Romantisches Flair am Lake Naivasha

Für viele ist der Lake Naivasha rund 60 Kilometer von Nairobi entfernt, ein Highlight.

 

Ich muss gestehen, dass ich nicht ganz so begeistert von dem See bin wie viele andere. Zunächst einmal ist das Gebiet wahnsinnig touristisch, was heißt, dass permanent versucht wird, einem Geld aus der Tasche zu ziehen. Alles ist plötzlich zwei-, dreimal so teuer wie üblich und das hat mich zumindest wahnsinnig genervt.


Eigentlich wollte ich am Lake Naivasha spazieren gehen, ich dachte, man kann dort einfach hin und ein wenig am Ufer entlang schlendern. Dem ist nicht so.

 

Am Ufer stehen zumeist private Hotels, weshalb der See nicht einfach umrundet werden kann. Nach ein paar Metern stößt man nämlich immer auf einen Zaun.

 

Die Hauptstraße hingegen ist meistens ein bis zwei Kilometer vom See entfernt, sodass man immer erst durch sehr staubige Wege ans Ufer laufen muss.

 

Ich fuhr zunächst mit dem Matatu zum Naivasha County Club, die letzten anderthalb Kilometer muss man allerdings querfeldein durch Staub wandern.

 

Eigentlich wollte ich eine Bootsfahrt auf dem See machen, allerdings war mir das mit 50 Dollar doch deutlich zu teuer. Also war ich ein wenig im Garten des Clubs spazieren und habe dort die Sicht auf den See genossen.

 

Es waren auch Antilopen und Zebras dort, für mich nach wie vor ein Highlight.

 

Eigentlich wollte ich eine Cola im Café trinken (das habe ich immerhin als Grund angegeben, um in den Garten zu kommen), allerdings bediente mich 20 Minuten keiner und ich ging wieder.

 

Kurz hatte ich überlegt, auf die Halbinsel Crescent Island überzusetzen, dort kann man zu Fuß wandern und allerlei Tiere wie Zebras, Antilopen, Giraffen und Nashörner sehen, allerdings waren mir die 30 Dollar Eintritt dann doch zu teuer.

 

Ich fuhr also mit dem Matatu an den öffentlichen Strand (wieder 20 Minuten Fußweg durch Staub von der Haltestelle aus - anstrengend, weil ich permanent angequatscht wurde und die Typen ein Nein auch nicht akzeptiert haben).

 

Dort traf ich zum einen viele Fischer, allerdings auch ganz viele Marabus, was auch speziell war.

 

Ich saß dort eine Weile, habe den See betrachtet und die Sonne genossen, bis ich Hunger bekam. Da es am öffentlichen Strand nur ein kleines Kiosk gab und ich mich nicht von Keksen ernähren wollte, ging ich zum benachbarten Hippo Safaris Resort.

 

Ich ging leider den Weg zurück zur Hauptstraße, um 200 Meter weiter wieder zum Ufer zurückzugehen. Das ist - wie sich nachher rausstellte - unnötig, man kommt vom öffentlichen Strand direkt zum Camp/Lokal.

 

Dort habe ich für insgesamt vier Dollar eine große Portion "Chips Masala" (Pommes mit einer sehr leckeren Soße), Salat und zwei Cola zu mir genommen, während ich den Ausblick auf den See genossen haben.

 

Von dort, wie auch vom Strand aus, legen ebenfalls Boote ab, die deutlich günstiger sind als jene vom Country Club. Alle Preise sind verhandelbar, liegen aber für eine Gruppe bei rund 30 USD.





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