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Reisetipps für Kenia



Optimale Reisezeit:
Von Mitte Dezember bis Ende März ist im ganzen Land Trockenzeit, wobei es das ganze Jahr über sehr angenehme Temperaturen hat. In der Küstenregion ist es auch abends und nachts über recht warm, in den höheren Lagen wie Nairobi oder auch in der Masai Mara wird es ohne Sonne schnell frisch. Auch Mai bis Mitte Oktober eignen sich als Reisezeit, wobei es vor allem an der Küste immer wieder zu kleineren Niederschlägen kommt. Das Klima hat sich allerdings zuletzt auch in Kenia enorm geändert, von August 2019 bis Februar 2020 hat es in vielen Gegenden viel zu viel geregnet und Safari-Camps wurden geflutet. 

 

 

Währung und Preise: 

Bezahlt wird in Kenia-Schilling, ein Euro entspricht etwa 100 KES. Es gibt in den Städten Geldautomaten, es ist günstiger, dort abzuheben als vorab zu wechseln. Es ist ratsam, immer kleines Geld (bis maximal 100 Schilling) dabei zu haben, wenn man öffentliche Verkehrsmittel nutzt oder auf dem Markt einkaufen möchte. Denn selbst in den kleineren Einkaufsläden kann oft nicht gewechselt werden.

Kenia ist absolut kein Low-Budget-Ziel, vor allem wer eine Safari machen möchte, braucht einiges an Geld. Lebensmittel sind günstiger als in Deutschland, Obst und Gemüse am besten auf dem Markt kaufen. Eine Mango gibt es in der Saison schon für 10 Schilling, eine Avokado für 20 Schilling.

 

 

Hinkommen: 

Es gibt verschiedene Airlines, über die Nairobi oder Mombasa erreichbar sind. Viele Urlauber in Kenia kommen hauptsächlich zum Strandurlaub, dann eignet sich Mombasa als Zielflughafen. Wer lieber das Inland entdeckt oder auf Safari fährt, ist von Nairobi aus in der Regel besser dran. Direktflüge ab Deutschland gibt es mit Lufthansa und Condor. Flugpreise liegen meist zwischen 500 und 600 Euro, Direktflüge bei der Lufthansa beginnen bei 550 Euro. Mit Turkish Airlines via Istanbul gibt es oft Schnäppchen schon für etwas mehr als 300 Euro. Auch KLM und Ethopian fliegen nach Kenia.

 

 

Visum: 

Ein Visum ist notwendig und kann auf zwei Arten beantragt werden. Zum einen gibt es die offizielle Plattform Kenias, wo das E-Visum zu bekommen ist. Man lädt allerlei Daten und Fotos hoch und bekommt in der Regel binnen weniger Stunden sein Visum ausgestellt. Das muss dann ausgedruckt und mitgenommen werden und kostet 50 US-Dollar plus Kreditkartengebühr. In letzter Zeit kam es häufiger zu Problemen mit dem System, in dem Fall auf jeden Fall die Beantragung und den Zahlungs-Nachweis ausdrucken und mitnehmen.

Es ist auch nach wie vor möglich, ein Visum on arrival zu bekommen. Das ist die günstigste Variante! Die Formulare werden meist im Flugzeug ausgehändigt, man kann sie auch vorab online ausdrucken (Einreiseformular, Visumsformular und Zollerklärung!) und ausfüllen oder aber am Flughafen zu Stift und Papier greifen, dort liegen sie auch aus. 40 Euro sollte man passend dabei haben, denn Wechselgeld gibt es meist nicht.

In Mombasa gibt es nur eine Schlange und alle stehen gleich lange an. In Nairobi gibt es mehrere E-Visa und einen Visum on Arrival Schalter, allerdings lässt sich auch hier nicht verlässlich sagen, was schneller ist. Ich habe schon beides erlebt.

Das Visum ist in der Regel drei Monate gültig, wobei inzwischen auch mal nur noch ein Monat gestempelt wird. Wer länger als einen Monat bleibt, sollte direkt am Schalter kontrollieren. Einen Anspruch auf drei Monate hat man allerdings nicht! Das Visum darf einmal für weitere drei Monate verlängert werden.

WICHTIG: Mit dem Touristenvisum ist jegliche Arbeit verboten, auch Freiwilligenarbeit oder Volunteering, bei dem man noch drauf zahlt. Hierfür reist man mit Touristenvisum ein und beantragt vor dem ersten Arbeitstag online oder auf der Immigrationsbehörde das Social Work Permit for charity and missionary work, das ist Visumsklasse I.

