Lomé - Togos Hauptstadt mit den unzähligen Beachbars

Lomé, die Hauptstadt Togos, beginnt direkt hinter der Grenze zu Ghana. Pass gestempelt, zack, mittendrin! Die Stadt hat wenige Sehenswürdigkeiten, aber wer hier ist, sollte sich dennoch einmal umschauen. Vor allem das Leben am Strand hat mich begeistert, hier trifft sich gefühlt die ganze Stadt: In einer der vielen Beachbars oder auf den Sportplätzen. Gegen einen Besuch auf dem berühmten Fetish Market habe ich mich allerdings entschieden - aus Gründen. Und das war es dann auch schon mit Attraktionen, die die Stadt zu bieten hat. Dennoch fand ich es total schön, mich einfach ein wenig treiben zu lassen und dem regen Alltag auf den Straßen zuzuschauen.


Mein erster Eindruck von Lomé: Wow. Wobei das auch daran liegt, dass ich irgendwie nicht auf dem Schirm hatte, dass Lomé wirklich direkt hinter der Grenze beginnt... Da ist kein Freiraum, kein kleines Dorf, ehe es in die Stadt geht, man ist sofort mittendrin.

 

Lomé ist eigentlich schön gebaut - denn es gibt eine sehr breite Strandfront, an der sich zahlreiche Bars, Palmen und Sportanlagen befinden. Dazwischen sind die Fischer an der Arbeit. Das ist ein unfglaublich toller Flair. Abends kam ich mir fast wie am Mittelmeer vor, wenn man am Strand entlang geht und permanent von Menschen angesprochen wird, die eine Speisekarte in der Hand haben und einen ins Restaurant locken wollen!

 

Hinter dem Strand liegt die Hauptverkehrsstraße und dahinter beginnt dann Lomé. An der Hauptstraße gibt es schon zahlreiche Geschäfte für allerlei, außerdem auch die Deutsche Botschaft, ganz in der Nähe vom Präsidentenpalast, den ihr oben abgebildet seht. In meinem Reiseführer war es das einzige Gebäude, das als Sehenswürdigkeit aufgelistet ist.

 

Leider hat Lomé tatsächlich wenig touristisches zu bieten. Es gibt wohl noch ein Museum über den Golf von Guinea, wie das Meer hier heißt, aber ansonsten gibt es keine klassischen Spots.

 

Eigentlich wollte ich in Lomé Whale Watching machen, denn ich war Anfang Oktober da und von September bis Dezember kommen die Buckelwale und Orcas zum Kinderkriegen vor die Küste Togos. Leider habe ich nur einen Anbieter gefunden, eine französische Agentur, und die wollten sage und schreibe 335 Euro für die Tour. Da war ich dann doch raus. Ich habe im Hotel noch gefragt, ob sie mir einen Tipp geben können, aber die wussten nicht einmal, dass es Wale vor der Küste gibt (das Hotel war eh nicht zu empfehlen).

 

Also bin ich einfach losgezogen und bin ein wenig durch die Stadt geschlendert. Neben dem Präsidentenpalaast gibt es noch eine größere Attraktion, den Fetish Market rund 4 Kilometer nordöstlich vom Stadtzentrum (mit Moto-Taxi erreichbar). Ich habe mich dagegen entschieden, nachdem ich ein wenig darüber gelesen habe. Auch wenn es Teil der Kultur ist und vor allem der Teil zur Voodoo-Kultur spannend gewesen wäre, möchte ich auf keinen Markt, wo Stachelschweine als Medizin verkauft werden...

 

Also ließ ich mich einfach treiben und das war gar nicht so einfach, denn durch die starken Regenfälle in den Tagen zuvor waren die Straßen bisweilen so überschwemmt, dass ich nicht durchkam (oder halt nasse Füße bekommen hätte - was ich aus verschiedenen Gründen auch nicht wollte). Ich habe ein paar nette Ecken gefunden, aber für mehr als einen halben Tag taugt Lomé eigentlich nicht. Dafür sind die Sehenswürdigkeiten im Süden wie der Coco Beach, der offiziell noch zu Lomé gehört, und der Togosee nicht weit entfernt.



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