Das erste Mal: Hotelurlaub in Corona-Zeiten

Wann muss ich eine Maske tragen? Darf ich den Wellness-Bereich nutzen? Und wie läuft das beim Frühstück ab? Mitte Juni habe ich zum ersten Mal wieder in einem Hotel übernachtet, seit sich das Coronavirus in Europa verbreitet hat. Vieles war dabei anders und im Vorfeld waren mir einige Dinge nicht so klar. Da es bei mir erst einmal um eine Nacht ging, war es nicht so tragisch und ich habe wenig vorbereitet. Vorab hatten wir nur geklärt, wie es mit Pool und Sauna aussieht und sonst war uns klar, dass wir uns arrangieren können. Hier kommt ein Erfahrungsbericht über einen Hotelaufenthalt in Niedersachsen - nachdem schon einige Lockerungen inkraft getreten waren.


Check-In und die öffentlichen Bereiche

Ein Ausflug in den Harz für zwei Tage - das war mein erster Corona-Urlaub im Jahr 2020. Ausgangspunkt war das Hotel "Der Achtermann" in Goslar, das mein Verlobter für uns ausgesucht hatte (Der Aufenthalt war wie überall selbst bezahlt) und das nur fünf Gehminuten vom Bahnhof in Goslar entfernt liegt.

 

Wir zogen unsere Masken natürlich direkt auf - generell war recht wenig Betrieb. Auf der Terrasse saßen ein paar Leute ohne Maske, aber in der Lobby ist mir in den zwei Tagen nur ganz, ganz selten mal jemand über den Weg gelaufen. Es gab an einigen Ecken Plakate, die an den Abstand erinnern sowie Desinfektionsmittel-Ständer.

 

Der Check-In lief ganz normal ab wie ich das von zuvor auch kannte. Man füllt ein Formular aus, in dem Fall zahlte man noch die Kurtaxe und erhielt im Gegenzug den Gutschein für die Freifahrten im ÖPNV und es gab den Zimmer-Schlüssel. Wir sind alleine mit unserem wenigen Gepäck im Aufzug nach oben gefahren - ob es dabei sonst Hilfe gibt, kann ich nicht sagen, weil ich das Hotel vorher nicht kannte.

 

Das Frühstück - mit einem halben Buffet

Das Frühstück war wohl die größte Änderung zu einem Vor-Corona-Hotel-Aufenthalt. In solchen Hotels ist man ja doch ein Frühstücksbuffet mit viel Auswahl gewohnt. Dass das eingeschränkt sein würde, war uns schon vorher klar.

 

Das Frühstück erinnerte mich ein wenig an Aufenthalte beispielsweise in Bed & Breakfasts oder kleineren Lodges. Den Saal betraten wir mit Maske, an der Tür wurde Name und Zimmernummer abgefragt - da wir recht früh waren, hatten wir freie Platzwahl. Es waren nicht alle Tische eingedeckt, daher ergab sich beim Sitzen der Abstand von alleine.

 

An den Tisch bekamen wir eine Kanne Kaffee, einen Korb mit Brot, Brötchen und Croissant und eine Wurst-Käse-Platte mit etwas Gemüse wie Gurke und Tomate. Butter war auch dabei. In einer kleinen Schale fanden sich Marmelade, Nutella, Zucker, Salz und Pfeffer - alles extra abgepackt.

 

Alles andere allerdings war zu meiner Überraschung aber nach wie vor Buffet. Wir wurden darauf hingewiesen, dass wir uns dort nur mit Maske bedienen sollen (also beim Aufstehen vom Platz die Maske aufziehen sollen) und auf den Mindestabstand von zwei Metern zu achten ist. Das war kein Problem, denn es waren nicht so viele Leute beim Frühstück. Bei einer vollen Belegung (die in Niedersachsen wieder möglich ist) stelle ich mir das etwas schwieriger vor.

