Vulkanwandern am Mount Longonot

Der Mount Longonot ist ein stillliegender Vulkan etwas südlich des Lake Naivashas und er ist eine der Sehenswürdigkeiten im Rift Valley, dem großen afrikanischen Grabenbruch.

 

Aufgrund seiner Höhe mit insgesamt 2780 Metern ist er von überall aus gut zu sehen.

 

Der Vulkan lässt sich gut an einem Tag und auch auf eigene Faust erkunden, es ist kein Guide notwendig. Wer nur nach oben will, sollte zwei Stunden einplanen, drumherum dauert es weitere dreieinhalb Stunden.


Man kann mit dem Auto zum Parkeingang fahren, oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Matatu bringt einen bis zum Dorf Longonot, von dort aus fährt für 70 Schilling ein Boda Boda (Moped-Taxi) zum Parkeingang. Der Eintritt kostet 26 USD für Touristen.

 

Da es nur einen einzigen Weg gibt, ist es gut möglich, alleine loszuziehen. Allerdings sollte man sich auf jeden Fall die Notfallnummern ins Handy speichern - es gibt hier wilde Büffel und auch sonst kann auf dem bisweilen anspruchsvollen Weg mal ein Fuß umknicken oder ähnliches.

 

Bis zum Kraterrand sind es etwas über drei Kilometer, die ersten rund anderthalb Kilometer sind eher gemütlich, es geht nicht so steil hoch und der Weg ist gut ausgebaut.

 

Es folgen Dutzende Treppenstufen und ein kleiner steilerer Aufstieg bis zur ersten Rastmöglichkeit.

 

Von dort aus geht es nochmal eine gute halbe Stunde steil bergauf, teilweise muss über Steine geklettert werden.

 

Dafür gibt es wundervolle Ausblicke übers Rift Valley, bis hin zum Lake Naivasha.

Den Krater erreicht man auf einer Höhe von rund 2500 Metern, ich habe etwa anderthalb Stunden für den Weg nach oben gebraucht.

 

Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Ausruhen und an den Abstieg machen. Oder aber, man umrandet den Krater.

 

Der Kraterrundweg ist nicht weniger anstrengend und etwas über sieben Kilometer lang. Dabei geht es permanent auf und ab, den Gipfel des Mount Longonot erreicht man auf einer Höhe von 2780 Metern.

 

Für den Rundweg sollte man zwei bis drei Stunden einplanen, je nach Fitness.

 

Ein kleiner Tipp: Wer den Krater umranden möchte, sollte an der Kraterplattform nach rechts gehen und den Gipfel direkt in Angriff nehmen. Ansonsten ist man wirklich völlig k.o., bis man zum höchsten Aufstieg kommt.

 

Teilweise muss sehr geklettert werden, bisweilen gelten kleine Schluchten von zehn Zentimeter Breite als "Wanderweg", außerdem muss oft über Steine gestiegen werden.

 

Denkt an ausreichend Sonnenschutz - es gibt keinerlei Schutz vor der heißen afrikanischen Sonne, und an ausreichend Wasser (circa drei Liter bei Sonnenschein).

Dafür wird man mit grandiosen Landschaften verwöhnt. Im Krater drinnen ist es grün und völlig bewachsen. Drum herum ist es mal grün, mal total verbrannt, mal rot, mal steinig, mal sandig, mal lebendig.

 

Die Kraterumrandung lohnt sich also auf alle Fälle.

 

Für den Abstieg von der Plattform runter zum Gate sind nochmal etwa 40 Minuten einzukalkulieren. Auf dem letzten Stück zum Gate wurde ich von elf Giraffen, einigen Zebras, Warzenschweinen und Gazellen begleitet. Das war allemal eine Entschädigung für die Anstrengung.