos sonst noch so in meiner engeren Auswahl waren?  Dann kommt hier eine kleine Auflösung - schreibt mir doch gerne in die Kommentare, ob ihr auch meine Auswahl getroffen hättet - oder ob euch ein anderes Bild mehr zusagt! 

Stadt vs Land

Eingang ins Zwergenland in Breslau

Der Marktplatz von Krakau

Schloss von Fulda


Boote am Togosee

Borner See in Brüggen, NRW

Marktplatz von Breslau, Polen


Tier vs Pflanze

Lake Kournas (mit Schildis!) auf Kreta

Palme an der Lagune von Dzita

Mit Lieblinsgmenschen beim Giraffengucken im Serengeti-Park


Affe im Wald von Tafi Atome

Rasta-Village im Regenwald in Wli

Lagune in Georgioupoli auf Kreta


Berge vs Meer

Balos Beach auf Kreta

Octopus Bay auf Kreta

Elafonissi Beach auf Kreta


Fischerboot am Strand von Lomé

Kokrobite Beach bei Accra in Ghana

Brücke zum Bojo Beach in Accra


Fremd vs einheimisch

Regenwald in Wli, Ghana

Herzensstadt Bremen

Mit dem ehemaligen Au-Pair-Kind, heute 17, im Hamburger Elbtunnel


Meine Heimat: Hannover

Salzwasser-Lagune in Dzita, Ghana

Steinhuder Meer bei Hannover


Sonnenaufgang vs Sonnenuntergang

Sonnenuntergang in der Therme Euskirchen

Wo die Weser einen Bogen macht: 

Sonneuntergang am Weserstadion nach einem Werder-Spiel

Wäre geschummelt: Das Foto hat ein lieber Freund, Dario, gemacht, beim Sonnenaufgang in Dzita, Ghana


Farbe vs schwarz-weiß

Hexen-Eisladen in Iraklio auf Kreta

Streetart in Kattowitz, Polen

Ozzys Beachclub in Accra



Lesestoff gefällig? 

 

Vielleicht interessieren euch auch die Lieblingsfotos und schönsten Aufnahmen von anderen Bloggern? Ich bin natürlich weder die einzige, noch die erste, die bei Michaels Foto-Parade mitgemacht hat. Hier kommen ein paar meiner Favoriten, denn alle fast 80 kann ich euch hier nicht verlinken (ihr findet sie aber im oben verlinkten Aufruf zur Parade!): 

 

► Die liebe Lynn, mit der ich studiere, zeigt auf Lieschenradieschen reist Schottland und Mazedonien

►  Die Reiseeule hat ganz viele tolle Aufnahmen aus Mainz für euch 

► Mit Kind im Rucksack war wie ich auch 2019 in Polen unterwegs

► Silver Travellers war im hohen Norden unterwegs und hat tolle Schneelandschaften gefunden

► 2 on the Go haben ein Land besucht, das auch auf meiner Bucketlist steht: Albanien

► Bei The Road Most Traveled findet ihr Bilder von der Weser und aus Polen

► Michael von Erkunde die Welt, Initiator der Foto-Parade, hat wundervolle Aufnahmen aus Norwegen gemacht

► Barbara von Reisepsycho war am Gardasee in Italien

► The 193 Challenge hat wilde Schildkröten in Indonesien gesehen

► Whale of a time war auf meinem Lieblingskontinent Afrika unterwegs

Die Reisemöwe mag die Ostsee lieber als ihre Heimat Nordsee

► Ulrike vom Bambooblog war unter anderem in meiner Heimat Hannover unterwegs

Imprint My Travel war auf Safari in Tansania

Gepackt und Los hat Orang-Utans in Indonesien gesehen

Wildlife Travel hat die Robben auf der Nordsee-Insel Helgoland besucht


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