Romantik am Lake Kariba

Nach über dreieinhalb Monaten bin ich in Sambia angekommen und war zum einen etwas reisemüde, zum anderen musste ich ein wenig arbeiten, ich hatte ein bisschen Bürokram.

 

Da suchte ich mir das kleine Städtchen Siavonga aus, um etwas runterzukommen und in Ruhe mit meinem Laptop zu arbeiten. Das war die richtige Wahl.

 

Siavonga liegt direkt am Lake Kariba und ist mit dem Minibus in etwa vier Stunden ab Lusaka erreichbar. Die Fahrt ist wunderschön, sie geht teils durch Gebirge, wo alles grün ist.

 


Siavonga hat ein kleines Zentrum, wobei der Ort doch ziemlich weit verstreut ist.

Es gibt ein paar teure Hotels und Lodges, die sich übers Internet buchen lassen.

Ich bin einem Tipp meines Busfahrers gefolgt, der mich in der Lake View Lodge einquartiert hat, wo ein Einzelzimmer etwa 20 USD pro Nacht gekostet hat - und wie der Name sagt, gab es dafür eine tolle Sicht auf den Lake Kariba.


Auf dem Lake Kariba kann man verschiedene Dinge unternehmen, beliebt sind etwa Hausboot-Touren.

Ich habe nichts dergleichen gemacht, was auch daran liegt, dass es sehr teuer war.
Im See selbst ist schwimmen eher nicht empfohlen, da die Krokodil-Dichte sehr hoch ist und es auch einige Nilpferde gibt.

Zudem sind Fälle von Bilharziose bekannt. Aber ich machte ein paar Spaziergänge am Seeufer entlang und durch das Dorf. Dabei habe ich auch immer wieder ganz schöne Regenbogen gesehen, die im See versanken.

Verpflegung war etwas schwierig, da es keine wirklichen Bars oder Gaststätten gab. Auch in den local places gab es kaum was zu essen, maximal Bier und Cola.

Ich habe mich einen Abend durch den Supermarkt ernährt, also ohne warmes Essen.

 

Einen Abend habe ich in meiner Lodge gegessen und einen Tag habe ich mir richtig was gegönnt, im Lake Karibas Inn, einem eher luxuriösen Hotel.

Ich bin gegen Nachmittag dorthin spaziert, es liegt auf einem kleinen Hügel etwas außerhalb der Ortschaft.

Das Hotel hat eine riesige Anlage, dazu gehört auch ein kleiner Safari Walk.

 

Ich habe mich auf die Tour begeben, und man sieht vor allem Zebras, Antilopen und Mangusten, die allerdings zum Hotel gehören. Sie können sich auf der Fläche wohl frei bewegen, aber mit richtigem Wildlife hat das logischerweise nichts zu tun.

Es war dennoch schön, zumal der Walk auch etwas hügelig ist und man einen tollen Ausblick auf den Lake Kariba hat - in meinem Fall zum Sonnenuntergang, was großartig war.

Dann gab es für mich Risotto und zum Nachtisch Schokokuchen - und es war gar nicht so teuer, wie erwartet, es war deutsches Mittelklasse-Preisniveau. (Waren mit Savanna-Cider um die 18 USD)

 

Einen Ausflug sollte man am Lake Kariba aber auf jeden Fall unternehmen: den zum Kariba-Dam. Die Talsperre staut den Sambesi-Fluss zum Lake Kariba und mehr darüber lest ihr in einem eigenen Beitrag.

 

Wer direkt weiter zu den Vic Falls möchte und mit ÖPNV unterwegs ist, muss nicht zurück bis Lusaka. Man nehme möglichst früh morgens einen Minibus von Siavonga Richtung Lusaka und steige an der Livingstone-Junction kurz vor Kafue aus (dem Fahrer Bescheid geben).

 

An der Kreuzung, an der es auch allerlei kleine Shops mit Getränken und Essen gibt, kommen alle Fahrzeuge vorbei, die von Lusaka nach Livingstone fahren. Es ist ein guter Ort, um Reisebusse, Minibusse oder Privatfahrzeuge anzuhalten - und auch ein üblicher Anhalter-Punkt.





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