Traumhafter Diani Beach

Der Diani Beach an der Küste südlich von Mombasa gilt als einer der schönsten Strände weltweit. Zwölf Kilometer lang zieht sich der schneeweiße feine Sandstrand am leuchtend türkisfarbenen Meer entlang.

 

Ich wählte als Ausgangspunkt Ukunda, wo ich im Haus einer Bekannten unterkommen konnte.

 

Ukunda hat einen eigenen kleinen Flugplatz (rund 100 Dollar Return Nairobi), ist aber auch gut von Mombasa zu erreichen. Die Fahrzeit mit Taxi beträgt etwa eine Stunde.


Der Diani Beach hat wie fast alle tollen Strände einige größere Hotelanlagen, aber auch sehr ruhige Ecken ganz ohne Hotels.

 

Da ich ja privat unterwegs war, hielt ich mich weitestgehend am public beach auf, also dem öffentlichen Strand, wo nur vereinzelt alle paar hundert Meter mal ein Hotel stand.

 

Durch Ukunda führt die Diani Road, parallel zum Ufer. Von dort aus führen kleine steinige und sandige Wege zum rund 200 Meter entfernten Strand.

 

Es gibt keine Strandpromenade oder ähnliches, lediglich ein paar Bars, Bistros und Tauchschulen auf dem Sand oder den Zubringergässchen.

 

Der Strand ist wirklich großartig und ein wundervoller Anblick - zumindest bei Flut. Bei Ebbe zieht sich das Meer doch sehr weit zurück.

 

Allerdings ist Diani Beach auch bekannt für seine Beachboys. Das sind junge, meist gutaussehende Männer, die Obst, Getränke, Krimskrams, Touren oder sich selbst verkaufen.

 

Diani ist das Mekka für alleinstehende ältere weiße Damen, die ein bisschen Liebe und Sex suchen. Weshalb man auch überall ältere weiße Damen mit jungen, hübschen Kenianern sieht.

 

Außerdem gibt es kleine Hütten und Zelte, in denen junge Kenianerinnen für wenig Geld Massagen anbieten - ohne weitere sexuelle Dienste.

 

Wer mehr Ruhe haben will, bucht sich ein Zimmer auf der vorgelagerten Insel Chale Island, auch Diani Chale genannt. Dort geht es noch gemächlicher zu - und der private Strand ist wunderhübsch.

 

Das Wasser am Diani Beach ist super warm und völlig klar. Floating ist möglich und es macht wahnsinnig Spaß, sich treiben zu lassen.

 

Bei Ebbe sollte man allerdings aufpassen, im Watt verstecken sich Hunderte von Seeigeln - das kann schmerzhaft werden (kann ich aus eigener Erfahrung mitteilen). 

 

Als ich ausrutschte und in einen Seeigel trat, steckten anschließend 38 Stacheln in meinem Fuß, die von drei netten Beachboys "herausoperiert" wurden. Nachher hat sich alles entzündet und ich konnte zwei Wochen kaum laufen. In den schlimmsten Reiseerfahrungen berichte ich darüber.

 

Wer nicht nur am Strand rumhängen will, kann auch einiges erleben.

 

Zum einen ist Mombasa nur ein paar Kilometer entfernt - allerdings habe ich mir bei meinem Kurzurlaub diese Strecke nicht angetan, immerhin wollte ich dem stickigen und chaotischen Nairobi entfliehen, um Ruhe zu haben.

 

Ich entschied mich für eine Tour zum Kisite Marine Nationalpark, die mit 70 Dollarn sehr teuer war. In den Hotels wird die Tour für bis zu 125 Dollar verkauft, in der Off-Season kann man sie auch bei etwas Verhandlungsgeschick für 40 bis 50 Dollar bekommen.

 

Ich wurde morgens um 7.30 Uhr mit dem Minibus abgeholt, nachdem alle eingesammelt waren, fuhren wir nach Shimoni. Dort übergab unser Fahrer uns den Guides des Kenyan Wildlife Service, die den Kisite Park betreuen.

 

Mit einem Dhow, einem alten Holzboot, ging es raus auf das offene Meer, wobei wir von Delphinen begleitet wurden. Zum Schutz der Tiere darf man auf dem Meer nicht aussteigen, um dort mit den Delphinen zu schwimmen. Wenn sie allerdings in den Nationalpark kommen, dann darf man dort mit ihnen schwimmen (was allerdings nur selten vorkommt).

 

Nachdem die Delphine von Dannen zogen, legten wir am Kisite an. Es gab einen extra Schnorchel-Guide (Ausrüstung wurde gestellt) und los ging es ins Wasser.

 

Da es sich um ein geschütztes Gebiet handelt, durften wir nicht einfach losschnorcheln, sondern mussten alle als Gruppe zusammen bleiben, was ein wenig langweilig war.

 

Wir sahen aber dennoch wahnsinnig viel und es war ein großartiges Erlebnis, über dem Korallenriff zu schwimmen. Rochen, Tintenfische, Seesterne, Krebse, Aale, Moränen und allerlei bunte Fische.

 

Leider haben wir keine Schildkröten gesehen und leider dauerte die Tour nur eine Stunde, ich hätte sicher mehr als doppelt so viel Zeit im Kisite verbringen können.

 

Mit dem Dhow setzten wir dann zu Wasini Island über, einer wahnsinnig touristischen Insel. Es gab dort Lunch (inklusive): Fisch, Krabben, Salat, Reis, Kartoffeln, danach machten wir einen kleinen Rundgang über die Insel. Das fand ich ganz schrecklich, denn es war wirklich nur ein Touristen-Schaulaufen, bei dem man alle zwei Meter angebettelt wurde, irgendwas für "die Kinder" zu geben. Neeeee, muss nicht.

 

Da unser Boot wegen der Ebbe etwas weiter weg angelegt hatte, mussten wir auf dem Weg zur Insel und von der Insel zunächst durchs Watt steppen und wurden dann mit einem Ruderboot abgeholt, um auf dem Meer umzusteigen. Alles in allem eine schöne, aber auch deutlich zu teure Tour.