Kaffeeplantage und Natur im Paradise Lost

Paradise Lost ist ein größeres Naherholungsgebiet in der Nähe der Stadt Kiambu, rund 15 Kilometer vom Zentrum Nairobis entfernt.

 

Während der staatliche Karura Forest mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Matatu, Tuk Tuk, Boda Boda) gut erreichbar ist, da sowohl an der Kiambu Road als auch an der Limuru Road direkt Haltestellen sind, ist es mit Paradise Lost etwas schwieriger.


Das Matatu hält an der Kiambu Road, von dort aus geht es etwa eine dreiviertel Stunde bergauf zum Parkeingang, die letzten gut 20 Minuten führen durch eine Kaffeeplantage.

 

Wer durch das Eingangstor geht, sollte an der ersten Abzweigung auf der Plantage einen Blick nach links wagen. Dort befindet sich ein kleiner Tümpel, an dem sich imt etwas Glück allerlei Vögel versammeln, unter anderem sieht man dort sehr häufig Marabus.

 

Paradise Lost (Eintritt 10 Dollar) hat viel im Angebot. Zum einen sind da Picknick-Plätze, aber auch Kamelreiten (ich weiß leider nicht, unter welchen Bedingungen die Tiere dort leben und wäre daher vorsichtig), Strauße füttern (als ich dort war, gab es gerade keine Strauße), Bootfahren auf dem See.

Wer all das nicht machen möchte (kostet alles extra), kann auch einfach durch den Park/Wald wandern.

 

Es gibt einen Wasserfall und eine tolle Steinzeithöhle, die tief hinein in den Berg führt. Unter der Woche ist beides kostenfrei zugänglich, am Wochenende sind etwa zwei Dollar Eintritt dafür notwendig. Zu der Steinzeithöhle kommt man übrigens in dem man hinter dem Wasserfall hindurch geht, was auch nochmal ein kleines Highlight ist.

 

 

Der Park ist bekannt für seine große Anzahl an Vögeln. Überall piept und zwitschert es. Schon auf dem Weg zum Parkeingang kreisen Marabus am Himmel, im Park sieht man auch öfter mal Adler oder andere Greifvögel.

 

Besonders schön ist es daher auch am Ufer des Sees, da sich hier natürlich am meisten Vögel aufhalten. Außerdem solltet ihr recht still sein, in einer größeren Gruppe, in der man sich unterhält, verstecken sich die Vögel doch öfter mal. Als ich alleine dort war hingegen hatte ich ganz wunderbare Sichtungen.

Generell ist Paradise Lost ein wirklich schöner kleiner Ort für eine Auszeit vom trubeligen Nairobi. Durch die für Touristen aber hohen Eintrittsgelder plus das extra zahlen für wirklich alles im Park lohnt sich ein Besuch nur in Verbindung mit einer (kostenlosen) Plantagen-Führung.

 

Die Kaffee-Plantage ist auch eines der Dinge, die Paradise Lost im Verhältnis zum deutlich günstigeren Karura Forest so besonders macht.

 

Es gibt einen eigenen kleinen Kaffee-Shop, wo sich frischer Kaffee erwerben lässt, in verschiedenen Stärken und Ausführungen, und er schmeckt richtig gut. Der Shop hat montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr geöffnet und samstags von 8 bis 13 Uhr.

 

Noch spannender allerdings ist eine Kaffee-Plantagen-Führung. Wer etwas Zeit hat, sollte dieses kostenlose Angebot annehmen (Trinkgeld natürlich erwünscht). Die Führungen sind werktags von 10 bis 12 Uhr oder von 13 bis 15 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr, ansonsten aber auch nach Absprache.

 

 

Ich war bisher zweimal in Paradise Lost und habe auch einmal eine kurze Kaffee-Tour mitgemacht und das ist wirklich sehr spannend. Alpha, der Besitzer der Anlage, hat mich und meine Familie geführt und er lebt wirklich für den Kaffee. Er hat uns beispielsweise erklärt, welche Bedingungen es braucht, damit Kaffee wächst und sein Aroma entfaltet, welche Arten von Kaffee es gibt und wann und wie die Ernte aussieht.

 

Bei einer richtigen Tour sieht man dann auch noch die Maschinen zum Bearbeiten der Bohnen und zum Mahlen.

 

Mehr Informationen gibt es auf der Facebook-Website von Paradise Lost.