Felsenstadt Petra

Ich tu mich etwas schwer, über Petra zu schreiben. Weil ich glaube, dass ich dieser Stätte nicht gerecht werde, schon weil es mir an historischem Wissen (und Interesse) mangelt. Aber ein bisschen was kann ich wohl erzählen.

 

Ausgangspunkt für Petra ist die heutige Stadt Wadi Moussa. Dort findet sich die touristische Infrastruktur mit Restaurants, Shops und vielen Hotels. Wir haben im Petra Guesthouse übernachtet, das wirklich ganz toll war. Die Lage ist nicht nur mega - denn sie liegt direkt am Petra Visitor Center und am Eingang, das Abendessen war auch der absolute Hammer. Die Desserts waren göttlich.


Der Eintritt nach Petra ist nicht günstig, wird ab Tag zwei aber günstiger. Wir hatten uns vorab für den Jordanpass entschieden, der beinhaltet in unserem Fall (das kann man vorab auswählen) zwei Tage Petra.

 

Wir haben das nicht genutzt und waren nur einen Tag in der Felsenstadt. Wer den Jordanpass hat, kann direkt an den Eingang und spart sich das Anstehen im Visitor Center, wo es auch noch einige Informationen gibt.

 

Der Weg nach Petra führt durch eine rund vier Kilometer lange Schlucht, Siq. Es wird immer enger und die Pferde, Kutschen und Esel galoppieren an einem vorbei. Man muss immer ein wenig aufpassen, dass man nicht umgefahren wird.

 

Nach rund einer dreiviertel Stunde erreicht man die Schatzkammer, das vielleicht imposanteste Gebäude Petras. Leider kann man es nur noch von außen betrachten.

 

Vor allem in den Morgenstunden, wenn die Sonne auf das Gebäude scheint, ist der Anblick herrlich. Für mich war es tatsächlich auch das schönste Gebäude.

 

Dann geht es noch mal ein Stück weiter, rund einen Kilometer, bevor man das eigentliche Petra erreicht. Dort warten dann etwa ein Theater, Grabkammern, Paläste und Kirchen, alles relativ gut erhalten.

Die meisten machen auf jeden Fall die Tour durch Siq (anders kommt man ja auch nicht nach Petra), besuchen die vier Grabkammern und das Zentrum mit Theater, Palästen, Kirchen, Wüstenschloss, Nymphaeum, Torbogen etc. Das lässt sich in vier bis fünf Stunden gut verbinden.

 

Bedenkt, dass es vom Archäologischen Museum aus rund anderthalb Stunden dauert, um zum Visitor Center zurückzugehen.

 

Man kann natürlich auch ein Pferd oder einen Esel nehmen, allerdings versteht man in Jordanien unter Tierschutz etwas anderes als bei uns. Ich habe immer davon geträumt, mal auf einem Esel zu reiten und das wäre meine Möglichkeit gewesen. Aber als ich gesehen habe, wie die Esel behandelt werden, mit Tritten in den Bauch und permanentem Peitschen, habe ich davon abgelassen.

 

Dann gibt es verschiedene Trails, die man zusätzlich zum Zentrum erwandern kann. Alle nehmen sie etwa zwei Stunden in Anspruch und sind teilweise ausgeschildert, teils muss man etwas seinem Gefühl vertrauen, um auf der Spur zu bleiben.

 

Es gibt Wege beispielsweise zu einem Kloster A'Deir (vielleicht der berühmteste Weg) oder zu den Gräbern von Moghar Annassara.

 

Da wir nur einen Tag in Petra waren, haben wir nur einen Weg genommen.

 

Wir haben uns für den Weg zum Opferplatz entschieden, wobei wir auf dem Weg nach oben den Trail genutzt haben, der hinter dem Wüstenschloss Qasr Al-Bint startet.

 

Orientierung gibt die Karte, die man mit sich führen sollte, und zeigt, an was man auf dem Weg vorbeikommen sollte, zum Beispiel dem Lion Monument, einem in die Wand gehauenen Löwen (nicht Lion Triclinium, das liegt aufm Weg zum Kloster).

 

Dieser weitere Weg gibt einen wundervollen Ausblick über die Täler rund herum, die ich sehr genossen habe.

 

Auf dem Weg zurück haben wir den direkten Treppenabstieg gewählt, da kommt man am Theater raus.

 






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