Kopenhagens Freistaat Christiania

Wer nach Kopenhagen fährt, kann die EU verlassen. Zumindest so halbwegs. Denn innerhalb Kopenhagens, im Stadtteil Christianshavn, liegt der Freistatt Christiania.

 

 

Die meisten Zeit in Kopenhagen habe ich wohl in Christiania mit seiner sonderlichen Geschichte verbracht. Lange Zeit war Christiania als Drogenumschlagplatz bekannt, inzwischen ist alles ein wenig anders.


Die Drogenkriminalität hat auch mit Christianias Sonderstellung als Freistaat zu tun. Dort wurde, auch weil man sich nicht an dänische Gesetze gebunden fühlte, gedealt und konsumiert.

 

Heute geht es etwas anders zu, die Polizei ist hart dagegen vorgegangen.

 

Dennoch lässt es sich wunderbar durch den Freistaat schlendern, es gibt vor allem abseits der üblichen Verbindung zwischen den beiden Eingangstoren ("You are now leaving the EU") einige wundervolle Ecken wie Seen und kleine Hütten. Einfach durchschlendern und genießen!

 

Auf dem Weg nach Christiania kommt man fast unweigerlich an der Frelsers Kirke, der Erlöserkirche vorbei, die mit ihrem imposanten Turm auffällt. Der ist korkenzieherartig angeordnet und fällt auf jeden Fall auf. Bekannt ist die Kirche auch für ihr Glockenspiel.

 

Früher war auch das Restaurant Noma, das einst weltbeste Restaurant, eine Anlaufstelle. Es lag auf der Insel Amager, wo sich auf der Flughafen befindet und wo die berühmte Øresundbro ihren Startpunkt hat. Heute ist das Restaurant aber geschlossen.


Artikel aus dem Weser-Kurier vom 24. Juni 2011






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