 

 

Rumkommen:

In Kenia kannst du ein Auto mieten, mit oder ohne Fahrer, allerdings ist das recht teuer, man sollte so von 60 Euro pro Tag ausgehen. Wer gut verhandeln kann, bekommt ein Auto für 30 Euro am Tag.

Der ÖPNV hingegen ist günstig und zumindest tagsüber auch einigermaßen sicher. Es fahren quasi permanent und überall Minibusse, die Matatu genannt werden - kurze wie lange Strecken. Für lange Strecken gibt es auch Reisebusse, allerdings sind die Abfahrtszeiten enorm individuell, es gibt keinen verlässlichen Fahrplan. Also gut Zeit mitbringen.

Mototaxis und Sammeltaxis fahren an Orten, die schwerer zugänglich sind oder wo das Reiseaufkommen nicht so hoch ist, auch die Taxidienste Bolt und Uber gibt es in den Großstädten. Zwischen Nairobi und Mombasa gibt es zweimal täglich eine Zugverbindung, der Expresszug am Nachmittag hält nicht, der Bummelzug am Morgen hält auch in Orten wie Athi River oder Voi.

Zudem gibt es mit einige Fluglinien wie Fly540, Jambojet, Kenyan Airways oder Safarilink, die verschiedene kenianische Städte und auch das umliegende Ausland anfliegen.  

Eine Übersicht zum ÖPNV in Kenia habe ich separat aufgeschrieben.

 

 

Sonstiges:

Die Einfuhr von handelsüblichen Plastiktüten, Müllbeuteln und den dünnen Obsttüten aus dem Supermarkt ist verboten. Darauf steht eine hohe Geldstrafe!

Rauchen ist in Kenia auch weitestgehend verboten, es gibt Raucherbereiche, auch im Freien! Auch hier gilt: Die Strafe ist hoch.

Trinkwasser sollte man immer im Supermarkt kaufen - oder Leitungswasser abkochen. Leitungswasser einfach so zu trinken, ist nicht zu empfehlen.

 

 

Sehenswürdigkeiten:

Nairobi: Museen, Kultur, moderne Shopping Malls und Wildlife vereint die Hauptstadt.

Diani Beach: Einer der schönsten Strände weltweit.

Masai Mara: Die kleine Schwester der Serengeti hat eine unglaublich hohe Tierdichte. Löwen- und Elefanten-Garantie.

Amboseli: Elefanten und andere Wildtiere vor dem Panorama des Kilimandscharo (auf tansanischer Seite).

Tsavo East: Der beliebteste Nationalpark, von der Küste aus am einfachsten zu erreichen. Hohe Elefanten-Population.

Hell's Gate: Soll Disney für die Szene inspiriert haben, in der Mufasa in "König der Löwen" stirbt. Radeln mit Zebras! 

Lake Naivasha: Beliebtes Ausflugsziel der Großstädter.

Lake Nakuru: Nashorn-Garantie und Tausende von Flamingos.

Samburu: Abgelegener und wenig besuchter Nationalpark, dafür landschaftlich spannend.

Lamu: Ein Inselparadies für Hippies und Yoga-Freunde - keineswegs per Land anreisen, sondern Flieger nehmen!

Laikipia / Ol Pejeta: Größtes privates Schutzgebiet in Kenia, viele Nashörner und einzige Chance auf Schimpansen

Mount Kenya: Der zweithöchste Berg Afrikas kann in vier bis fünf Tagen erklommen werden. Oben liegt Schnee.

 

 

Meine Routen

Schwierig zu sagen, weil ich durch die Arbeit in Nairobi öfter nur Kurztrips oder Tagesausflüge mache. Einige Touren:

Nairobi - Masai Mara - Lake Naivasha - Crescent Island - Lake Elementaita - Nairobi - Diani Chale

Nairobi - Mount Longonot - Lake Naivasha - Hell's Gate - Nairobi

Nairobi - Laikipia / Ol Pejeta - Samburu - Nairobi

 

 

Empfohlene Route

Nairobi - Masai Mara -  Lake Naivasha - Hells Gate - Crescent Island - Lake Elementaita - Lake Nakuru - Mount Longonot - Nairobi (- Mombasa/Küste)

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