Das Tor zum Delta: Maun

Der Hauptgrund meiner Reise nach Botswana: das Okavangodelta. Dorthin zu kommen ist eigentlich nicht sehr schwierig, denn Maun ist Ausgangspunkt und nach Maun fahren von überall im Land Minibusse, eigentlich auch von Nata.

 

Leider war ich zu einer Zeit in Botswana, als das halbe Land überflutet war und die direkte Straße gesperrt war. Nach meinem ersten Tramp-Versuch und ewigem Warten auf einen Minibus, kam ich vier Stunden später tatsächlich in einem Minibus direkt nach Maun. An der Straße mussten wir mehrfach halten, weil Elefanten kreuzten oder am Straßenrand standen.


Maun ist eine größere Stadt und relativ europäisch in dem Sinne, dass es gute Straßen, große Supermärkte und gepflegte Häuser gibt.

 

Ich bin am Busterminal angekommen, dort fahren auch Busse in andere Landesteile und nach Ghanzi Richtung Namibia.

 

Ansonsten fährt wohl kaum einer nach Maun, um sich Maun anzusehen. Dort starten aber eben fast alle Touren ins Okavangodelta, unabhängig davon, wie viele Tage man ins Delta fährt.

 

Wobei man auch in Maun, beziehungsweise vor allem zwischen Maun und Matlapaneng, wo viele Lodges stehen, schön am Okavango River spazieren gehen kann.

 

Ich habe mir die Okavango River Lodge als Ausgangspunkt ausgesucht und da ich zwei Nächte länger blieb als ursprünglich gedacht, habe ich sowohl die Einzelzimmer als auch die Zelte ausprobiert - was ich beides empfehlen kann.

 

Die Lodge ist wirklich toll, liegt direkt am Fluss, wo vor Krokodilen gewarnt wird, hat einen kleinen süßen Pool und eine Bar, an der alle Wünsche erfüllt werden.

 

Außerdem helfen die Jungs gerne beim Vermitteln von Budget-Touren ins Delta. Ich habe zwei solcher Ausflüge unternommen.

Ich bin von Maun aus nach Namibia weitergezogen. Eigentlich wollte ich über Ghanzi, dem Ausgangsort zur Kalahari-Wüste, zur Grenze kommen, was mit Mini-Bussen und Sammeltaxis wohl gut machbar ist.

 

Allerdings habe ich auf einer der Touren ein junges Geschwisterpaar mit Mietwagen kennengelernt, die mich netterweise direkt bis nach Windhuk mitgenommen haben, weshalb ich die Kalahari nur aus dem Fenster gesehen habe.

 

Sie war allerdings ohnehin sehr grün durch den vielen Regen in den Monaten davor - wohl so grün wie noch nie.