Elefanten am Kilimandscharo

Was die Tierwelt angeht, kann der Amboseli Nationalpark nicht mit der Masai Mara mithalten.

 

Dennoch wollte ich unbedingt dorthin, was vor allem daran liegt, dass es der einzige Ort der Welt ist, an dem man Elefanten vor dem Panorama des Kilimandscharos sehen kann.

 

Und wenn der Berg nicht hinter Wolken versteckt ist, ist der Anblick wirklich großartig.


Ich machte mit einer nicht empfehlenswerten neuen Safari-Agentur (Subsaharan Excursion) die Tour - los ging es in Nairobi mit dem Auto.

 

Da es eine zweitägige Low-Budget-Tour war, übernachteten wir in einem kleinen, sehr schlichten Camp, Kiamana Camp und schon auf dem Weg dorthin haben wir Elefanten und Paviane gesehen.

 

Am Nachmittag fuhren wir zum Gamedrive, allerdings zeigt sich hier das ganze Chaos Kenias an einer Stelle. Am Gate saß nur ein Herr, der den Eintritt kassierte, das dauert aber pro Person etwa zehn Minuten (Passdaten abschreiben, erfragen, wo man wohnt, kassieren, Receipt schreiben...).

Wir hatten Glück, dass vor unserer Gruppe nur zwei Leute waren, weshalb wir nach etwa 50 Minuten durch waren - allerdings standen da rund 30 Leute in der Schlange hinter uns.

 

 

Da unser Guide nicht wirklich dolle war (er war kein ausgebildeter Guide, sondern Marketing-Student, wie sich später herausstellte), fuhren wir vor allem an der Hauptstraße entlang. Auch dort kann man aber einige Tiere sehen.

Wir sahen viele Elefanten, Zebras, Gnus, Affen, Paviane und Gazellen und Antilopen.

Als wir eine Stelle entdeckten, an der mehrere Autos standen, fanden wir eine Löwin und unweit davon auch eine Gruppe Löwinnen mit Nachwuchs, die sich allerdings etwas versteckt hielten.

 

Von anderen Fahrern erfuhren wir, dass sich unweit drei Geparde aufhielten und so fuhren wir dorthin. Diese waren allerdings wirklich sehr weit entfernt und durch den vielen aufgewirbelten Staub (Amboseli bedeutet so viel wie staubiges Land - nicht ohne Grund) kaum zu sehen.

Generell ließ am Abend etwas die Sicht nach, weil der Staub wirklich kaum zu durchschauen war.

 

Es fing dann ein klein wenig an zu regnen, was toll war, denn dann zeigte sich der Kilimandscharo wolkenfrei.

 

Es war großartig, zahlreiche Zebras, Gnus und andere Wildtiere vor dieser Kulisse zu sehen. Genau deshalb war ich gekommen. Auch von unserem Camp aus konnte man den Kilimandscharo bei Sonnenuntergang gut sehen.

Am Morgen stand erneut eine Pirschfahrt an, allerdings war sie wirklich kurz und hätten wir nicht interveniert, wären wir nach etwa einer Stunde fertig gewesen.

 

Wir fuhren zunächst zum Lake Amboseli, wo Nilpferde, Pelikane und Flamingos leben und sahen unter anderem Elefanten und Zebras baden.

 

Wir hielten für einen Stopp am Observation Hill, wo man auf eine Aussichtsplattform hinaufsteigen kann.

Nicht nur hat man hier generell einen tollen Blick über den Park, aber wir konnten von oben auch Elefanten baden sehen, was natürlich toll war.

 

Nachdem wir noch einige Warzenschweine und die ersten Schritte eines neugeborenen Gnus gesehen haben, war es Zeit für den Rückweg.

 

Unser Auto war leider sehr kaputt, weshalb wir ewig für die Rückfahrt nach Nairobi gebraucht haben, da es halb auseinander gebrochen ist.


Wissenswertes

  • Der Park ist 39026 Quadratkilometer groß
  • Von Nairobi aus ist der Park circa 4,5 Autostunden entfernt
  • Für Touristen kostet der Eintritt 60 USD pro 24 Stunden
  • Geöffnet von 6 bis 19 Uhr täglich
  • Einlass nur mit einem Fahrzeug



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