Wildlife in der Masai Mara

Die Masai Mara ist sicher einer der schönsten Nationalparks überhaupt - wenn auch mit 80 US-Dollar Eintritt sehr teuer. Wer hier hinkommt, muss quasi Löwen und Elefanten sehen, denn die Population ist hoch.

 

Auch wenn die Hauptreisezeit zur "Big Migration" ist, lohnt auch sonst der Besuch. Darunter versteht man die große Gnu-Wanderung zwischen Masai Mara und Serengeti, der auch andere Tiere folgen. Die Tiere kommen meist im Juli in die Mara und verlassen sie im Oktober/November wieder.


Die Masai Mara liegt im Süden Kenias und grenzt direkt an den Serengeti Nationalpark in Tansania. Die beiden Parks haben ein Ökosystem.

 

Hinkommen geht per Auto oder Flugzeug, ich habe schon beides ausprobiert. Schon der Flug in der kleinen Maschine mit rund 20 Plastikschalen-Sitzen und Blick ins Cockpit ist ein Highlight.

 

Weil es nach 30, 40 Minuten bereits die erste Zwischenlandung gibt, ist die Flughöhe nicht sehr hoch, sodass sich ein toller Blick über Kenia ergibt. Kurz vor der Landung lassen sich von oben Zebras, Büffel, Antilopen und Elefanten entdecken.

 

Am Ende der "Landebahn" (ein sandiges kleines Feld mitten im Nirgendwo, das "Airfield"-Häuschen sieht man auf dem ersten Foto) haben uns drei Büffel empfangen.

 

Hingegen fährt man mit dem Auto einmal quer durchs Rift Valley, was ein atemberaubenden Anblick ist. Die meisten Anbieter halten auch an einem Aussichtspunkt, um den Blick gen Mount Longolot und ins Tal hinein zu genießen. Dort oben gibt es auch Toiletten und Souvenirläden.

 

Am Ende geht es rund zwei Stunden auf einer Schotterpiste zur Mara, durch Massai-Dörfer, vorbei an Zebras, Gnus, Pavianen, Giraffen, Elefanten.

Durch Bekannte bin ich beide Male im Mara Siria Tented Camp untergekommen, das etwas außerhalb der Masai Mara auf einem Berg liegt.

 

Schon auf der Fahrt zur Lodge (sowohl per Flug als auch bei Auto) ließen sich zahlreiche Tiere wie Warzenschweine, Paviane und Antilopen beobachten.

 

Vom Camp aus hatte man einen grandiosen Blick auf die Masai Mara, die durchzogen vom Fluss Mara ist.

 

Die Safaris galt es mit dem persönlichen Guide abzusprechen. Man kann morgens und abends rausfahren, man kann den ganzen Tag im Park verbringen und dort Frühstück und Lunch essen oder man kann nach dem Frühstück starten und nur Lunch im Park essen - insgesamt verbringt man so sehr viel Zeit innerhalb des Nationalparks.

Also jede Menge Zeit für allerlei tolle Tiere. Wir waren im Mara Triangle, einem Teil der Masai Mara.

 

Und jeden Tag haben wir wahnsinnig viel gesehen. Meine Highlights: Sieben Löwenbabys mit ihren Müttern und ihrem stolzen Vater, Leoparde, die am Auto vorbei spazierten, drei Nashörner mit einem erst ein paar Wochen alten Baby, zwei Baby-Hyänen, riesige Herden Zebras, Geparde, die direkt neben einem Löwenrudel lagen, Mangusten-Besuch beim Mittagessen,  Zebra-Besuch am Zelt.

Außerdem hat eine schwangere Löwin ihre Jagd auf Zebras direkt an unserem Wagen eröffnet. Sie versteckte sich hinter dem Auto, das wir dort geparkt hatten, um Nilpferde und Zebras zu beobachten.

 

Hätte ich die Hand aus dem Auto gehalten, hätte ich sie streicheln können, so nah waren wir.

 

Ohnehin sahen wir täglich Dutzende Löwen.

 

Ein weiterer Höhepunkt war eine Elefantenherde, die sich ein Schlammbad gönnte. Dazu gehörten gleich mehrere Junge, eines davon auch erst ein paar Wochen alt. Es war so tapsig und unglaublich süß.

Ich war einmal zur Regenzeit da, allerdings hatte ich kein einziges Mal während der Pirschfahrt Regen, immer nachts oder am Mittag, wenn wir uns im Camp aufhielten.

 

Einmal war ich zur Trockenzeit da, das war fast traurig anzusehen, weil der Mara River kaum mehr Wasser geführt hat und man zahlreiche Nilpferde rausgucken sah, weil sie nicht mehr ganz untertauchen konnten. 

 

Dennoch hatte ich zur Trockenzeit mein Highlight: In anderthalb Stunden haben wir nicht nur die Big Five gesehen, sondern auch die Löwenbabys mit ihren Müttern. Am nächsten Tag gab es dann die Big Five plus einen Geparden.

An einem Tag haben wir zudem eine Fahrradsafari mit einem anderen Guide gemacht. Wir bekamen Mountainbikes und erkundeten die Gegend.

 

Einmal mussten wir stoppen, weil Dutzende Giraffen und Zebras die Straße querten. Das war wirklich atemberaubend, so nah in und an der Natur zu sein.

 

Wir fuhren durch kleine Massai-Dörfer, grüßten Einheimische und sahen am Wegesrand immer wieder Zebras, Giraffen, Affen und Antilopen.

 


Wissenswertes

  • Der Eintritt kostet für Leute, die in Camps innerhalb der Mara nächtigen, 70 USD für Touristen. Außerhalb sind es 80 USD pro 24 Stunden
  • Flüge von Nairobi in die Mara kosten rund 350 Euro
  • Die Fahrt von Nairobi dauert circa 6 Stunden, Touren werden ab 300 USD für zwei Nächte angeboten, nach oben offen


Impressionen