 

Saftspender, Tee-Ecke und gekühlte Wasserflaschen fanden sich dort. Dazu Müsli - sowohl in den Glasbehältern als auch Cornflakes in kleinen Päckchen. Milch gab es in kleinen Kannen am Buffet. Joghurt, Quark, Lachs, Obstsalat und Obst gab es auch am Buffet, allerdings in Portionen auf einen Teller und mit Frischhaltefolie überzogen. Der Schutz durch die Folie ist wohl vorgegeben.


Folgst du mir eigentlich schon? 

 

auf Instagram und Facebook?

Dort siehst du regelmäßig Reisefotos und wirst über
neue Blogbeiträge umgehend informiert! 

 



Der Wellnessbereich: Schwimmen ja, Saunieren nein

Seit dem 22. Juni dürfen in Niedersachsen wieder Saunen geöffnet haben - obwohl ich danach erst im Wellnesshotel war, waren die Saunen allerdings noch geschlossen. Wir wussten das im Vorfeld, denn obwohl es auf der Homepage hieß, dass man öffne, wenn die Regeln es erlaubten, wollten wir es genau wissen.

 

Der Pool-Bereich hingegen war offen. Und ich hatte ihn ganz für mich alleine. Offenbar hatten noch einige Leute Bedenken, denn an sich waren einige Gäste im Hotel. Für mich war es herrlich, so konnte ich gleich doppelt entspannen - der Whirlpool wurde von mir direkt annektiert und ich habe den halben Morgen darin verbracht. Im Pool hat auch alles ganz normal funktioniert: Blubber, Strömungskanal, Wasserfall waren allesamt aktiviert. Ich hatte freie Wahl, Handtücher lagen wie immer bereit und auch ein Korb für die gebrauchten. Liegestühle gab es ausreichend und es gab keine Anweisungen, dass ich irgendwas desinfizieren müsste.

 

Das Spa hatte ebenfalls geöffnet und ich habe mir einen Termin für eine Ganzkörpermassage und einen für eine Gesichtsbehandlung reserviert. Der Eintritt war nur mit Maske erlaubt, es standen auch Desinfektionsspender bereit. Ich musste ein Formular zu meiner Erreichbarkeit ausfüllen (falls es einen nachgewiesenen Corona-Fall gibt) und konnte dann schon auf dem Weg zum Behandlungsraum die Maske abnehmen. Für mich waren sowohl Massage als auch Gesichtsreinigung wie immer - lediglich die Kosmetikerin hatte einen Mundschutz und bei der Gesichtsbehandlung auch Handschuhe an.

Der Restaurantbesuch am Abend

Restaurants habe ich bereits öfter besucht - eigentlich seit es wieder erlaubt ist. Daher war das Abendessen jetzt nicht sehr speziell für mich. Wir hatten uns ein Lokal in der Goslaer Innenstadt ausgesucht, keine zehn Gehminuten vom Hotel entfernt.

 

Da der Zugang über den Außenbereich war, mussten wir die komplette Zeit keine Maske tragen - außer beim Gang auf die Toiletten. Die Kellner trugen ihre Masken die gesamte Zeit über. Wie nahezu überall mussten wir direkt beim Setzen ein Formular mit unseren Kontaktdaten und unserer Anwesenheitszeit ausfüllen.

 

Generell hatte ich nicht den Eindruck, dass zwischen den Tischen so wahnsinnig viel Abstand war. Tags zuvor waren wir bei unserer Luchs-Wanderung in Bad Harzburg in eine Waldgaststätte eingekehrt - dort war tatsächlich jeder zweite Tisch gesperrt, um den Abstand zu garantieren.


PS: Du möchtest mir etwas zu dem Artikel sagen? Du hast eigene Gedanken und Anregungen, oder auch Kritik, die du einbringen möchtest? Ich freue mich über deinen Kommentar. Du kannst auch als Gast kommentieren. Hierfür musst du in das Namensfeld klicken und deinen Namen eingeben, dann öffnet sich ein Reiter, in dem du "lieber als Gast kommentieren" auswählen kannst. Wenn du deinen Kommentar nicht sofort siehst, liegt es daran, dass er erst freigeschaltet werden muss.


Kommentar schreiben

Kommentare: 0