Verwaiste Elefanten im Waisenhaus in Nairobi

Eine der Touristen-Attraktionen in Nairobi ist das Daphne Sheldrick's Elephant Orphanage, wo Elefantenkinder, die durch etwa Wilderei zu Waisen wurden, sowie Nashornkinder aufgenommen und aufgepäppelt werden.

 

Die Anlage grenzt direkt an den Nairobi Nationalpark, in dem keine Elefanten leben. Die Tiere werden jahrelang auf die Freiheit vorbereitet und nach und nach im Tsavo East Nationalpark ausgewildert.


Wilderei ist in vielen afrikanischen Ländern nach wie vor ein großes Problem. 350.000 Afrikanische Elefanten gibt es schätzungsweise noch, davon leben die meisten in Botswana, aber auch Namibia, Südafrika, Kenia und Tansania haben viele vorzuweisen.

 

Tierschutzorganisationen schätzen, dass jährlich bis zu 50.000 Elefanten gewildert werden - dementsprechend sank der Bestand auch von einst über zwei Millionen auf die heute rund 350.000.

 

Wird eine Elefantenkuh gewildert, ist nicht nur ihr Leben vorbei: Auch auf das Leben ihrer Nachkommen hat es Auswirkungen. Elefantenkinder sind nämlich sehr auf ihre Mutter fixiert. Weibliche Kinder bleiben ihr Leben lang an der Seite ihrer Mutter und leben zusammen in der Herde. Bullen hingegen lösen sich nach zwölf bid 15 Jahren von der Herde der Mutter und schließen sich einer neuen Herde an.

 

Sind die Kinder noch klein, wenn die Mutter wegen ihrer Stoßzähne gewildert wird, lernen sie viele wichtige Dinge nicht, die sie zum Überleben brauchen. Sie haben keine Chance. Und hier setzt die wertvolle Arbeit des Sheldrick Wildlife Trusts ein. Die Tierschützer kommen, wenn ein verwaistes Elefantenkind in Kenia gefunden wird und bringen es nach Nairobi. Angrenzend zum Nairobi Nationalpark gibt es dort ein größeres Areal, wo die Kinder aufgepäppelt werden.

 

Arbeit haben die vielen Betreuer natürlich immer, zuschauen darf man als Besucher aber nur eine Stunde täglich.

 

Von 11 bis 12 Uhr werden die Baby-Elefanten zu den Matschlöchern geführt und bekommen über Fläschchen Milch von den Pflegern und Äste zum Spielen.

 

Hinter einer Absperrung dürfen die Touristen warten und die Tiere auch anfassen, wenn sie an die Absperrung herankommen. Erst kommen die etwas jüngeren Tiere hervor, später auch die älteren, sodass die Elefantenkinder nicht zu lange im Fokus stehen.

 

Während der Stunde werden die Tiere nach und nach vorgestellt. Man erfährt als Besucher auch mehr zu den Tieren, wie sie heißen, wie alt sie sind und wo und wie man sie gefunden hat.

 

Und leider auch: wie verletzt sie waren. Viele der Babyelefanten sind in Fallen von Wilderern getreten und wurden dadurch bisweilen lebensgefährlich verletzt. Andere wurden unverletzt gefunden, haben aber ihre Mütter verloren.

 

Der Besuch kostet 7 USD oder 500 Schilling für alle ab vier Jahren. Wer für rund 50 USD eine Patenschaft für einen Elefanten hat, darf auch außerhalb der Öffnungszeiten vorbeischauen.

 

Weitere Infos auf der Website.