Oh wie schön ist Panama-Stadt

In Panama Stadt bin ich mehr oder weniger durch Zufall gelandet. Eigentlich war unser Ziel Costa Rica - aber es war günstiger, noch drei Nächte in Panama Stadt zu bleiben, als direkt von Frankfurt nach Costa Rica zu fliegen. Deshalb haben wir uns für diese Variante entschieden.

 

Wirklich beschäftigt hatte ich mich mit Panama vor der Ankunft nicht. Und so haben wir die Zeit auch hauptsächlich damit verbracht, zu schlendern und zu schauen - und in Urlaubsstimmung zu kommen. Ein paar Eindrücke habe ich aber natürlich für euch.


Wer an Panama Stadt denkt, denkt oft zuerst an die Skyline - immerhin ist Panama Stadt eines der Wirtschaftszentren Lateinamerikas.

 

Aher wunderschön ist die Altstadt anzuschauen und hier kann man herrlich flanieren. Während unserer drei Tage vor Ort war das leider etwas schwierig, weil wir zu den Panama-Days vor Ort waren, wenn tagelang mit Paraden und Kostümen die Unabhängigkeit von Kolumbien und die Nationalflagge gefeiert werden.

 

Die Altstadt liegt direkt am Golf von Panama, allerdings hat man keine unendliche Sicht aufs Meer hinaus - weil eine Umgehungsstraße auf dem Wasser gebaut wurde, die Cinta Costera. Ein wahrlich skurriler Anblick für Leute wie mich. Auf der einen Seite alte historische Gebäude - immerhin stammt Panama City aus dem 16. Jahrhundert -, auf der anderen Seite diese neumordische Straßen-Architektur auf dem Meer.

 

Die Altstadt nennt sich Casco Viejo und ist der Nachfolger der einst zerstörten ursprünglichen Altstadt Panama Viejo. Allerdings stammt die neuere Altstadt auch aus dem 17. Jahrhundert - hat also eine Historie hinter sich.  Allerdings stammen die meisten heutigen Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert, sie wurden nach einem Stadtbrand errichtet. Seit 1997 ist die Altstadt Unesco Weltkulturerbe, seit 2003 auch die Ruinen von Panama Viejo.

 

In der Altstadt kann man sehr gut schlendern. Hier gibt es wahnsinnig viele spannende Gebäude zu bestaunen, unter anderem alte Kolonialhäuser. Auch der Präsidentenpalast, El Palacio de las Garzas, steht hier. Der Palacio Nacional, der Palacio Bolívar, das Nationaltheater und der Stadtpalast sind ebenso in der Altstadt zu finden.

 

Außerdem werdet ihr zahlreiche berühmte Kirchen, etwa die Franz-von-Assisi-Kirche, die San-José-Kirche, die La-Merced-Kirche, entdecken - und natürlich die bedeutenste Kirche, die katholische Catedral Metropolitana.

 

Zum Chillen und Leute-beobachten eignen sich die verschiedenen Plätze, die teilweise dschungelartiges Flair haben, in dem sich dort Bäume mit Lianen befinden: Die Plazas Bolívar, Herrera, Francia und Independencia.

 

Ebenfalls in der Altstadt befindet sich ein Museum zum Panamakanal. Wer allerdings Zeit hat und gleich auch noch vorgeführt bekommen möchte, wie der Panamakanal funktioniert, fährt direkt zur Miraflores-Schleuse. Sie list nur zehn Kilometer von der Altstadt entfernt.

 

Ehrlich gesagt habe ich von Panama-Stadt sonst weder wahnsinnig viel gesehen, noch wahnsinnig viel spannendes in Erinnerung. An der Avenida Balboa sind wir eine Weile am Wasser entlang gelaufen, teilweise ist das ganz hübsch hergerichtet und man hat dort dann auch freien Blick auf den Pazifik.

 

Die Avenida führt dann auch in Richtung Skyline und Finanzzentrum.

 

Da kommen wir dann wieder auf den Ausgangspunkt: Panama als Banken-Zentrum Mittelamerikas. Seit Ende der 70er Jahre siedelten sich hier insgesamt 104 Banken an, die meisten aus dem Ausland. Das hat vor allem mit Panamas Steuerpolitik zu tun. Wir erinnern uns alle an die Panama Papers, die Steuervermeidung, Geldwäsche und Steuerdelikte etwa durch Briefkasten-Firmen in großem Stile aufdeckte.

 

22 Wolkenkratzer mit mehr als 200 Metern Höhe schlängeln sich auf einer kleinen Halbinsel entlang, acht davon gehören zu den zehn höchsten Hochhäusern Lateinamerikas. Auffallend ist auch ein Gebäude, das eine D-Form hat, wenn man von Richtung Flughafen in die Stadt hinein fährt (von der Altstadt aus ist es verkehrt herum). Das ist das Hotel von Donald Trump, erzählte unser Taxifahrer.

 

Einen sehr guten Blick auf die Skyline hat man zum einen von der Avenida Bolivar. Zum anderen aber auch von der Altstadt aus, unter anderem von der Gegend um die Plaza Bolívar und die der Plaza de Francia aus.






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